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Bergfahrt Mallnitz - 25.-29. 08. 19 (ehemalige OG Vorderstoder) (Bergfahrt Mallnitz - 25. - 29.08.19 )

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Bergfahrt Mallnitz - 25.-29. 08. 19 (ehemalige OG Vorderstoder)

Mallnitz – Das kleine Bergdorf auf 1191 m Seehöhe mit knapp 790 Einwohnern und dank der Tauern­schleuse der kleinste Ort Österreichs mit einem deklarierten Intercity-Bahnhof, zudem Mitglied der „Alpine Pearls“ (Orte, die sich für umweltfreundliche Mobilität im Alpenraum einsetzen) und zu den „Bergsteigerdörfern“ des Österreichischen Alpenvereins gehörend. Ein Wanderparadies im Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern. Nach Bekanntgabe des Reiseziels war der Bus im Handumdre­hen ausgebucht. Ein paar nahmen sogar die Anreise im privaten Auto auf sich, um dabei sein zu kön­nen. So nahmen insgesamt 52 Personen und Beagle-Hündin Alice an der Bergfahrt teil.

Sonntag, 25. August 2019

Im Bus mit Jürgen Antensteiner am Steuer ging die Fahrt von Vorderstoder über Liezen und durchs Ennstal nach Radstadt. Direkt im Stadtzentrum gab es dort die erste kulinarische Stärkung im Gasthof Stegerbräu. Über die Tauernautobahn gelangten wir dann nach Kärnten, wo uns entgegen den Wet­terprognosen Nieselregen empfing. Das hielt uns aber nicht davon ab, in Kolbnitz mit der nostalgi­schen Panoramabahn Kreuzeck zur Rosswiese auf 1211 m zu fahren. Schon die Fahrt war ein Erlebnis für sich. Auf Wald- und Almwegen wanderten wir bergwärts, die einen bis zu Poldis Jausenstation auf der Mernik Alm (1474 m), die anderen zur Klinghütte auf der Mühldorfer Alm (1522 m). Kurz schütz­ten uns dort die Sonnenschirme noch vor dem Nieselregen. Dann lichteten sich die Wolken, die Sonne kam durch und es trocknete rasch auf. Wir vollendeten den Rundwanderweg und gelangten mit der Nostalgiestandseilbahn wieder ins Tal. Gegen 17:00 Uhr erreichten wir dann Mallnitz und unser Hotel Alber im Zentrum des Ortes.

Ein köstliches Galadinner im Hotel Alber sorgte für den Ausklang des Tages.

Montag, 26. August 2019

Während im Tal schon die Sonne durchkam, hüllten sich die Berggipfel noch in Wolken. Wir – 25 Wanderer und Alice – ließen uns vom Wanderbus ins Tauerntal bis kurz unterhalb der Jamnig Alm (1745 m) bringen. Von dort stiegen wir bergwärts vorbei am Tauernkreuz (2230 m) und am im Origi­nal wiedererrichteten Mallnitzer Tauernhaus, das heute als Säumermuseum dient, zur Hagener Hütte am Mallnitzer Tauern (2446 m). Dort war es kalt, windig und wir steckten im dichten Nebel. Also hinein in die gastliche Alpenvereinshütte! Der freundliche Wirt verwöhnte uns mit köstlichen Speisen und Getränken. Ein paar Verwegene kümmerten sich wenig um den Nebel und statteten dem Gipfel des Greilkopf (2581 m) einen Besuch ab. Sie wurden mit ein paar beeindruckenden Ausblicken be­lohnt. Der Wind trieb dann auch um die Hagener Hütte den Nebel auseinander und machte Platz für die Sonne und den Blick über die Tauerngipfel und hinunter nach Sportgastein. Dahin machten wir uns auch an den Abstieg. Am Rupertiweg durch das Eselkar und weiter durch einen unendlichen Hei­delbeerselbstbedienungsladen hinunter aufs Naßfeld und hinaus nach Sportgastein (1588 m). Mit dem Linienbus gelangten wir nach Böckstein und mit dem Autoverladezug zurück nach Mallnitz. – Die Gruppe „Heidi“ wanderte von der Talstation der Ankogelbahn durchs Seebachtal zur Schwussner Hütte (1275 m) und zurück, nutzten dann die Hochgebirgsbahn Ankogel für einen kurzen Besuch auf 2626 m und spazierten dann am Waldweg zurück zum Hotel in Mallnitz.

 
 
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Dienstag, 27. August 2019

Der Wetterbericht für heute schien optimal für die mit rund 6 ½ Stunden Gehzeit längste Tour dieser Bergfahrt. Also gleich mit der ersten Gondel der Ankogelbahn um 08:30 Uhr hinauf auf 2626 m. 26 ausdauernde Wanderer und Hündin Alice begaben sich von dort oben auf den Tauern Höhenweg, der in diesem Abschnitt auch Goslarer Weg heißt. Auf zumeist schmalem Steig, über karge Bergwiesen, Felsplatten, kleine Bächlein und kurze Schneefelder querten wir im leichten Auf und Ab südlich un­terhalb des Ankogels zum Kleinhap (2528 m). Zwischen dem grauen Gestein immer und überall blaue, gelbe und weiße Blütensterne. Über uns der Ankogel, unter uns das Seebachtal mit dem Stappitzer See, gegenüber die formschöne Pyramide des Maresenspitz und vor uns die „Tauernkönigin“, die Hochalmspitze. Eine kurze Seilversicherung erleichterte am Kleinhap die Que­rung des Felsbandes. Ein kleiner See auf 2510 m mit malerischen Schneeflecken darüber bot den idealen Hintergrund für ein paar Gruppenfotos, ehe wir zwischen Felsblöcken kurz Höhenmeter hin­auf zur Großelendscharte (2675 m) machten. Hier war eine Rast mit Stärkung aus dem Rucksack an­gesagt. Quasi als Augenschmaus dazu gab es den herrlichen Blick über ein weites Schneefeld und den eisblauen Pleßnitzsee hinaus zur Hafnergruppe. Anschließend noch ein paar Schritte bergauf und dann 100 Höhenmeter steil hinunter zum teils schneebedeckten Plateau des Pleßnitzsees. Dann die nächste Steilstufe hinunter auf den grünen, von mehreren Bächen durchzogenen Fallboden. Schon leuchtete das Dach der Osnabrücker Hütte zu uns herauf. Nach dem weiten Fallboden folgte das nächste steilere Wegstück, das vor allem denWegerhaltern einiges abverlangen dürfte. Wiese und Erde rutscht hier an vielen Stellen am glatten Fels darunter ab. Nur mühsam kann mit Klampfen und Holzbalken der Steig begehbar erhalten werden. Unbeeindruckt davon fällt rechts davon der Fallbach als tosender Wasserfall in die Tiefe. Entlang des Fallbachs erreichten wir dann auch die gastliche Osnabrücker Hütte (2022 m). Köstliche Speisen, kühle Getränke im Gastgarten mit Blick auf Großelendkees und Hochalmspitze. Grandios! Die Stärkung war auch notwendig, denn es wartete noch 7,5 km fast ebener Weg entlang des gesamten Speichersees der Kölnbreinsperre (Maltastausee) auf uns. Bewundernswert jene Wanderfreunde, die diesen Weg bereits Tal einwärts marschiert sind und nun mit uns wieder zurück mussten. Diejenigen, die sich diesen Marsch erspart hatten, bestaunten die mächtige Staumauer und Kraftwerksanlagen und wanderten ein Stück dem Stausee entlang. Beeindruckend war dann aber auch die Fahrt über die Malta Hochalmstraße tal­wärts. Und rechtzeitig zum Abendessen saßen wir alle wieder kultiviert an unseren Tischen im Hotel Alber in Mallnitz.

 
 
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28. August 2019

Wieder recht passables Bergwetter. Trotz der gestrigen langen Tour waren neuerlich 23 Personen voll motiviert für eine weitere Tour im Nationalpark Hohe Tauern. Von der Ankogelbahn ließen wir uns die ersten Höhenmeter bergwärts tragen. Von der Mittelstation (1938 m) wanderten wir auf einem guten Bergpfad, erst zwischen Bergwiesen, dann durch leuchtende Erikapolster empor. Es ist ein historischer Weg und hin und wieder kann man Spuren der alten Römerstraße, die hier über den Korntauern ins Gasteiner Tal führte, erkennen. Weiter oben dominierten graue Steinplatten und –blöcke, zwischen denen immer wieder Alpenblumen ihre leuchtenden Blüten trotzig in die Höhe streckten. Auf 2284 m erreichten wir dann den  Kleinen Tauernsee. Der reizende Anblick, eine kleine Stärkung vom Rucksackproviant und Kabaretteinlagen von Gernot ließen uns hier eine Zeit lang ver­weilen, ehe wir uns wieder auf den Tauern-Höhenweg begaben, der auf diesem Abschnitt auch als Göttinger Weg bekannt ist. Wir querten über Blockgestein leicht ansteigend in Richtung Osten, dann kurz steiler hinauf zum Luggetörl (2380 m). Klampfen und eine Drahtseilsicherung erleichterten uns den kurzen Abstieg in das weite Kar der Hinteren Lugge, in dem sich im Winter die Skifahrer auf den Pisten tummeln. Auf der anderen Seite des Kars in luftiger Höhe am Etschlsattel unser Ziel, das Hannoverhaus (2565 m). Bis dahin ließ es sich noch ganz schön marschieren, aber mit jedem Schritt kamen wir einer köstlichen Mahlzeit und einem kühlen Getränk näher. Und genau das genehmigten wir uns dann auch mit viel Genuss. Der Weg hinauf zur Bergstation der Ankogelbahn war zwar nicht sonderlich weiter, aber mit vollem Bauch … Egal, entspannt schwebten wir jedenfalls wieder ins Tal. Von der Talstation wählten wir dann den gemütlichen Waldweg hinunter nach Mallnitz. Es blieb auch noch genug Zeit für Kaffee, Kuchen, Schnapserl und sonstiges vorm Hotel bevor es ans Frischmachen fürs Abendessen ging. Nach letzterem griff Ernst zur Gitarre (Danke Ernst!) und in der Zirbenstube im Hotel Alber wurde noch ein paar Stunden gesungen, gescherzt und gelacht.

Übrigens jene, die nicht bei unserer Wanderung dabei waren, erlebten einen Ausflug in die Glet­scherwelt des Mölltalgletschers, spazierten auf 2800 m um den Eissee und bestaunten den Ausblick auf den Großglockner.

Donnerstag, 29. August 2019

Sonnenschein und herrlich warm. Trotzdem hieß es wieder Abschied nehmen. Aber nicht gleich. Jürgen brache uns mit dem Bus nach Obervellachund von dort wanderten beinahe alle Fahrtteil­nehmer über spektakuläre Steiganlagen und Brücken vorbei an Kolken  und Wasserfällen durch die Groppensteinschlucht hinauf bis zum leider auch nicht mehr geöffneten Gasthof „Zur guten Quelle“. Der Ausstieg aus der Schlucht, der durch Windwürfe nur schwer passierbar war, war für einige noch eine ziemliche Herausforderung. Schließlich erreichten aber dann doch alle den „rettenden“ Bus. Am Nachmittag statteten wir noch dem sehenswerten Städtchen Gmünd einen Besuch ab. Geplant war dann noch eine gemütliche Abschlussrast in Wörschach und der  pünktlichen Heimkehr schien nichts im Wege zu stehen. Dass wir dann aber geschlagene zwei Stunden und 45 Minuten stehend – also wir saßen, der Bus stand – auf der Tauernautobahn bei Flachauwinkel verbringen sollten, war nicht vorgesehen. Im Gasthof Poschenhof in Wörschach wurden wir dann trotz der riesigen Verspätung sehr gastfreundlich empfangen, und da sich doch schon der Hunger breit gemacht hatte, schmeckte es umso besser. Beim Aussteigen in Vorderstoder bzw. in Kirchdorf war in den glücklichen Gesichter da und dort auch schon ein etwas müder Blick erkennbar. Das tolle Miteinander, die Geselligkeit und die vielen schöne Erlebnisse und Eindrücke werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Bericht von Franz Berger-Schauer

Mountainbiken im Rahmen der Bergfahrt Mallnitz

Sonntag, 25.08.2019, 15:00 Uhr: Nach unserem Besuch auf der Mernik Alm starteten wir zu sechst bei der Talstation Unterkolbnitz, um mit unseren Rä­dern nach Mallnitz zu radeln. Entlang des Mölltal-Radweges bis Obervellach waren wir recht flott unterwegs. Die restlichen 600 Höhenmeter verteilt auf 9 Kilometer warfen unseren Zeitplan aber über den Haufen. Unser Ansinnen, diese Etappe auf dem Alpe-Adria-Radweg zurückzulegen, brachte die Erkenntnis, dass Radwege, die von Norden nach Süden führen, nicht unbedingt auch von Süden nach Norden führen müssen. Kurzum wir verloren mangels Markierungen den Weg und radel­ten verschiedene Hohl- und Wanderwege, gespickt mit Tragepassagen – die Freude darüber ließ sich bei den E-Bikern in deren Gesichtszügen sehr gut ablesen – zum Hotel in Mallnitz, das wir mit ent­sprechender Verspätung erreichten. Fazit am Ende des ersten Tages: Viel pointiertes „Lob“ für den Fährtensucher und ein Bier hinterher reicht nicht!

Am Montag ging es in leicht veränderter Besetzung mit den MTBs ins Tauerntal und auf der Mautstraße hinauf zur Jamnighütte (1.748 m). Nach der Stärkung auf der Sonnenterrasse folgte eine flotte Abfahrt mit anschließendem „Singletrail“ zurück nach Mallnitz. Bedingt durch das herrliche Wetter wurde noch ein Abstecher ins Seebachtal, zum nahen Naturdenkmal Stappitzer See unternommen und auf der Rückfahrt in der Raineralm zugekehrt, wo unser toller Bike-Tag einen netten Ausklang fand. (rd. 30 km und ca. 800 Hm)

In kleineren Radgruppen wurde dann am Dienstag das Gebiet um Mallnitz individuell erkundet und dabei auch die Erfahrung mit einer geschlossenen Hütte gemacht.

Trotz Kenntnis dieser Info ließen wir uns am Mittwoch nicht abhalten, dennoch ins Dösental und dort auf die Wolliggerhütte (1.576 m) zu radeln. Dafür genossen wir diesmal auf der Sonnenterrasse umso mehr unsere eigene mitgebrachte Jause sowie das „Zirberl“ von Gabi & Heli und natürlich den herrlichen Tiefblick ins Mölltal. Auf der Rückfahrt folgte noch ein Abstecher auf der „Alten Bahntrasse“ bis zum ehemaligen Bahnhof Kaponig (1.050 m). Für die schon längst fällige Einkehr fuhren wir jedoch noch zurück nach Mallnitz und ins Tauerntal zur Stockerhütte (1.219 m), um anschließend gestärkt nochmals den „Singletrail“ zurück nach Mallnitz als krönenden Abschluss unserer MTB-Tage zu befahren. (rd. 32 km und ca. 770 Hm)

Bericht von Heli Breitenbaumer und Josef Berger-Schauer

 
 
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