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Hochtour Ötztaler Alpen (Hochtour Ötztaler Alpen)

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Hochtour Ötztaler Alpen

Am Freitag, 24. Juli ist es soweit!

Endlich wieder mal Schnee und Gletscher in Sicht.

Wenn auch mit geringerer Anzahl an Teilnehmern und einem Gebietswechsel – hervorgerufen durch die Corona Epidemie – geht‘s in die Ötztaler Alpen. Ursprünglich war das Wiesbachhorn geplant, aufgrund der Pandemie bleibt leider das etwas veraltete Heinrich-Schwaiger-Haus heuer geschlossen.

Am Freitag um 10.00 machen wir uns auf den Weg nach Vent im Ötztal und erreichen nach 2 gemütlichen Marschstunden die Martin-Busch-Hütte. Bei der Hütte angelangt beginnt ein ordentliches Gewitter. Überaschenderweise ist der Hüttenbetrieb, bis auf die erlaubte, halbierte Anzahl der Nächtiger, kaum eingeschränkt.

Wir hoffen auf trockenes Wetter am Morgen, da es Richtung Similaun (3.606 m) gehen soll.

Samstag 25. Juli

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht’s um 7.00 mit etwas Nieseln über den Marzellkamm in Richtung Similaungletscher.

Der Wetterbericht verspricht besseres Wetter, somit sind trotz leichtem Regen alle Top motiviert. Nach ca. 2. Std erreichen wir den Gletscher und teilen uns in 3 Seilschaften auf. Da lauter gletschererfahrene Leute dabei sind gibt es keinerlei Probleme.

Der Neuschnee der letzten Tage ist aufgrund der warmen Temperaturen ordentlich durchweicht.  Ohne Schwierigkeiten erreichen wir den Gipfelgrat, den wir seilfrei, aber mit Steigeisen emporklettern.

Der Gegenverkehr ist enorm.  Nach ca. 4.5 Std stehen wir am Similaungipfel – neben der Wildspitze ist er der begehrteste Klapf in den Ötztalern.  Wie erwartet hat sich das Wetter gebessert und wir steigen bei guter Fernsicht Richtung Similaunhütte ab.

Am frühen Nachmittag erreichen wir die perfekt gelegene Similaunhütte (3.019 m) auf Südtiroler Boden. Wir verbringen einige nette Stunden im Wintergarten mit Traum Panorama Richtung Ortler und lassen uns kulinarisch verwöhnen. Am späten NM geht’s wieder zurück in Richtung Martin Buschhütte.

Aufgrund des erfolgreichen Gipfelgangs wird etwas länger gefeiert. 

 
 
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Sonntag, 26. Juli

Wir starten um 6.30 Uhr, wie soll‘s anders sein wieder mit etwas Nebelreißen, das in leichten Regen übergeht, in Richtung Finailspitze. Nach 2 Std Anstieg erreichen wir die Fundstelle des Eismannes „Ötzi“, der im Sep. 1991 hier durch Ausaperung entdeckt wurde. Das Wetter verschlechtert sich – Schneeregen und Graupel setzt ein – kaum Sicht. Trotz des positiven Wetterberichtes sinkt die Motivation Richtung 0. 

In Anbetracht des Wetters lockt die Nahe Similaunhütte auch schon wieder ordentlich… Nach kurzer Abstimmung folgen wir dann doch den Steigspuren Richtung Finailspitze. Nach dem Motto „Umdrehen können wir immer noch“, geht’s im steileren Fels und Schuttgelände recht zügig bergan. Nach einer kurzen Gletscherpassage (die Klimaveränderung ist auch hier stark ersichtlich) geht’s zum Nordostgrat. Der Schneeregen hat aufgehört und die Wolken lichten sich leicht. Wir probieren‘ s und klettern im leichtem Fels (II) steil empor (Seile und Sicherungszeug sind natürlich dabei).

Es geht überraschend gut - trotz nassem Fels stehen wir nach 30 min. am Gipfel der Finailspitze ( 3.514m). Durch den starken Wind reißt es auf und in Kürze umringt uns der Alpenhauptkamm in seiner vollen Größe. Unser Durchhaltevermögen wurde total belohnt. Beim Abstieg ist der Grat fast völlig trocken und es geht in voller Fahrt über viele Schneefelder zurück nach Vent.

Die 60km mit dem Auto durchs Ötztal ziehen sich ordentlich, da der Österreichische Sommertourismus durch Covid-19 eine neue Dimension angenommen hat.

Bergheil, Ulrich

 
 
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