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Cima Marmotta (Köllkuppe) und Monte Cevedale (Cima Venezia und Monte Cevedale)

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Cima Marmotta (Köllkuppe) und Monte Cevedale

Cevedale

Am 25.03.2017 starteten wir, eine 14-köpfige Gruppe, frühmorgens von Umhausen Richtung Martelltal im Ortlergebiet in Südtirol, um noch am selben Tag die Cima Marmotta (3,330m) und am nächsten Tag den Monte Cevedale (3,768m) zu besteigen.

Nach ca. 2,5 stündiger Fahrt, auf welcher sich der Gipfel des Cevedale nach dem Reschenpass schon kurz blicken ließ, erreichten wir den Parkplatz auf 2,000m. Eine Hälfte der Gruppe musste aufgrund von Kommunikationsschwierigkeiten auf den Kaffee in Mals verzichten. Sie konnten allerdings die etwas frühere Ankunft ausnutzen und ihre Rucksäcke per Seilbahn auf die Martellerhütte bringen lassen, während die später kommenden Kaffeetrinker ihre schweren Säcke selber schleppen mussten. Ausgleichende Gerechtigkeit.

Auf wenig bis keinem Schnee ging es leicht- bzw. schwerbepackt zuerst hinauf zur Zufallhütte (2,265m), wo dankenswerterweise schon ein kleines Bier auf uns wartete. Dieses hatten wir uns nach ca. 30 Minuten Ski an- und abschnallen auch redlich verdient. Noch mehr verdient hatten wir uns dann das große Bier auf der Martellerhütte (2,640m), unserer Unterkunft für das Wochenende, die wir am späten Vormittag bei strahlend blauem Himmel erreichten. Der traumhafte Ausblick über die Zufallspitzen und die mächtige Königsspitze bis hinunter ins Vinschgau stimmte uns zuversichtlich.

Frisch gestärkt brachen wir nach dem Mittagessen geschlossen zur Cima Marmotta auf. Die Schneebedingungen waren ausgezeichnet und wir erreichten den Gipfel ohne größere Schwierigkeiten. Bei einer langen Gipfelrast mit traumhaftem Ausblick auf die Dolomiten und das Ortlergebiet bis hin zu den hinteren Ötztaler Alpen besprachen wir die Routenwahl auf den Cevedale, dessen Ostseite sich direkt vor uns aufbaute. Die Abfahrt zurück zur Martellerhütte durch Pulver weiter oben und Firn weiter unten war für alle ein Genuss.

Dort angekommen wurde die Tour beim Essen und gutem Südtiroler Wein ausgiebig nachbesprochen. Lieder von STS, über Seiler und Speer, bis hin zu Florian Pedarnig wurden von uns ebenso wie die Erkenntnis, dass überall auf der Welt die Sonne scheint (Prost!), mehrstimmig unter Gitarren- und Ziehharmonikabegleitung zum Besten gegeben. Zum Glück (?) war die Nacht trotz Zeitumstellung aufgrund der strikt pünktlich durchgeführten Hüttenruhe lang genug, sodass alle halbwegs erholt in den nächsten Tag gehen konnten.

Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Zwetschgen und brachen Richtung Cevedale auf. Wir hatten schon am Vortag beschlossen, den Gipfel über den Zufallferner zu probieren, da am Fürkeleferner an den steilen Stellen schon Blankeis zu sehen war. Der Zustieg über den Zufallferner ist zwar etwas länger, allerdings mit ständigem Blick auf die Königsspitze landschaftlich fast lohnender. Vorbei an den drei Kanonen, eindrucksvolle Relikte aus dem ersten Weltkrieg, gewannen wir langsam an Höhe und auch das Wetter schien zu halten, wenn auch immer wieder kleine Nebelfelder um den Gipfel zogen. Im Aufstieg zum Gipfelgrat deponierten wir die Skier und stiegen die letzten Meter mit Steigeisen zum Gipfel auf.

Die anschließende Abfahrt vorbei an der Casatihütte über den Langenferner und durch das Plimatal Richtung Zufallhütte war ein Traum. Oben am Zufallferner zwar noch etwas windverblasen, wurde der Schnee immer besser und wir erwischten sogar noch unverspurten Pulver. Weiter unten ging uns der Schnee fast aus und wir mussten die Ski stellenweise tragen. Das Tourenwochenende klang bei einem gemütlichen Bier auf der Zufallhütte aus. Auf der Heimfahrt schafften es diesmal alle zum Treffpunkt in Mals, wo wir uns bei über 20 Grad noch ein Eis gönnten. Dieses super Tourenwochenende wird uns allen wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

Franz Holzknecht

 
 
 

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