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47. Bergfahrt Mölltal 10.-13.09.20 (47. BERGFAHRT - Mölltal 10. - 13.09.20)

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47. Bergfahrt Mölltal 10.-13.09.20

Der Unterkunftsort und Ausgangspunkt unserer Bergtouren im Mölltal war Flattach, eine Gemeinde mit 1211 Einwohnern im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten. Der Hauptort liegt im Mölltal auf 699 m Seehöhe. Das 98,7 km² große Gemeindegebiet wird nördlich von der Goldberggruppe und südlich von der Kreuzeckgruppe begrenzt.

Quartier bezogen wir im ****Hotel „Flattacher Hof“.

Donnerstag, 10.09.

Abfahrt um 6 Uhr  bei angenehmer Temperatur und leicht bewölktem Himmel am Parkplatz an der Bahnhofstraße.

Fahrtroute: Windischgarsten – Liezen – Ennstal – Tauernautobahn (Kaffeepause nach Katschbergtunnel mit Rosinenkipferl) – Seeboden -Kolbnitz -Auffahrt mit nostalgischer Panoramabahn Kreuzeck (Schrägaufzug) bis zum Speichersee Roßwiese (1.200m).

Gruppe 1 (alle Teilnehmer) wanderte zuerst am Rundwanderweg Nr. 5 zur Mernikalm (1.474 m) und dann weiter zur Mösernhütte (1.777 m). Der Steig führte nun steiler ansteigend über den markanten Rücken erst durch lichten Wald und danach über freies Gelände auf die Koppen. Bald erreichten dann alle über den Grat den Gipfel des Kleinen Salzkogel (2.222 m). Leider war durch Hochnebel und Wolken die Fernsicht nicht optimal.

Der Abstieg führte zurück zur Koppen und weiter über den Roßebensattel zur Mühldorfer Alm (Klinghütte - 1.504 m), wo die Speicher wieder aufgefüllt werden konnten.  Leider endete für unsere Schriftführerin Silvia Degelsegger dieser Weg unglücklich. Sie rutschte aus, brach sich dabei ein Wadenbein und musste mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus nach Spittal a. d. Drau geflogen werden.

Nach der Rast vor der Klinghütte gings zurück zur Mernikalm und zur Bergstation Roßwiese.

Gesamtgehzeit: Ca. 5 Std., Auf- u. Abstieg je ca. 1.070 hm

17:00 Talfahrt von Roßwiese mit Standseilbahn und Weiterfahrt mit Bus über Obervellach nach Flattach ins Hotel, wo wir um ca. 17:30 Uhr ankamen.

 
 
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Freitag 11.09.

„Benebelt“, aber trocken war das Wetter an diesem Morgen. Da die Prognosen freundlich waren, entschieden wir uns den Ankogel in Angriff zu nehmen. Mit dem Bus fuhren wir nach Mallnitz bis Stappitz im Seebachtal und mit der Ankogelbahn (2 Etappen) auf den Elschesattel (2.650 m). Dichter Nebel ließ uns vorerst zweifeln, den Aufstieg zu wagen. Auflockerung war aber vorausgesagt, sodass wir uns letztlich doch entschieden, wenigstens bis zum Kleinen Ankogel (3.096 m) aufzusteigen, den wir dann auch nach ca. 1 ¾ Std. bei einem Sonnenfenster erreichten. Einigen reichte dieser 3.000-er, der Großteil stieg aber in leichter Kletterei (1+) zum Ankogel auf.

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit waren unumgänglich. Obwohl der Ankogel mit seinen 3.252 m Höhe der Namensgeber für die gesamte Gebirgsgruppe ist, ist er nicht der Höchste, den das ist die Hochalmspitze (3.360 m).

Am Gipfel war der Nebel leider wieder vorherrschend, doch dies tat der Freude über den Gipfelsieg (für 2 Teilnehmer der 1. Dreitausender) keinen Abbruch.

Abstieg wie Aufstieg. Nachdem nach wie vor Nebel unser Begleiter war, entschlossen wir uns, nicht im Hannoverhaus (2.565 m) knapp unter der Bergstation stopp zu machen, sondern gleich mit der Seilbahn ins Tal zu fahren. Die anschließende Einkehr bei der Raineralm neben der Talstation war ein Glücksgriff.

 
 
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Samstag 12.09.

Unser heutiges Ziel: Über Bretterich zur Makernigspitze.

Wetter: Sonnig, warm, teils Nebel und Wolken.

Direkt vorm Hotel holten 4 Kleinbusse des örtlichen Wandertaxis alle Teilnehmer ab und brachten sie in einer ca. ½-stündigen Auffahrt zum

Rollbahnparkplatz. Von dort wanderten wir auf dem „Rollbahnweg“, einem alten Erzbringungsweg, in ca. 1 Std. ziemlich eben durch Engstellen und Felstunnel in ständigem Wechsel einmal aufwärts und dann wieder abwärts immer entlang des Hanges hinauf zum Fraganter Schutzhaus (1.810 m), das in der Goldberggruppe gelegen ist und einen guten Ausgangspunkt für die Begehung der umliegenden Berge darstellt.

Gleich danach wanderten wir weiter und stiegen in steilem Anstieg zum Bretterich (2.312 m) auf. Nach dem Bretterichkreuz ging es weiter über felsige Steilstufen. Edelweiß wurden erspäht und natürlich fotografiert.

Über den Bretterich-Kamm ging’s teilweise ausgesetzt weiter. An manchen Stellen war größte Vorsicht geboten, denn kleine und größere Felsspalten säumten den Weg und immer wieder gab es imposante Tiefblicke auf der Nordseite.

Bald erreichten wir den Makernigsattel und alle nahmen auch noch den sehr steilen Gipfelanstieg in Angriff. Endlich war der Gipfel, die Makernigspitze (2.640 m) nach einer Gesamtgehzeit von ca. 3 ¼ Std. und knapp 1.000 hm geschafft. Herrliche Tiefblicke ins Asten- Strieden- und Schobertal waren der Lohn für die Mühen. Leider war die Fernsicht durch Nebelfetzen und Wolken getrübt.

Nach ausgiebiger Rast ging’s retour zum Makernigsattel und in steileren Serpentinen zum Schobertörl (2.340 m) und durchs liebliche grüne Schobertal wieder zum Fraganter Schutzhaus. Einige „rasante“ suchten knapp vorm Schutzhaus bei der Eggerhütte (1.900 m) noch eine „Tankstelle“ auf.

Nach einer ausgiebigen Stärkung machten sich 7 Teilnehmer auf den Retourweg wieder über die Rollbahn zum Parkplatz. Leider stand nur 1 Wandertaxibus zur Verfügung. Die restliche Schar „gewann“ einen nochmaligen Abstieg von ca. 750 hm Fußweg ins Tal nach Innerfragant, wo unser Bus bereits wartete.

Viele genossen vorm Hotel noch die letzten Sonnenstrahlen dieses erlebnisreichen Tages und freuten sich schon auf das stets ausgezeichnet schmeckende Abendmenü.

 
 
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Sonntag13.09.

Ein strahlend schöner Morgen. Programm Groppensteinschlucht verworfen.

Der Vorschlag, die Heimfahrt über die nahe gelegene Großglockner-Hochalpenstraße anzutreten, wurde sofort freudig angenommen. Wir wären aber keine Wandergruppe, würden wir nicht auch an diesem Tag aktiv werden. So fuhren wir mit dem Bus nur bis Heiligenblut und dann mit der Gondelbahn auf das Schareck, d. h. nicht ganz, denn die letzten Meter hinauf zum Gipfel auf 2.600 m mussten zu Fuß beschritten werden. Es war ein leicht gemachter Gipfelsieg mit einem atemberaubenden Rundumblick auf den Großglockner und bis zu 40 weitere 3.000er der Hohen Tauern.

Am grandiosen Rundweg „Geotrail Tauernfenster“ wanderten wir dann direkt am Alpenhauptkamm, in ca. 2.500 m Seehöhe, ohne größere Auf- und Abstiege mit traumhafter Fern- und Nahsicht in Richtung Norden. Eine Fleißaufgabe war noch die Überquerung des Hochtors (2.576 m). Vom Rundweg abzweigend stiegen wir letztlich zum Nordportal des Hochtortunnels (2.506 m) ab und wieder in unseren bereits wartenden Bus ein.

Nach dem Mittagessen im Hotel Römerhof in Fusch führte die Fahrt über Bruck a.d. Glocknerstr. – St. Johann - Wagrain – Altenmarkt – Ennstal wieder zurück nach Windischgarsten.

Äußerst sicher und angenehm lenkte auch heuer Robert Rettenbacher den Bus und wir kamen bereits um ca. 18 Uhr von diesen eindrucksvollen, fröhlichen, aber leider nicht unfallfreien Tagen aus dem Mölltal im Randbereich des Nationalparks Hohe Tauern zurück.

Eugen Schmid

 
 
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