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Steinböcke im Energiesparmodus (Steinböcke im Energiesparmodus)

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Steinböcke im Energiesparmodus

Steinböcke im Energiesparmodus

O. Leiner

Das aus den Gebirgen Zentralasiens eingewanderte Alpensymbol ist bestens an die extremen Verhältnisse im Hochgebirge angepasst. Dennoch sind Ruhe und Rückzugsräume für die Tiere sehr wichtig. Ich wünsche Euch trotzdem faszinierende Begegnungen mit diesen imposanten Bergziegen – mit ausreichender Distanz eben.

Kämpfe im Winter

Gegen den Winter hin wird das Fell der Steinböcke immer dichter und dunkler. Mit dem Aufbau ihrer Fettreserven, die sie für die kalte Jahreszeit benötigen, haben sie bereits im Frühjahr begonnen, denn ihnen stehen nicht nur eisige Temperaturen, sondern auch die kräftezehrende Brunftzeit im Dezember bevor. Die Böcke ziehen dann zu den Geißen und zwischen den männlichen Tieren, die den Sommer friedlich zusammen lebten, beginnen die Rivalenkämpfe. Jeder Bock versucht eine komplette Geißenherde für sich zu gewinnen. Der Sieger bleibt er den gesamten Winter über bei der Herde und verlässt sie dann im Frühling.

Warme Herbsttage

Jetzt im Herbst kann man öfters mit Steinbockbegegnungen rechnen. Die Tiere tanken an exponierten Bereichen und Gipfeln noch einmal ausreichend Sonne. Wenn der Herbst aber zu warm wird, müssen sie mit ihrem dichten Fell sogar Energie aufwenden, um sich wieder abzukühlen. Deshalb sollte man bei einer Begegnung mit den imposanten Ziegen, Rücksichtnahme walten lassen und sie keinesfalls zu einer schnellen Flucht zwingen. Denn sie würde zusätzlich Energie kosten und ein Abkühlen verringern. Die Geißen bilden jetzt zusammen mit ihren Kitzen im Sommer und Herbst größere Gruppen und äsen besonders ausgiebig. Denn sie brauchen für das Führen und Säugen ihrer Jungen ausreichend Energie und auch Ruhe zum Fressen.

Vorbereitung für den Winter

Schon im September fahren die Tiere ihren Stoffwechsel langsam zurück. Die Herzschlagrate wird von durchschnittlich 100 Schlägen pro Minute auf minimal 40 Schläge reduziert. Auch die Körpertemperatur wird, vor allem nachts, besonders in den Extremitäten gesenkt. Höhere Temperaturen sind dann den lebenswichtigen Organen vorbehalten. Die Organe verkleinern sich sogar und die Verdauung läuft langsamer. In diesem Stadium ist schnelles Hochfahren der Körperfunktionen, wie etwa bei einer Flucht erforderlich, nur mit einem enormen Energieverbrauch möglich. Im Winter bewegen sich die Tiere im Normalfall so wenig wie möglich.

Viel Spaß im Herbst wünscht Euch Naturschutzreferentin Kathrin Herzer

 
 
 

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