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unbekannter Hochschwab, 25. - 26.10.2008 (unbekannter Hochschwab, 25. - 26.10.2008)

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unbekannter Hochschwab, 25. - 26.10.2008

Bericht: Rudi Plenk

 

Bei Nebel und Sonnenschein, auf einsamen Pfaden, den Hochschwab von einer unbekannten Seite kennen lernen.


Der späte Termin im Oktober (nach der Jagdsperre bis 15.10.) erforderte wegen der kurzen Tage eine zeitige Abfahrt aus Tulln. Neben diesem Umstand und durch Absagen aus verschiedenen persönlichen Gründen war die Anzahl der unentwegten Frühaufsteher klein (2 x Brigitte, 2 x Christian, Elfi, Margit, Rudi; also eine Jugendgruppe zwischen 44 und 69 (!) Jahren) , die um 5 Uhr  Richtung Hinterwildalpen losfuhren.


Nebel als ständiger Begleiter
Nach dem unbedingt notwendigen Morgenkaffee in einer Raststation und dem Abstellen eines Autos bei Wildalpen, brachen wir etwa um 8 Uhr von Hinterwildalpen in Richtung Eisenerzer Höhe auf. Der Nebel war unser ständiger Begleiter. So auch noch bei der Brücke über die Schlucht beim Jungfernsprung. Erst unmittelbar vor der Eisenerzer Höhe (ca. 1550 m) erreichten uns die ersten Sonnenstrahlen, sodass die Rast eher gemütlich begann, bis dann der Nebel wieder die Oberhand behielt.

 

Säumerweg und Jagdsteig
Über den breiten Römerweg (eigentlich ein Säumerweg aus dem Mittelalter) erreichten wir absteigend zunächst die Alm Erzboden und danach den interessanten Wegteil beim Wagnerloch, einen in eine steile Felswand gehauenen Saumpfad, welcher im Winter völlig unpassierbar wird. Der unmittelbar danach abzweigende Jagdsteig war, bedingt durch den Nebel, noch schwieriger zu finden als sonst. Dieser führte uns, einigermaßen mühsam, auf ca. 1100 m ins Fobistal (wir ersparten uns so den Abstieg zur Seeau und den unteren Teil des Aufstiegs im Fobistal (ca. 550 Hm). Auf dem Weg zur Fobisalm und weiter über den Süd- bzw. Westhang des Brandsteins setzte sich dann immer mehr die Sonne durch. Trotzdem war es notwendig, sich bei den Rastpausen eine windgeschützte Stelle zu suchen. Der kalte Wind war es auch, der die Gipfelrast am Brandstein kurz hielt, obwohl dort bereits 1700 Höhenmeter im Aufstieg erreicht waren.

Lichtblicke nach 2000 Höhenmetern
Der Abstieg in der Sonne zum Fobistörl war für alle noch recht genussreich. Der weitere Weg über die Androthalm bis zur Sonnschienhütte mit mehreren An- und Abstiegen zehrte jedoch bei allen an den Kräften (weitere 300 Hm im Aufstieg; in Summe also etwas über 2000 Hm an diesem Tag), sodass der Anblick der Lichter der Sonnschienhütte sehr erleichternd wurde.


Sonne vor der Sonnschienhütte
Der nächste Morgen bot strahlenden Sonnenschein, da die Nebelobergrenze bereits bei etwa 1000 Meter lag. So stand es außer Diskussion, dass, sozusagen außer Programm, auch noch der Ebenstein mitgenommen werden konnte. Der Weg führte zunächst in die Richtung Schafhalssattel. Nach etwa einer halben Stunde erreichten wir die Abzweigung zum Gipfel. Ab dieser sorgte wieder der Wind dafür, dass nicht zuviel Schweiß floss. Am Gipfel war jedenfalls einiges Geschick im Auffinden windgeschützter Stellen für die Rast notwendig. Die Sicht aber überbot jene des Vortages noch bei weitem. So waren auch noch das Dachsteinmassiv auf der einen und der Schneeberg auf der anderen Seite über dem Nebelmeer klar zu sehen.


Falscher Wegweiser sorgte für Spannung bis zum Schluss
Windgeschützte sonnige Mulden verzögerten den Abstieg zum Schafhalssattel noch erheblich, da dort eine längere Rast nicht zu umgehen war. Auch die sonnige Lage des Jagdhauses vor dem Kreuzpfäder sorgte für eine weitere längere Unterbrechung, sodass beim letzten Teil des Abstieges eine Wegtafel mit Wildalpen 2 ½ Stunden noch für gehörigen Schreck sorgte, zumal es bereits dämmerte. Den Parkplatz unseres Autos erreichten wird, einigermaßen erleichtert, bereits nach zirka einer Stunde.


In einem gemütlichen Gasthaus im Salzatal klang das Wanderwochenende aus.


Rudi Plenk


Zu den Bildern von dieser Tour.

 
 
 

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