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Über den Biancograt zum Piz Bernina (4048 m) (Binacograt und Piz Bernina (4048m))

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Über den Biancograt zum Piz Bernina (4048 m)

Piz Bernina mit Biancograt

Ursprünglich war eine Bergtour zum Piz Morteratsch (3751 m) ausgeschrieben, die jedoch witterungsbedingt nicht zum geplanten Termin durchgeführt werden konnte. Eine Woche später starteten dann 14 Teilnehmer Richtung Bernina Gruppe, jedoch mit neuem Ziel: Eine Tour über den Biancograt zum höchsten Gipfel der Ostalpen, den Piz Bernina (4048 m) war geplant.

Die Tour begann recht gemütlich am Freitag mit der Anreise nach Pontresina und Wanderung zur Tschierva-Hütte auf 2583 m. Am nächsten Morgen war um 3:30 Uhr Tagwache, kurz vor  5:00 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Fuorcla Prievlusa, dem Einstieg zum Biancograt auf ca. 3300 m Höhe. Der auch als „Himmelsleiter“ bezeichnete Kamm zählt wegen seiner weißen Gratschneide und den teils anspruchsvollen, meist ausgesetzten Kletterpassagen zu den ästhetischsten Touren in den Ostalpen. Zuerst in kombinierter Kletterei (Schwierigkeitsgrad 3), später über eine markante Firnflanke und dann wieder durch Fels kletterten wir teilweise sehr steil bergauf bis zu einem markanten Felsturm, dem Gendarm. Danach waren noch die letzten 100 Höhenmeter in kombiniertem Gelände und Kletterei im zweiten bis dritten Schwierigkeitsgrad hinauf zum Piz Bianco (3995 m) zu bewältigen. Nach einem kurzen Abstieg gelangten wir zuerst in kombiniertem Gelände und zuletzt über eine Firnflanke zum Gipfel des Piz Bernina (4048 m), den wir gegen Mittag erreichten.

Ein herrlicher Rundblick bei strahlendem Wetter lohnte die Mühen: Am Horizont im Westen die weißen Gipfel des Monte Rosa, die Ortlergruppe im Südosten sowie die Granden der Ötztaler Alpen mit Weißkugel und Wildspitze waren zu sehen. Dazu in unmittelbarer Nähe die überwältigende Kulisse der markanten Gipfel der Berninagruppe wie Piz Palü (3901 m), Piz Zupò (3996 m), Piz Roseg (3937 m) und dem ursprünglich geplanten Piz Morteratsch (3751 m).

Der Abstieg erfolgte dann über den Spallagrat zur Marco e Rosa Hütte (3597 m). Anschließend erneuter Aufstieg auf etwa 3800 m, vorbei an markanten Gletscherbrüchen, zur Bellavista. Nun war noch der Abstieg über den Fortezzagrat und weiter über den Pers-Gletscher hinunter zu den Ausläufen des Morteratschgletschers zu bewältigen. Um ca. 19:15 Uhr erreichten wir schließlich die Bovalhütte (2495 m), wo wir den Abend nach einem langen, erlebnisreichen Tag ausklingen ließen.

 
 
 

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