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Integrative familienfreundliche Wanderung 05.-06.08.16 (Integrative familienfreundliche Wanderung 05. - 06.08.16)

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Integrative familienfreundliche Wanderung 05.-06.08.16

29 Teilnehmer aus vier Nationen von 1-79 Jahren – eine Aktion des Österreichischen Alpenvereins

Trotz der Gewissheit, dass es kein einfacher Weg wird, brechen wir am 05.06.2016 früh morgens auf.

Von Windsichgarsten geht es motorisiert zur Talstation Wurzeralm und mit der ersten Bergfahrt des Tages weiter auf die Wurzeralm. Dort oben weht ein rauer Wind und doch strahlen 29 Gesichter um die Wette – das ist auch notwendig den Sonnenstrahlen gibt es heute keine.

Auch der Regen der uns im Teichelboden von Westen her einholt kann die fröhliche Stimmung unserer Gruppe nicht brechen. Auf die Frage ob es trotz der widrigen Bedingungen für die Kindern geht, sagt Satar: "Gehen – Gehen – Gehen, Afganistan-Iran-Syrien-Türkei-Meer-Griechenland..., alles gut" und lächelt.

Die Kinder haben sofort begonnen sich anzufreunden und auch das Wetter wird langsam wieder ein bisschen freundlicher. Der Nebel hängt weiter tief im zartgrünen Lärchenwald, aber Gott sei dank ist der Regen wieder vorüber gegangen.

Am Halssattel haben wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Herbert übernimmt als erfahrener Tourenführer die Leitung der Gruppe und die Kinder hüpfen unbeschwert hinter ihm her, allen voran die kleine Umulbanin. Merziye trägt mit ihrer einjährigen Tochter Kousar die kostbarste Last am Rücken und wird von vielen vorsichtigen Händen begleitet, dass ihr nur kein Fehltritt passiert, auf den rutschigen Passagen bis zur Dümlerhütte.

Schlussendlich kommen wir alle heil und glücklich an und werden von Wolfgang auf seiner Hütte herzlich empfangen.Rein in die warme Stube, die nassen Klamotten zum Trocknen aufhängen und sich eine Matratze im Lager unterm Dach sichern sind die nächsten Schritte bevor der lange Hüttennachmittag beginnt, denn draußen hat es erneut stark zu regnen begonnen, um bis in die frühen Morgenstunden nicht mehr aufzuhören. Eugen muss daher die für den kommenden Tag geplante Gipfelmesse am Warscheneck schweren Herzens absagen.

Unser geplantes Lagerfeuer ist ebenso voll ins Wasser gefallen, aber die freundlichen Wirtsleute und die gemütliche Hütte lassen uns das leicht vergessen. Gemeinsam wird gekocht und gegessen, gespielt und gelacht, bis spät in die Nacht.

 
 
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Dichter Nebel hüllt am Morgen die wunderschöne Berglandschaft ein und so wie sich der Nebel hebt, kommt auch langsam wieder Leben in die Hütte. Nach einem ausgedehnten Frühstück holt Wolfgang die Quetschen aus dem Eck und Eugen stimmt mit der Gitarre an. Was kann man besseres machen, um auf die Sonne zu warten, als zu singen und zu tanzen. So geht es mit Stimmung und Humor durch den Vormittag und dann, es ist kaum zu glauben, bricht immer wieder mal die Sonne durch die Nebelfetzen. Es ist Zeit aufzubrechen.

Über den Präwald geht’s trotz rutschiger Steige sicher ins Tal und als wir kurz vor dem Gleinkersee endlich wieder eine befestigte Straße unter den Füssen haben, ist Merziye ganz erleichtert. Bei der Seebäurin gibt’s dann noch für alle zur Stärkung eine köstliche warme Mahlzeit bevor wir nach Windischgarsten aufbrechen. Diesen Weg verkürzt uns der freundliche Chauffeur vom Taxi Sonnleitner mit einer flotten Fahrt und so erreicht jeder glücklich und gesund sein Zuhause.

Ohne die großzügige Unterstützung des Österreichischen Alpenvereins, der ÖAV Sektion TK Windischgarsten, des Alpinausrüsters Ortovox, von Taxi Sonnleitner, der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen, der Dümlerhütte und des Gasthauses Seebauer, aber vor allem aller Menschen die sich offenen Herzens auf diesen Weg der Begegnung begeben haben, wären wir nicht ans Ziel gekommen. Vielen herzlichen Dank!!!

So endet eine wunderbare Erfahrung in den Bergen unserer Heimat. Eine Welt die Platz für jeden hat wenn wir aufeinander achten!

 
 
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