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Schitourentage - Schladminger Tauern, 27.2. - 1.3.2009 (Schitourentage - Schladminger Tauern, 27.2. - 1.3.2009)

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Schitourentage - Schladminger Tauern, 27.2. - 1.3.2009

In fünf Gruppen konnte auf die verschiedensten Interessen der 25 TeilnehmerInnen optimal eingegangen werden. EinsteigerInnen kamen genauso auf ihre Rechnung wie schon ambitionierte TeilnehmerInnen. Neben schönen Touren auf Gstoder, Tockneralm, Preber und Greim, wurden auch Schneeprofile gegraben, die LVS-Suche und Kameradenrettung geübt (Dummys ausgegraben), die Stop or Go-Methode angewendet und natürlich auch die Grundlagen nicht vergessen. Die abendlichen Theorieblöcke wurden von Theo Fritsche mit Bildern eines Nepaltrekkings ergänzt, und Frank Mayer verwöhnte uns wieder mit einer Weinkost. Ilse Dobrovsky schildert ihre Erfahrungen auf den ersten Schitouren: 

Erfahrungen eines nahezu völlig ahnungslosen Schitourengeher-Neulings

Ja, wo beginne ich im Nachhinein? Wenn ich gerade jetzt in mein Innerstes sehe oder horche, so sind mir zwei Bilder ganz besonders gegenwärtig.

Das eine ist eine wunderschöne tief verschneite Winterlandschaft (1. Tour) am Gstoder bei Schneefall, das andere ist das Erblicken des Gipfelkreuzes auf der Tockneralm (2. Tour) nach einem hart erkämpften Aufstieg bei gutem Wetter: Ich war einfach überwältigt. Wie gesagt: Tourengeher-Neuling sieht sein erstes hohes Gipfelkreuz. Lange habe ich davon schon geträumt man muss eben hart arbeiten um seine Träume wahr werden zu lassen.

So, aber nun schön der Reihe nach. Unter welchen Kriterien findet man seinen idealen Führer, sprich Lehrmeister? Das war die erste Entscheidung, die es galt zu treffen.

Damenrunde auf Spitzkehren-Lehrpfad
Norbert kam da am nächsten. Flux war eine Damenrunde zusammen: Renate, Susi, Sissi und ich. Norbert und sein Harem waren gestellt, es konnte beginnen. Los gings am Gstoder und so spurten wir im Gänsemarsch (im wahrsten Sinne des Wortes unter Gelächter und Getratsche) hinter Norbert einher. Vorerst noch locker, aber bald stellten sich die ersten Hindernisse in Form von Schuhe-Drücken, Schwitzen, Durst, Hunger und vor allem nicht effizienter Spitzkehren ein.

Norbert, ein Meister seines Faches, zeigte uns wie locker eine Spitzkehre geht und wie elegant man auch noch dabei aussehen kann. Aber in der Ausführung unsererseits lag die Tücke. Von Eleganz und Lockerheit keine Spur. Gegrammel in den Hüftgelenken, Schweiß auf der Stirne, Anstrengung im Gesicht und Gelächter derer, die gerade nicht am Vorzeigen waren. "Es war einfach herrlich!"

Hinunterschweben wie in flaumigen Federn
Oben angekommen mit stolz geschwellter Brust führte von nun an der Weg nur mehr bergab. Wie sich für mich herausstellte, hatte mein Schifahren mit Können nichts zu tun. Zu tief war der Schnee, zu eng standen die Bäume beisammen und zu unglatt war das Gelände aber der Schnee war weich wie eine Tuchent. Gut gings nix is gschehn.  "Es war einfach herrlich!"

Die Pieps-Suche und viele Fragen
Der Körper war schon gefordert, also musste auch der Geist etwas tun. So wurde uns anhand von Übungen das Pieps und sein Einsatz erläutert. Fragen über Fragen Norbert blieb geduldig. Danke!

Erfüllung auf der Tockneralm
Über das Friday-Night-Fever kann ich nicht viel berichten. Mein Bett übrigens in einem sehr netten Quartier/Appartement im Gasthof Jagawirt  war mir lieber. Denn zeitig am nächsten Morgen rief wieder ein Berg. Und was für einer: Die Tockneralm der mir unbekannte Berg. Flott ging es voran, die Spitzkehren gingen etwas lockerer vom Fuß nützliche Informationen von Norbert über Verhalten bei Lawinen, Müdigkeit, Hunger, Durst, Rucksack-Reisegepäck und Kleidung säumten unseren Weg nach oben. Die Luft wurde dünner, unsere Geschwindigkeit noch langsamer und die letzten Höhenmeter wurden zum Kilometer. Aber zum Trotz ich wollte wissen, wie es da oben aussah! Es sah sooo schön aus siehe oben.

Ich glaube, ich spreche auch im Sinne meiner Mitgeherinnen. Hundemüde, aber unglaublich erfüllt, gings von nun an wieder bergab. Sensationell. "Es war einfach herrlich!"

Kitschig schön aber hart erkämpft
Aber nicht genug der Schitouren. Ein fast noch schönerer Berg (alles aus meiner Sicht gesehen), der Greim, war am dritten Tag angesagt. Prachtwetter um nicht zu sagen kitschig schön, war es. Von der Baumgrenze bis zum Gipfelkreuz schlängelte sich der Weg. Die Müdigkeit vom Vortag war nicht zu übersehen. Mit jedem Höhenmeter wurden der Rucksack und die Füße schwerer. Dem Rucksack erbarmte sich auf den letzten Höhenmetern Norbert und mit seiner Geduld mit mir immer langsamer werdendem Wesen schaffte ich es dann doch noch. Ein wunderschönes Gipfelkreuz (mit einem schön geschnitzten Herrgott) und eine traumhafte Rundumsicht waren der Lohn.

Einfach berührend - ein Gipfellied
Die Berg-Heil-Wünsche der Gruppe Pauli und ein Lied vorgetragen von Karl, Pauli und Sissi berührten mich sehr. Die Abfahrt ging für mich weit besser als an den Vortagen und führte direkt zur Greim-Hütte, wo wir mit einer kurzen Einkehr (Gott wie gut kann ein Radler sein) die Schitourentage ausklingen haben lassen.

Summa summarum waren es für mich drei wunderschöne Tage. Meiner Gruppe inkl. Norbert, meinen lieben Zimmer-Mitbewohnerinnen Michaela und Christine und allen anderen sage ich Danke und wenn es die Gesundheit erlaubt komme ich nächstes Jahr wieder mit (dieses ist eine Drohung!!!!). "Es war einfach herrlich!"

Ilse Dobrovsky

Die Schilderung der Erlebnisse der anderen vier Gruppen würde den Rahmen sprengen und die Verkostung von Frank Mayers Spitzenweinen ist sowieso unbeschreiblich. Wer mehr wissen will, macht am besten bei den Schitourentagen 2010 selbst mit.

Zu den Fotos von den Schitourentagen.

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