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Skitour Gr. Bäreneck-Lämmertörlkopf 08.03.20 (Skitour Gr. Bäreneck 08.03.20)

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Skitour Gr. Bäreneck-Lämmertörlkopf 08.03.20

Alles begann etwas unüblich mit handlosen Grüßen (Corona ließ grüßen!), einer Frauenquote von 50% (7/7) und unbefellt, mit einer Abfahrt. Nachdem wir die Bergstation der Riesneralm mit Liftunterstützung erreicht hatten, fuhren wir Richtung Mörsbachalm in flockig leichtem Pulverschnee einen Hang (oder Graben?) hinab, dem man aufgrund seiner Neigung bei weniger idealen Verhältnissen nicht begegnen möchte. Unten angekommen, folgten wir im frisch verschneiten Gelände einer gut angelegten Spur aufs Gr. Bärneck, wo wir eine kurze Rast einlegten. Vom Weltfrauentag merkte man hier oben nicht viel. (Einige der männlichen Teilnehmer konnten ihre Zunge nicht in Zaum halten und verhalfen – mit einem Augenzwinkern oder zwei – der „Me-Too“- Debatte zu neuerlicher Aktualität.) Wir Damen nahmen´s gelassen, denn nichts hätte uns den wunderbaren, sonnig-warmen Tag verderben können. Doch man soll den Tag bekanntlich nicht vor dem Abend loben!

Nachdem wir am Grat entlang noch das Kl. Bärneck (im Tourenführer auch als Silberkarspitz bezeichnet) bezwungen hatten, fuhren wir – heißa! – durch immer tiefer werdenden Pulver nach NW ab und erklommen, nach neuerlichem Anfellen, die Mößnascharte „von hinten“. Die „Hitze“ und die vorabendliche Jahreshauptversammlung setzte einigen etwas zu. Niemand hätte gedacht, dass „die paar“ Höhenmeter so viel Zeit in Anspruch nehmen können, und von Unsportlichkeit bezüglich Liftbenützung war keine Rede mehr. Um das Programm auch gewissenhaft zu erfüllen, bezwangen wir bei doch schon fortgeschrittener Zeit das eigentliche Tourenziel, den Lämmertörlkopf. Die Querung des vereisten Hanges machte das Anlegen der Harscheisen erforderlich. Und dann ging´s richtig los.

Der Schnee, in den wir uns im wahrsten Sinn stürzten, war „a wengal foisch“ (falsch), wie man früher angeblich sagte. Oder anders („politisch korrekt“): unzuverlässig und unberechenbar. Er wurde für zahlreiche Verschneider verantwortlich gemacht. Wäre jemand auf die Idee gekommen Sturzachterl einzufordern – wir hätten („sturzbetrunken“) die Heimreise nicht mehr antreten können. Ein Teilnehmer verband sich gar mit einer rutschenden Schneemasse, und auch wenn´s noch glimpflich ausging, bekam man einen Eindruck von der Gewalt der Natur, die einen nachdenklich und demütig stimmen kann.

Man legt nicht alle Tage eine ca. 1km beständig bergauf verlaufende Strecke skatend zurück. Die Verbindung zurück zur Riesneralm wäre bei leerem Tank eine Qual gewesen. Mehr als überfällig war davor die Einkehr in die Mörsbachhütte, wo wir uns hingebungsvoll unseren hungrigen Mägen widmeten.

Beim Verabschieden waren die Strapazen vergessen und für viele (v. a. jene, die sturzfrei davongekommen waren), war es gar eine der schönsten Touren – ever. Danke Franz!

 

i.V. Veronika Wlasaty

 
 
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