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Fotos Überschreitung von Hoher Riffler und Olperer

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Überschreitung von Hoher Riffler und Olperer

21.08.2020 - 23.08.2020 in Ginzling, Zillertaler Alpen, Tirol

Anspruchsvolle Hochtouren auf zwei wunderbare Gipfel der Zillertaler Alpen und neuen Bergfreunden vom Alpenverein Liezen.

Freitag Nachmittag trafen wir uns beim Schlegeisspeicher (1.785 m) und nach der Begrüßung und dem obligatorischen Ausrüstungscheck starteten wir in unser Hochtourenwochenende. Im gemütlichen Tempo und zum ersten Kennenlernen der Teilnehmer ging es hinauf zum Friesenberghaus (2.477 m).

Durch den kurzfristigen Ausfall eines Teilnehmers und diverser anderer Umstände waren wir schlussendlich eine Gruppe von 7 BergsteigerInnen vom Alpenverein Urfahr-West und 3 BergsteigerInnen unserer Gastseilschaft vom Alpenverein Liezen.

Hoher Riffler SW-Grat (UIAA II-)
Da für Samstag Nachmittag eine Kaltfront vorhergesagt wurde, brachen wir zeitig in der Früh auf. Nach einem kurzen Abstieg zum Friesenbergsee (2.444 m) ging es steil bergauf zur Friesenbergsscharte (2.910 m). Hier verließen wir den markierten Weg und folgten nun dem SW-Grat des Hohen Riffler. Immer dem Grat folgend ging es in leichter Kletterei bis zum Gipfel (3.231 m). Fast windstill und bei Sonnenschein genossen wir den herrlichen Ausblick auf die umliegenden Berge. Nach der wohlverdienten Pause und um der von Norden schon ankommenden Kaltfront noch bestmöglich zu entkommen, stiegen wir über den Normalweg zurück zum Friesenberghaus ab. Der Gipfel bereits schon in den Wolken untergetaucht, packten wir unsere deponierte Ausrüstung ein und setzte unseren Weiterweg zur Olpererhütte (2.389 m) fort. Dort angekommen konnten wir sogar noch ein paar Sonnenstrahlen auf der Terrasse erhaschen, bevor Mitte Nachmittag dann die angekündigte Kaltfront eintraf. Regen wie aus Kübeln, Hagel und Gewitter verwandelten die soeben noch wunderbare Berggegend in eine unwirkliche und schaurige Kulisse. Am Abend erreicht uns dann noch die Meldung das im Talort Ginzling 3 Muren abgingen und die Straße blockierten. Wir hatten ja aber noch einen Tag und ließen den Abend beim Kartenspielen ausklingen.

Olperer N-Grat (UIAA III)
Bei Sonnenaufgang standen wir auf und begutachteten die aktuellen Wetterverhältnisse. Die gestrige Kaltfront hatte sich, so schnell wie sie gekommen ist, wieder verzogen und so stand unserem nächsten Ziel nichts im Wege. Wir folgtem den Normalweg hinauf zum Olperer und zweigten auf 2.650 m ab in Richtung Großes Riepenkees. Über dieses gelangten wir auf steilem Blankeis über den Riepensattel (3.020 m) auf den Tuxer Ferner (Skigebiet Hintertuxer Gletscher). Einer Skipiste folgend ging es weiter bis zur Wildlahnerscharte (3.230 M), der Beginn des Olperer N-Grat. Um in den Grat einsteigen zu können, mussten wir noch 2 Seillängen über eine 50° steile Gletscherflanke hinauf. Am Fels angekommen setzten wir unseren Weiterweg in 3 Seilschaften fort. Über kompaktes Granitgestein kletterten wir ohne gröbere Schwierigkeiten die restlichen 200 hm zum Gipfel (3.476 m). Dieses mal in Wolken verhangen konnten wir bei der Gipfelrast keinen Ausblick genießen und machten uns nach den obligatorischen Gipfelfotos auf den Rückweg. Der Abstieg führte uns über den ausgesetzten SO-Grat (UIAA II), den Schneegupf und den Riepengrat wieder zurück zur Olpererhütte. Hier stärkten wir uns noch mit einem tollen Essen bevor es dann hinunter zum Schlegeisspeicher ging.

Ein wunderbares Hochtourenwochenende mit tollen, lustigen und neuen Bergfreunden.

Martin Leibetseder

 
 
 

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