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Klettertage Grazer Bergland, 10. - 12. Juli 2009 (Klettertage Grazer Bergland, 10. - 12. Juli 2009)

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Klettertage Grazer Bergland, 10. - 12. Juli 2009

Bericht von Beate Holzleitner 

Kletterhalle statt Klettergarten
Am Freitag zeigte sich nach einem hoffnungsvollen Aufbruch von Tulln die Luft auch jenseits des Semmerings noch ziemlich feucht und so landeten wir in der Grazer Kletterhalle, statt wie geplant im Klettergarten. Zum gegenseitigen Kennen lernen und Ausprobieren der Klettertechniken war das ein guter Einstieg.

Unser Basislager - der Frankenhof
Am späten Nachmittag bezogen wir unser wunderschönes Quartier am Frankenhof, gelegen auf einer almartigen Hochfläche, umgeben von Wald mit Blick auf das beeindruckende Felsband der Roten Wand, die wir in den nächsten Tagen erklettern wollten. Bestens gestärkt vom guten Essen trafen wir uns zu einem abendlichen Film vom Alpenverein über das Klettern, der viele nützliche Hinweise enthielt.

Ein bunt gemischter Haufen
Wir, das waren zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer altersmäßig zwischen 13 und 50, auch von Erfahrung und Können her bunt gemischt, von totalen Anfängern bis zum guten Kletterer. Keine leichte Aufgabe also für unsere fünf Führer Michael, Norbert, Alfred, Andreas und Herbert vom Tullner Alpenverein. Die beiden frischgebackenen Übungsleiter Georg und Oliver wurden zwar noch nicht als Führer eingesetzt, zeigten uns aber mit ihren unbekümmerten Touren im 7. Schwierigkeitsgrad in den nächsten Tagen, was alles möglich ist.

Grazer Bergland-Klassiker mit bester Betreuung
Dank der hervorragenden Organisation und der geduldigen, strukturierten Anweisungen unserer Tourenführer, fühlten wir uns alle auch in den folgenden Tagen immer bestens betreut und erlernten die Techniken des Mehrseillängenkletterns sowie des Sicherns und Abseilens mit beeindruckender Leichtigkeit. In fünf Dreier-Seilschaften und einer Zweier-Seilschaft von Oliver und Georg erkletterten wir in den nächsten beiden Tagen bei wunderbarem Sonnenschein Hühnerleiter, El Dorado, Jägersteig, Elk Meadows, Elfengarten, Waschrumpel und Teile der Serengeti und schafften dabei insgesamt an die 3000 gekletterte Höhenmeter.

Für jeden die passende Tour
Am Vorabend wurden jeweils Karte und Führer studiert und die dem Anspruch jeder Seilschaft passende Route ausgewählt. Jede Tour hatte zwischen sieben und zehn Seillängen, wobei die besonders Begeisterten am Samstagnachmittag noch zwei Seillängen im Klettergarten oder in anderen Routen anhängten. Geklettert wurde vom 3. bis zum 6. Schwierigkeitsgrad, wobei auch die Kletteranfänger bereits 5- Stellen hervorragend meisterten.

Begegnung mit dem Erstbegeher
Im Elfengarten traf eine Seilschaft auf den Erstbegeher, der sie ohne Seil überholte und dabei war, seine Route von Gras und losen Steinen zu befreien. Er freute sich, dass wir seine Route genossen und zeigte uns noch eine interessante Variante für eine Seillänge. Auch in anderen Touren konnten wir Leute beim Ausputzen beobachten. Die Routen sind generell gut abgesichert.

Hilfe für eine fremde Seilschaft
Am Sonntag hatte unser Tourenführer Alfred die Gelegenheit, zu zeigen, dass er am richtigen Ort zur richtigen Zeit sein kann. Wir alle hörten den Steinschlag. Alfred selbst Arzt kam in der zweiten Seillänge der Hühnerleiter gerade zurecht, um einem Kletterer einer fremden Seilschaft mit einer Kopfverletzung Erste Hilfe zu leisten. Ein großer Griff hatte sich gelöst und er war ohne Helm geklettert. Die bereits gerufene Bergrettung hatte den beiden Kletterern geraten, sich irgendwie zum Parkplatz durchzuschlagen (vom Einstieg der Route noch zirka 40 Minuten Abstieg). So war es sicher sehr hilfreich, dass Alfred sie versorgen und bis zum Einstieg ablassen konnte. Für uns alle war das wieder die Bestätigung: Im Freien nie ohne Helm zur Wand.

Gute Stimmung und einmalige Klettererlebnisse
Da alle Teilnehmer unserer Gruppe immer wieder gesund zurückkamen, blieb uns die freundliche, friedliche Stimmung und die gute Laune das ganze Wochenende erhalten, Geschichten wurden erzählt und Erlebnisse geteilt.

Das Betreuerteam zeigte einen enormen Einsatz und ermöglichte uns mit viel Geduld, Wissen und Können einmalige Klettererlebnisse. Michael organisierte den Kurs hervorragend und sorgte für einen völlig reibungslosen Ablauf, dazu brachte er uns mit seinen abendlichen Vorträgen (am Samstag auch noch über den Standplatzbau) viel theoretisches Wissen näher. Vielen Dank für alles.

Highlight vermittelte viel Selbstvertrauen
Für mich persönlich war dieses Wochenende ein Highlight des heurigen Jahres. Ich war zum zweiten Mal dabei und durfte auch meine beiden Kinder mitbringen. Vielen Dank an Andreas, den Tourenführer meiner beiden Kinder. Du hast es geschafft, ihnen die Freude am Klettern zu vermitteln und hast ihnen an diesem Wochenende viel Selbstvertrauen gegeben.

Eindrücke und Gedanken
Und ich selbst - in der Felswand zu hängen, den Wind um die Nase, das Gras zu riechen, über mir schreit ein Falke. Und schau, da drüben ein Steinbock! Müde zu sein der Zeh tut weh, komm ich da rauf? Rainer, wo soll ich hinsteigen wie geht das? Was mach ich eigentlich hier? Herbert fragt: Geht`s eh? JA, es geht und rauf, rauf, nächster Tritt. Rainer Seil ein, ah da ist ja ein Henkel, so gehts super, puh ist das schwer, uff geschafft. Freude, schnell die Sicherung rein, ein Blick hinunter oder lieber doch nicht. Wo gehts weiter, wie weit noch?

Es ist ein tolles Gefühl, in der Wand zu hängen und sich zu spüren, dem Fels zu vertrauen und den beiden Kameraden, mit denen ich gehe danke euch beiden, Herbert und Rainer, für diese wunderbaren Erlebnisse.

Beate 

Auch Rainer hat seine Eindrücke niedergeschrieben. Sie sind hier nachzulesen.

Zu den Fotos von den Klettertagen im Grazer Bergland. 

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