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Nepal (Nepal)

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Nepali
kleine Mönche
Hängebrücke vor Nunthalla
Stupa in Kharikola
Durch den Urwald
Hochlager auf 5400m
Am Gipfel des Mera Peak

Nepal

Die Reise beginnt in Bhaktapur, einer der drei alten Königsstädte im Kathmandutal, und Weltkulturerbe der Unesco. Städtische Brunnenanlagen und üppig verzierte Loggien sowie zahlreiche beeindruckende Tempelanlagen geben Zeugnis von einstigem Reichtum der alten Handelsmetropole, die heute - großteils bäuerlich geprägt – einem solchen Attribut in vielerlei Hinsicht nicht mehr gerecht wird. Allgegenwärtig die Religion in diesem von Hindus dominierten Teil des Landes. Es ist mitten im 10 tägigen Dashain-Fest und allerorts ziehen blumengeschmückte Musikzüge durch die Stadt und die Mitglieder einer Familie malen sich gegenseitig die aus Reis, Joghurt und rotem Farbstoff bestehende Tika auf die Stirn. Es herrscht reges Treiben auf den Straßen. Zwischen Händlern, Haustieren und Touristen wird Reis zum Trocknen ausgelegt und gewendet und voll besetzet Motorräder bahnen sich ihren Weg. 

Nach zwei Tagen verlassen wir die Ebene um in den Bergen des Kumbu Gebietes unsere eigentliche Trekking Tour zu beginnen. Mit der Landung auf einer Schotterpiste in Phaplu, 125 km östlich der Hauptstadt tauchen wir ein in eine komplett andere Welt. Hektik und Eile sind hier ebenso fern wie Verkehrsprobleme aller Art. In dieser Gegend gibt es keine Straßen. Wer etwas erledigt, tut es zu Fuß, wer etwas transportiert, trägt es, wer arbeitet, tut dies mit bloßen Händen. Kleine Weiler sind über die Hänge verteilt, das Land in unzähligen Terrassen modelliert, auf denen Reis, Hirse, Buchweizen, sogar Kartoffeln bis in eine Höhe von ca. 4000m gedeihen. Auf unserem Weg begegnen wir Bauern bei der Feldarbeit, kleinen Mönchen auf dem Schulweg, Trägern mit den typischen um die Stirn gebundenen Lastkörben und immer wieder Maultierkarawanen, die die oft steilen und stufenreichen Wege mühevoll bewältigen.  

Begleitet wird der Reisende von weiß getünchten Stupas, von Mani- Mauern mit eingravierten buddhistische Mantras und natürlich von den vielen bunten Gebetsfahnen, die nicht nur als Aufputz für echte Nepalfotos dienen sondern die in ihrer bescheidenen Präsenz mit der eigenen Vergänglichkeit erst ihren Sinn erfüllen. 

Mit der Überquerung des Panggom Passes verlassen wir nach vier Tagen die Hauptstraße und tauchen ein in die nahezu unberührte Naturlandschaft des Hinku Tales. Die nächsten zwei Tage durchstreifen wir einen Dschungel aus Bambus, Rhododendron und Nadelbäumen, bis wir den Hinku Fluss erreichen. Vor etwa 70 Jahren hat eine Lawine den Gletschersee am Ende des Tales aus den Ufern treten lassen. Die Gewalt der folgenden Flutwelle ist heute in der Dimension des Flussbettes ablesbar. Die Weite des Tales gibt den Blick auf die umgebenden 6000er frei, denen wir uns über blühende Almböden nähern. Die wenigen Ansiedlungen bestehen aus Lodges, die mit der touristischen Erschließung des Tales entstanden sind und die uns ermöglichen, unser Abendessen in einem geheizten Raum einzunehmen.  

Mit der Höhe wird die Landschaft karger doch das beständige Hochdruckwetter sorgt für einzigartige Bilder von eisbedeckten Gipfeln unter blauem Himmel. Nachts kühlt es zwar erheblich ab, der Blick aus dem Zelt wird aber durch einen reichen Sternenhimmel belohnt, wie man ihn in unseren Breiten nie zu Gesicht bekommt. Die Luft wird dünner und unsere Bewegungen langsamer, je schwerer das Atmen fällt. Schließlich führt auch unser Weg in die Gletscherregion. Kurz vor dem Mera Pass werden Steigeisen angelegt. Vom Hochlager auf 5800m im Windschatten einer Felsformation geht es in den frühen Morgenstunden auf den 6461m hoch gelegenen Mera Peak. Wer es bis hier her geschafft hat, dem eröffnet sich ein einmaliges Panorama mit zahlreichen Bergriesen, darunter Cho Oyu, Mt. Everest, Lhotse, Makalu und Kanchenjunga, fünf der höchsten Berge der Welt. 

Über den Zatrwa Pass (6410m) gelangen wir nach Lukla, dem Endpunkt unserer Tour. Zum ersten Mal seit langer Zeit sind Motorengeräusche zu hören und es wird uns bewusst, wie sehr wir uns während der letzten 14 Tage an die absolute Ruhe gewöhnt haben. Hier, am Tenzing Hillary Airport fließen die häufigsten Touristenrouten der Gegend zusammen und der Ort ist voll von Wanderern die auf den Abflug warten und noch schnell ein paar der vielen Souvenirs ergattern wollen. Abflug und Ankunft der kleinen Propellermaschinen auf einer der spektakulärsten Landepisten sind ein viel bestauntes Schauspiel und die eigentliche Attraktion dieses Ortes. Der Abschied von unserer gesamten Mannschaft aus Trägern, Köchen und den stets bemühten Mountain Guides Sonam, Bassam, Hari und Zambu ist auch ein Abschied von der Ruhe und Unbeschwertheit unseres Reisealltages bevor wir in das Chaos von Kathmandu eintauchen. Mit der Besichtigung der bekannten Sehenswürdigkeiten wie Boudenath, der größten Stupa der Welt oder des riesigen Tempelbezirkes von Pashupatinath, mit seinen Leichenverbrennungen und einem finalen Shoppingrundgang durch Thamel nimmt für einen Teil von uns diese höchst interessante Reise ein Ende, während die Anderen im Chitwan Nationalpark noch weitere Highlights erleben.


Vielen Dank für den Bericht an Barbara WOLFERT.

 
 
 

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