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42. AV-Berfahrt Vinschgau 09.-13.09.15 (42. Bergfahrt - Vinschgau 09. - 13.09.15)

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42. AV-Berfahrt Vinschgau 09.-13.09.15

Sulden,  ist ein Bergdorf mit etwa 400 Einwohnern im Suldental im westlichen Teil Südtirols (Italien). Es gehört zur Gemeinde Stilfs, liegt auf 1900 m Höhe und wird überragt von Bergen der Ortler-Alpen; hierzu gehören der Ortler, die Königspitze, die Hintere Schöntaufspitze und der Monte Zebrù. Dieser Ort, der 5 mal mehr Gästebetten als Einwohner hat, war das Ziel der heurigen Bergfahrt des OeAV Sektion TK Windischgarsten und das Hotel „Eller“ der Ausgangspunkt für erlebnisreiche Bergtage im nahen Umkreis.

Bus: Fa. Riener, gelenkt vom Chef Franz persönlich

Bergfahrt Vinschgau

Mittwoch 9.9.

Abfahrt um 6 Uhr  bei schönem Wetter mit leichter Bewölkung. Fahrtroute: Windischgarsten – Sattledt – Salzburg – Innsbruck – Landeck – Nauders – Reschenpass – Mals (Mittagessen).

Weiterfahrt über Prad nach Trafoi (1.532 m). Auffahrt mit Doppelsessellift zur Furkelhütte (2.153 m) und kurze Wanderung Richtung Schafseck. Erster herrlicher Blick auf die eindrucksvolle Gletscherwelt des Ortlermassivs (Geisterspitze-Schneeglocke-Trafoier Eiswand – Thurwieserspitze und Ortler mit seinen 3.905 m) im Nationalpark Stilfserjoch.

Nach Talfahrt mit Lift gings weiter ins Suldental nach Sulden mit Quartierbezug im ***Hotel „Eller“ (ein kulinarischer Glücksgriff mit wohltuender Freundlichkeit).

 
 
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Donnerstag 10.9.

Die Gipfeln der 3.000-er waren rundum schneebedeckt. Leider erschien deshalb die Besteigung der Vertainspitze (3.545 m) für die 1. Gruppe als zu gefährlich. Sie (26 Personen) wanderte folglich vom Hotel weg durchs Zaytal zur Düsseldorfer-Hütte (2.721 m) und bestieg das Hintere Schöneck (3.128 m). Der Rückweg führte über das Vordere Schöneck und die Stieralm zwecks „Stärkung“ zur Kälberalm und weiter ins Tal.

Gruppe 2 (16 + Helga u. Peter) nützte den Sessellift zur Kanzel (2.348 m) und wanderte von dort zur Düsseldorfer-Hütte (2.721 m). 12 von ihnen bestiegen dann ebenfalls das Hintere Schöneck (3.128 m) und nahmen den selben Rückweg wie Gruppe 1.

 
 
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Freitag 11.9.

Über Nacht haben weitere Schneefälle die Gegend bis in Talnähe in eine Winterlandschaft verzaubert. Ein Aufstieg schien vorerst nur bis zur Tabarettahütte (2.556 m) möglich. Also marschierten alle mitsammen einmal vom Hotel weg (die 1. Gruppe etwas schneller) zur Tabarettahütte. Inzwischen haben die immer wieder durchkommenden Sonnenstrahlen den Schnee teilweise verflüssigt, sodass das Aufsteigen über die Bärenkopfscharte (2.871 m) bis zur Payerhütte (3.029 m) doch noch möglich wurde und der Großteil der 1. Gruppe diese „Freigabe“ auch nutzte (im oberen Teil im Pulverschnee bis zu 40 cm Höhe stapfend).

Die stärkende Einkehr (exzellenter Kaiserschmarrn etc.) auf der Tabarettahütte mit netter Bedienung durch Petra (Rezeptionistin vom Hotel) und ihrer Mutter ließ sich niemand entgehen, bevor wieder alle am Aufstiegsweg ins Tal abstiegen. Die letzten Sonnenstrahlen dieses Tages wurden noch vor der Hotelbar bei einer Runde Prosecco von Christine für ihren 1. Dreitausender genossen.

 
 
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Samstag 12.9.

Gemeinsam fuhren alle um 8:15 mit dem Bus zur Talstation der Gondelbahn Sulden und dann mit ihr (größte Luftseilbahn der Welt – 440 Personen gleichzeitig in der Luft) zur Bergstation Schaubachhütte (2.610 m). Dort war zuerst einmal jeder vom imposanten Blick auf das Dreigestirn Königsspitze-Zebru-Ortler beeindruckt. Beide Gruppen wanderten folglich bis zur Madritschhütte (2.818 m). Gruppe 1 sodann weiter in Richtung Vordere Schöntaufspitze und im Tiefschnee spurend bis zur Hinteren Schöntaufspitze (3.325 m). Der Abstieg erfolgte über das Madritschjoch (3.123 m) und durchs Madritschtal zur Zufallhütte (2.265 m) im Martelltal.

Gruppe 2 spaltete sich kurz nach der Madritschhütte auf. Die Mehrzahl bestieg vom Madritschjoch (3.123 m) aus ebenfalls die Hintere Schöntaufspitze (3.325 m), kehrte auf demselben Weg wieder zum Joch zurück und stieg wie Gruppe 1 zur Zufallhütte ab. Der restliche Teil stieg ebenfalls bis zum Madritschjoch (3.123 m) auf (alle 42 Bergfreunde haben somit die 3.000-er-Grenze – einige davon erstmals -überschritten) und dann zur Zufallhütte ab, wo alle wieder vereint die wärmende Nachmittagssonne und den Blick auf die glitzernde Zufallspitze und den Monte Cevedale genossen. Noch schnell ein Gruppenfoto mit allen Bergfahrtteilnehmern bei der Zufallhütte und ab zum Parkplatz Enzianhütte. Auf verschiedenste Art (mit Linienbus oder ½-stündigem Fußmarsch auf Waldweg bzw. Straße kamen wir zum Parkplatz 3 am Zufrittstausee, wo unser Bus mit Franz bereits wartete und uns in 1 ¼ Stunden wieder zum Hotel zurück brachte.

Der nach genussvollem 7-Gänge-Menü für manche etwas später ausklingende Abend gestaltete sich wie gewohnt in gut gelaunter, fröhlicher, musizierender und singender Runde.

 
 
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Sonntag 13.9.

Zeitig nach dem Frühstück nahmen wir bei nebeligem Wetter Abschied vom Hotel Eller bzw. Sulden, aber auch von Uli und Thomas (fuhren mit Motorrad nach Hause), sowie Helga und Peter. Die Heimfahrt führte uns durch den Vinschgau bis Meran, wo jeder auf seine Weise bei angenehmer Temperatur einen 2 ½  stündigen Zwischenstopp gestaltete. Durchs Passaiertal und über den Jaufenpass (im oberen Teil dichtest benebelt, dafür aber ohne Stau in Sterzing) gings zurück über die Brennergrenze nach Österreich. Nach kurzer Kaffeepause in Vomp und gestärkt mit einer Runde „Stifterl“ im Bus für den 1. Dreitausender von Regina,  lenkte uns Franz nach diesen eindrucksvollen, fröhlichen, unfallfreien, winterriechenden und  sonnigen Tagen in der Nationalparkregion Stilfserjoch gewohnt sicher und angenehm weiter wie Hinfahrt zurück nach Windischgarsten. Ankunft um 19:45 Uhr.

Eugen Schmid

 
 
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