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Eiskletterkurs Gasteinertal, 03.-05.02.2012 (Eiskletterkurs Gasteinertal)

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Eiskletterkurs Gasteinertal, 03.-05.02.2012

 

Wir treffen uns in Gastein um 10h Materialvergabe auf dem Parkplatz vor dem Quartier: jeder von uns 10 Teilnehmern (immerhin 4 Frauen dabei) bewaffnet sich mit Pickeln und Steigeisen Achtung: Klettergurt ZUERST anziehen, dann erst die Steigeisen ... Dann steigen wir hinauf zum Froschmaul, dem ersten Übungsgebiet, nur 15 Minuten vom Haus entfernt. Unsere Guides Norbert Neumayr, Markus Mitterer und Georg Loibnegger legen uns Topropeseile und schon gehts los: Steigen, steigen Pickel, Pickel wir versuchen, uns die steilen Eiswände hinaufzuarbeiten. Auch wenn einmal das Eisen nicht hält oder der Pickel abrutscht im Toprope ist das nicht so schlimm und macht trotzdem Spaß. Sepp Inhöger, der Gasteiner Bergführer, der alle Geheimnisse kennt, kommt nun auch dazu und nimmt gleich einmal zwei Teilnehmer der Gruppe mit auf den nächsten Eisfall bei so vielen Kletterern ist nämlich die Luft ganz schön eishältig (beim Klettern fallen immer kleinere und größere, manchmal richtig große, Eisbrocken zwischen und auf die unten Stehenden). Bis zum Abend gehts dann schon ganz gut und wir stärken uns bei der guten Andrea, die auf ihrem Holzofen immer das beste Essen zaubert. Danach erzählt uns Norbert einiges über die Theorie des Eiskletterns Eisqualitäten, Sicherheitstipps, worauf ist zu achten.

In der Nacht wirds noch kälter, morgens springt dann schon einmal das Auto nicht an macht nix, wir fahren mit einem der anderen nach Gastein zu Sepps fantastischem Eisgarten City-Eis, der mitten im Ort und doch mitten im Wald viele unterschiedlich lange und schwere Seillängen zum Klettern und Üben bietet. Da zapft´s in allen Größen, von kleinem, blumenkohligem Eis mit Minizapfen, die unter dem Steigeisen davonsplittern, bis zu großen, einzeln bekletterbaren Zapfen für die Mutigen. Zum Glück findet sich dazwischen auch eine Seillänge mit kompaktem, gut kletterbarem Eis, das für mich in dieser Steilheit schwer genug ist. So findet jede/r von uns Teilnehmern genug Herausforderung und Spaß, und zwischendurch gehen wir ganz gerne zum Aufwärmen hinauf in den Bioladen auf einen Tee. Danach wirds ernst für diejenigen von uns, die den Vorstieg probieren wollen die ersten Eisschrauben setzen (noch toprope gesichert) und sich dann an den schon gesetzten Eisschrauben in den ersten Vorstieg wagen. Wir anderen erhalten Einführungen in den Standplatzbau und ins Setzen von Apalakow-Schlingen, die man als Sicherung speziell zum Abseilen im Eis anbringen kann.

Abends gibt es dann interessante Filme von Sepp zum Thema Eisschrauben und wie gut sie halten eine wichtige Vorbereitung für den nächsten Tag, denn da wollen wir uns an die Merhseillängen wagen. Dank der gezeigten Filme habe ich keinerlei Vorbehalte, mich einem Eisschraubenstand oder einer Apalakow-Schlinge anzuvertrauen.

Der nächste Tag zeigt sich mit minus 18Grad wieder so kalt wie die ersten beiden, doch bald kommt die Sonne heraus und wir machen uns nach einem kurzen Frühstück schnellstmöglich auf den Weg, um uns die Eisfälle zu sichern, die wir heute begehen wollen: Ein fünfter Guide, Bernhard Hilpoldt, ist extra angereist, damit wir mit jeweils zwei Nachsteigern die Mehrseillängen gehen können. So wagen wir uns mit zwei Dreierteams auf den Glaspalast und das Spiegelkabinett, und das fünfte Team nimmt den Remember in Angriff.

Dank der guten Trainingstage kommen wir bei unseren Vorhaben gut voran und haben viel Spaß im sonnenbeschienenen Eis hinaufzusteigen. Der Blick hinunter übers steile gefrorene Eis ins Tal ist ebenso beeindruckend, wie der hinauf auf die Zapfen, Eisflächen und Stufen über uns sofort suche ich die beste Route, frage mich:Wo kann ich gut steigen, wo den Pickel setzen?. Ein besonderer Moment ist es immer, über eine Kante vom Steileren ins Flachere zu steigen, wenn ich die zwei Front-Zacken meines Steigeisens auf einem winzigen Eisvorsprung stehen sehe und weiß, die müssen jetzt mein ganzes Gewicht tragen, aber - wie Norbert immer in beruhigendem Ton sagt: Die halten schon, die Eisen

Spannende Abstiege durchs Gelände aber wieder, wo nötig, gut gesichert von unseren Guides führen uns wieder ins Tal, und bei Andrea treffen wir uns alle gut gelaunt auf Kaffee und Kuchen. Jeder von uns ist stolz, dieses Abenteuer gemeistert zu haben.

Vielen Dank an dich Norbert für die hervorragende Organisation, die ruhige und umsichtige Führung, das Eingehen auf alle Wünsche .....Vielen Dank an die andern Guides, Sepp (der ein Bild unseres letztjährigen Eiskletterkurses sogar im neuen Salzburger Eiskletterführer abgebildet hat), Markus, Georg und Berni ihr habt uns ein besonderes Wochenende ermöglicht, wir haben viel von euch gelernt! Danke für den persönlichen Einsatz, den jeder von euch geleistet hat, um uns ein Maximum an Sicherheit und Klettermöglichkeit zu bieten.

Beate

 

 

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