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46. Bergfahrt Slowenien/Julische Alpen 04.-08.09.19 (46. Bergfahrt Slowenien Julische Alpen 04.-08.09.19)

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46. Bergfahrt Slowenien/Julische Alpen 04.-08.09.19

Bovec, idyllisch, 434 m über dem Meer im oberen Soca Tal, im Landesinneren von Slowenien gelegen, war heuer unser zentraler Ort für Erkundungen im Nationalpark Triglav. Der ca. 3.200 Einwohner zählende Ort ist umgeben von den imposanten Gipfeln der Julischen Alpen und den smaragdgrünen Flüssen Soca und Koritnica und ist ein Paradies für Aktivurlauber und Naturliebhaber.

Quartier bezogen wir im ***Hotel „Boka“, ca. 4,5 km außerhalb von Bovec  im wunderschönen Soca-Tal.

Mittwoch, 04.09.

Abfahrt um 6 Uhr  bei kühler Temperatur und wolkenlosem Himmel am Parkplatz an der Bahnhofstraße.

Fahrtroute: Windischgarsten – Liezen – Ennstal – Tauernautobahn (Kaffeepause nach Katschbergtunnel mit Kuchen von Gerlinde und Rosinenkipferl) – Villach – Tarvis – Fusine Seen (Weißenfelser Seen).

Gruppe 1 stieg vom unteren Fusinesee (924 m) ca. 700 hm auf und zur Zacchihütte (1.380 m) hinab.

Die 2. Gruppe wanderte zuerst um die beiden Fusineseen und dann ebenfalls zur Zacchihütte (gesamt ca. 550 hm).

Nach guter Stärkung gemeinsamer Abstieg und Weiterfahrt über den Predilpass ins Koritnicatal - mit kurzem Stopp bei der Festung Flitscher-Klause und Blick in die Koritnica-Schlucht - nach Bovec im Soca-Tal.

Ankunft im Hotel ca. 18:15 Uhr.

 
 
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Donnerstag, 05.09.

An diesem herrlichen, lange wolkenlosen Spätsommertag fuhren wir alle gemeinsam mit der Canin-Bergbahn (4-er Gondeln) von Bovec bis auf 2.202 m empor (Fahrzeit ca. eine ½ Stunde).

Gruppe 1 (25 Teiln.): Von der Bergstation wanderten wir zu einer Wegteilung und immer weiter in westlicher Richtung. Wir passierten die erste Abzweigung zum Dom Petra Skalarja, querten das Kar unterhalb des Prestreljenik und bewunderten das berühmte Felsenfenster (Okno) hoch über uns. Über eine felsige Stufe, den Gratausläufer des Hudi Vršič, und an der zweiten Abzweigung zur Kaninhütte, 2360 m, vorbei gelangten wir in das nächste Kar, die Dolgi prodi. Schier endlos verlief unser Weg, knapp unterhalb der Felsen und ohne große Höhenunterschiede, nach Westen zum weit entfernten Gipfel. Nach der genussreichen Höhenwanderung über die Dolgi prodi (für 3 Personen das Ziel des Tages) kletterten wir über nicht ganz leichte, ausgesetzte Felsen hinauf in eine Scharte und auf eine Kuppe. Von dort gingen und kletterten wir weiter über den gut markierten Grat, am Drahtseil hinunter in die ausgesetzte Kaninscharte (Kaninska Škrbina), jenseits über steile Felsen ungesichert wieder hinauf, bis schließlich 22 Personen glücklich am 2.587 m hohen Grenzgipfel Visoki Canin zwischen Slowenien/Italien mit einer phänomenalen Aussicht belohnt wurden, die vom Dachstein bis zur Adria reichte.

Rückweg wie Aufstiegsweg. Der Großteil nahm im Vorbeigehen noch den Abstecher zum Prestreljenik-Fenster mit.

Gruppe 2 (4 Teiln.) wanderte im Bereich Prestreljenik, 2 davon u.a. auch zum dortigen Okno (Fenster) und über den leichten Klettersteig zurück.

Zufrieden trafen schließlich alle bei der Berghütte nahe der Bergstation auf eine Stärkung ein, bevor mit der Gondel wieder ins Tal gefahren wurde.

Hartwig Dietinger und Walter Kneidinger fuhren an diesem Tag mit ihren E-Bike durch’s herrliche Koritnica-Tal Richtung Predilpass und auf der Panoramastraße zum Mangartsattel hoch.

 
 
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Freitag 06.09.

Bei stark bewölktem, aber noch trockenem Wetter fuhren beide Gruppen mit dem Bus bis Kal-Koritnica (460 m). Dort begann für alle der Aufstieg auf das „Matterhorn Sloweniens”. Der anfangs recht breite und eher flache Weg wurde kontinuierlich schmaler und steiler, bis hin zu größeren Felsstufen und einzelnen leichten Klettereien auf den letzten 200 hm. Belohnt wurden 14 Teilnehmer nach knapp über 1.200 hm mit einem tollem Rundumblick am Gipfel des Svinjak (1.653 m). Dem Rest genügte nach ca. 800 hm ein schöner  Aussichtspunkt. Abstieg wie Aufstieg.

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus noch nach Kobarid, einem Ort im oberen Socatal, etwas unterhalb von Bovec, der vor allem als teilweiser Schauplatz und Namensgeber der Zwölften Isonzoschlacht von 1917 in Erinnerung ist, die in den meisten Sprachen „Schlacht von Caporetto“ genannt wird.

Einige machten einen Rundgang durchs Museum von Kobarid, wo eine Dauerausstellung erschütternde Bilder rund um die Soca Front während des 1. Weltkrieges zeigt. Die anderen inspizierten bei leider regnerischer Atmosphäre den sehr guten Kobarider Gastronomiekreis.

Nach dem Abendessen gaben Gitarristen aus den eigenen Reihen (Brenn-Leiss-Duo etc.) erste Probeneindrücke für den Abschlussabend am nächsten Tag.

 
 
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Samstag 07.09.

Überraschend blauer Himmel am Morgen ließ es zu, dass wir uns zu den Soca-Quellen wagen konnten. Wir fuhren mit dem Bus bis zum Fuße des Vrsic-Passes. Von dort wanderten wir gemeinsam zur Soca-Quelle, eine Natursehenswürdigkeit und eine der schönsten und saubersten Karst-Quellen in den Julischen Alpen, wo der smaragdgrüne Fluss Soča entspringt. Der Weg zur Quelle ist im oberen Bereich anspruchsvoll und mit Stahlseilen gesichert.

Danach ging der Weg am Steig zurück und kurz entlang der Vrsic-Passstraße aufwärts bis zum Denkmal von Dr. Julius Kugy, dem Erschließer der Julischen Alpen. Nach kurzer Rast mit Fotopunkt führte uns der Weg in ständigem Auf und Ab entlang der Soca durchs zauberhafte Trenta-Tal bis Trenta, wo im Dom Trenta noch bei Sonnenschein entsprechende Stärkung angesagt war. Dort trafen wir auch wieder Hartwig, der mit seinem E-Bike vom Hotel bis Trenta und wieder zurück fuhr.

Kurz darauf kam es aber schon nass vom Himmel und der Fortgang zu den Soca-Trögen- und Schluchten fiel buchstäblich ins Wasser. Der Bus brachte uns zurück ins Hotel.

Der Abschlussabend, für viele etwas später ausklingend, war wie gewohnt  sehr gemütlich. Bei fröhlicher Atmosphäre wurde  musiziert, gesungen und getanzt.

 
 
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Sonntag 08.09.

Trotz mieser Wetterprognose konnten wir nach dem Frühstück auf der Heimfahrt noch die am Vortag entfallene Wanderung entlang der Soca zu deren Schluchten nachholen. Es wäre uns etwas Eindruckvolles entgangen. Die wilden Tröge stellen eine der schönsten Natursehenswürdigkeiten am Fluss Soča und einen bedeutenden Naturwert des Nationalparks Triglav dar. Die geheimnisvollen smaragdfarbenen Gumpen sind mit der 750 m langen, nur ein paar Meter breiten und 15 m tiefen pedantisch geschliffenen Klamm verflochten.

Die Heimfahrt führte uns schließlich über den Vrsic-Pass – mit 50 Kehren eine Herausforderung für Robert, unseren Chauffeur - mit kurzem Zwischenstopp bei der Russischen Kapelle (zur Erinnerung an russische Kriegsgefangene, die im Ersten Weltkrieg im Zusammenhang mit dem Bau der Passstraße getötet wurden), über Kranjska Gora nach Planica. Nach Besichtigung des Nordischen Zentrums mit seinen 8 Sprunganlagen und dem zufälligen Antreffen der Österr. nordischen Kombinierer bei einem internationalen Sommerwettkampf führte die Fahrt mit Zwischenstopps auf den Autobahnraststätten „Dreiländereck“ und „Tauernalm“ über Villach – Altenmarkt – Ennstal wieder zurück nach Windischgarsten.

Äußerst sicher und angenehm lenkte Robert Rettenbacher den Bus und wir kamen etwas früher als sonst kurz nach 18 Uhr von diesen eindrucksvollen, fröhlichen und unfallfreien Tagen aus dem herrlichen Socatal zurück.

Eugen Schmid

 
 
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