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Markierungsarbeiten 2012 in den Schladminger Tauern (Markierungsarbeiten 2012 in den Schladminger Tauern)

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Markierungsarbeiten 2012 in den Schladminger Tauern

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Bericht von unserem Alpinwart Herbert Hölzl

Heuer waren wir mit unserem altbewährten Team vom 7. bis  22.Juli wieder unterwegs. Standquartier wie immer unsere Schoberhütte.
Nicht nur der Wettergott hat es heuer gar nicht gut mit uns gemeint.
Am Freitag vor der Abfahrt bekam ich noch ein Mail vom Tourismusverband Krakautal, dass ein Teil des Weges 702 zwischen Hubenbauertörl und Hinterkarscharte, bei der Speikleiten abgerutscht und unbegehbar sei. Außerdem wurde von einer Klagenfurter Firma bei der Zertifizierung dieses Weges festgestellt, dass im Vorjahr bei der Markierung auf „den sparsameren Einsatz von Farbe“ geachtet werden sollte.

Sonntag früh zogen Walter und Herbert los um im Bereich des abgerutschten Weges eine neue Variante zu markieren. Kaum damit fertig fiel starker Nebel ein und da waren selbst wir froh, dass hier so viele Markierungen gesetzt wurden. Nun ja, am Hubenbauertörl erwischte uns unser heuer erstes heftiges Gewitter mit Hagel und sintflutartigen Regenfällen.
Das sollte uns heuer fast jeden Tag, immer so um 14:00 Uhr blühen.
So auch am Weg 796 durchs Spreitzerkar aufs Rupprechtseck. Beim Ausschneiden des Weges und markieren mussten wir 200m vor dem Gipfel etwas unfreiwillig umdrehen und Fersengeld geben, als vor uns ein Blitz einschlug und es schon rundherum donnerte.
Auch donnerstagabends brachten Gottfried, Andreas und Alexandra kein besseres Wetter mit. Als wir dann am Freitag die einsturzgefährdete Brücke am ehemaligen Fußweg zur Schoberhütte entfernten wurden wir wieder einmal nass.
Doch das Wochenende soll besser sein!!!?


Also zeitig in der Früh, auf zum Süßleiteck! Die Rucksäcke schwer mit Material, Trittbügel, etc., Benzin-Bohrmaschine und Reservebenzin, Essen und Trinken, 2 Kletterseile, Sitzgurte, Kletterausrüstung, Helme und selbstverständlich warme Kleidung, trotz der Hitze schon am Morgen. Das Geländeseil hat Andreas schon im Herbst an der Baustelle deponiert.
Los geht`s: den besten Weg für die neue Versicherung suchen, Löcher für die Seilklemmen und Trittbügel bohren, ausputzen und Stifte und Bügel einkleben, das alte Material abbauen und die Bügel mit der Handsäge abschneiden. Alle Arbeiten natürlich am Seil gesichert wegen der Absturzgefahr. In der Trockenzeit des Klebers, leichter Nebel zog auf, hirschte Andreas die letzten 50 Hm zum Gipfel. Als er wiederkam, beginnt es zu nieseln. Jetzt war keine Zeit mehr zum Anziehen, nur noch schnell das Seil festmachen und die Sicherungen abbauen. Hektik macht sich breit, es beginnt stärker zu regnen, es gewittert und es kühlt rasch ab. Waschelnaß und blau gefroren landeten wir in der Hütte. Dort sieht es über dem Ofen aus wie auf einer hochalpinen Kletterhütte. Übrigens Andreas, Alexandra und Lukas vollendeten die neue Versicherung dann Ende August.

So ging das mit dem Wetter auch in der zweiten Woche weiter, als Walter und Gottfried den Weg 702 nach St. Nikolai markierten und ausschnitten.
Auch im Krautgarten, Weg 796a zwischen Dorferalm und Wasserfall, wo eine wichtige Tafel abgebrochen war und neu aufgestellt werden musste waschelte es uns ein. Da war auch schon Elisabeth, die ich hiermit in unserer Wegmachertruppe herzlichst begrüße, dabei.

Walter und Gottfried fuhren Freitag heim, während Elisabeth und ich den Weg nach Krakauhintermühlen markierten und unser Autos mit auf die Schoberhütte nahmen. Am Etrachsee war wegen dem Abschlussfest der „Regionale“ - Halteverbot. Am Samstag markierten wir beide noch den Hồ Chí Minh-Pfad. Wie könnte es anders sein, wurden wir auch an  den beiden Tagen noch nass. 
Aber das war noch nicht Alles!!! Am Abend des 20. Juli 2012 begann es zu regnen. No-Nah! Es regnete stärker und es beginnt zu hageln, ca. 1  Stunden lang und immer stärker, es schüttet und schüttet, blitzt und donnert, die ganze Nacht. Der Strom ist weg!

In der Früh zeigt sich das ganze Ausmaß der Schäden: Der Bach ist 1m höher, die Turbine hat sich ausgeschaltet und die Elektronik ist hinüber. Und zu wenig Diesel für das Aggregat, und die Straße ist überflutet, ca. 2 km lang unfahrbar, tonnenschwere Steine blockieren die Furt und überall liegt noch der Hagel. Gottseidank hört der Regen auf. Unser lieber Freund, der „Hubenbauer“ kommt mit seinem schweren Traktor, Gattin und Bruder, räumt die Furt und hilft uns mit den beiden Autos durch. Das Wasser war nicht so hoch, auf der Bergseite reichte es nur bis zur Türschnalle. Die Feuerwehr Krakaudorf verhinderte mit ihrem Einsatz einen größeren Schaden an der Staumauer. Beide versorgten Werner und Eva noch mit Diesel für den Generator.
Allen Akteuren hier nocheinmal unser Dank!

Und dann die Abreise: 18 Busse der St. Landesbahnen karrten 640 Musiker zum Etrachsee und die Straße war immer nur in eine Richtung befahrbar. Die Sonne knallte herunter als müsse sie alles nachholen. Mit unseren Durchfahrtsgenehmigungen von der Gemeinde kamen wir aber gut hinaus und in Folge auch nachhause.

Im August legte dann ein kurzer aber heftiger Sturm unzählige Bäume im ganzen Tal um, einen auch bei uns. Der fiel natürlich auf`s Hüttendach, welches erheblich beschädigt wurde.

Vor dem Zusperren wurden noch wie geplant ein paar Fenster erneuert und von Walter, Toni und mir die Schindeln teilweise und die Türen gestrichen. Auch 3 Bäume mussten noch dran glauben, die können jetzt nicht mehr auf`s Dach fallen!

 

 

Trotz aller Widrigkeiten konnten wir unser Programm erledigen - vielen Dank an die Beteiligten!

Euer Herbert

 

 
 
 

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