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Foto: Walder J.

 

Leckfeld

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Foto: OeAV Sektion Sillian

 

Gefährdete Sillianer Hütte

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Foto: OeAV  G.F.

Leckfeld

15.03.2007  OeAV

 

 

Alpenvereine wehren sich gegen neue Liftprojekte

 

Am Donnerstag, den 8. März 2007, war eine Delegation der Alpenvereine aus Ost- und Südtirol, die sich gegen einen weiteren Ausbau der Schigebiete Thurntaler, Helm und Rotwand einsetzen, zu Besuch bei Landesrätin Anna Hosp in Innsbruck.

 

 

Den Besuch bei Landesrätin Dr. Anna Hosp nützten die Vereine, um die Landesrätin für überörtliche Raumplanung und Naturschutz über ihre Bedenken in Zusammenhang mit einer weiteren Erschließung der Schigebiete Thurntaler, Helm und Rotwand zu informieren. Anlass zur Sorge geben den Vereinsvertretern Pläne für einen Zusammenschluss Sexten-Sillian und die Verbindung vom Thurntaler Schigebiet nach Innervillgraten. Die OeAV-Sektion Sillian, die AVS-Sektion Drei Zinnen, der Oesterreichische Alpenverein, der Alpenverein Südtirol und die Gruppe Lebenswertes Sexten machten gegenüber LR Hosp ihren Standpunkt deutlich: Sie lehnen jede zusätzliche Erschließung oder Erweiterung der bestehenden Schigebiete ab. Sie sind aber offen für Gespräche, die eine Attraktivitätssteigerung innerhalb der bestehenden Schigebiete und den Wander­tourismus der Region betreffen.

 

Die Vertreter der Vereine wiesen auf die Einzigartigkeit und besondere Schutzwürdigkeit der von der Schigebietserweiterung betroffenen Gebiete am Karnischen Kamm hin. Ein weiterer Ausbau der Schigebiete würde dem Konzept des sanften Tourismus widersprechen, das von den anwesenden Vereinen und einigen Touristikern der Region verfolgt wird. Voraussetzung für einen sanften Tourismus ist eine weitgehend unberührte Naturlandschaft. Diese würde durch eine weitere Schigebiets­erschließung, die massive Eingriffe in die Natur zur Folge hat, für immer verloren gehen.

 

Die Alpenvereinssektionen Sillian und Drei Zinnen erinnerten auch daran, dass der Karnische Kamm und die Villgrater Berge seit über hundert Jahren das Herzstück ihrer Vereinstätigkeit darstellen. Mit großem Einsatz wurden viele zukunftsweisende Projekte realisiert, wie zum Beispiel der Weitwanderweg Via Alpina, der Karnische Höhenweg, das Friedl-Mutschlechner-Haus in Innervillgraten und erst kürzlich die Auszeichnung der Sillianer Hütte mit dem Umweltgütesiegel. Durch einen weiteren Ausbau der Schigebiete besteht die Gefahr, dass - ähnlich dem Bruneckerhaus im Massenschigebiet Kronplatz - der Wandertourismus in der Region an Attraktivität verlieren würde.

 

Von Innsbruck nahm die Delegation gute Nachrichten mit nach Hause. Landesrätin Dr. Hosp teilte den Vereinsvertretern mit, dass es sich bei beiden Projekten um Neuerschließungen im Sinne des Tiroler Seilbahn- und Schigebiets­programms 2005 bis 2015 handelt. In diesem Programm sei keine Neuerschließung jeglicher Art vorgesehen und erlaubt. Dies gelte selbstverständlich auch für die beiden von den Vereinsvertretern vorgebrachten Fälle. Dasselbe sei übrigens auch den Betreibern der Schischaukel und den Vertretern der Gemeinde Innervillgraten mitgeteilt worden. Auch für die nahe Zukunft gab es Entwarnung. Dr. Hosp gehe davon aus, dass es auch bei der Überarbeitung des Programms im Jahre 2010 keine Öffnung für Neuerschließungen geben werde. Es sei eher mit zusätzlichen Einschränkungen zu rechnen, teilte sie der Delegation mit.

 

 
 
 
 

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