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Die Sektion Sillian und „ihre“ Hütten - eine besondere Geschichte (Die Sektion und IHEE Hütten)

Die Sektion Sillian und „ihre“ Hütten - eine besondere Geschichte

Bereits im Jahr nach der Gründung der Alpenvereinssektion Sillian wurde mit dem Bau des Helmhauses begonnen und am 25. Juli 1891 konnten die ersten Gäste einkehren. Die Lienzer Zeitung schrieb anlässlich der Eröffnungsfeier folgende Zeilen:

„Die Helm-Hütte, für welche außer dem Sektionsvorstande Herrn Bezirksrichter Dr. Larcher auch die Herrn Jesacher in Arnbach und Leiter in Sillian in opferwilligster Weise besonders thätig gewesen sind, enthält einen Vorraum mit Küche, ein Speisezimmer, zwei Schlafzimmer mit Betten und einen geräumigen Dachraum mit zwei Kammern. Die Verpflegung ist gut und so ist nicht zu bezweifeln, dass der Punkt lebhaftesten Zuspruch finden wird.“

Nach Ende des 1. Weltkrieges ging das Helmhaus 1925 in italienischen Besitz über und blieb auch Ende des 2. Weltkrieges Eigentum unserer Nachbarn. Am Beginn des 21. Jahrhunderts übergab Italien die 1. Schutzhütte der Sektion Sillian in den Besitz der Provinz Südtirol.

Da die Sektion „ihre“ Hütte sehr vermisste, wurde nach einem neuen Standort für das Vereinshaus gesucht. Wer suchet der findet: Dr. Hubert Kunater kaufte am 24. Dezember 1930 einen Baugrund im Winkeltal, wo dann nach kurzer Bauzeit bereits die Sillianer Hütte am 24. Juli 1932 eröffnet werden konnte. 50 Jahre später wurde das Schutzhaus einem an Johann Perfler verkauft und in die heutige Volkzeiner Hütte umbenannt. Die ehemalige Sillianer Hütte im Winkeltal war und ist ein idealer Ausgangspunkt für Bergtouren zu den Gipfeln der Villgrater Berge im Herzen des Sektionsgebietes, desweiteren liegt sie auch mitten im Gebiet des Herz-Ass-Wanderweges.

Von 1936 bis 1986 stand am westlichen Karnischen Kamm, gleich unterhalb der heutigen Sillianer Hütte, die Viktor Hinterberger Hütte. Das Gebäude war im Besitz des Österreichischen Alpenvereines, Sektion Austria. Am 14. Juni 1981 kaufte die Sektion Sillian bei der Jahreshauptversammlung in Radenthein die Unterkunft. Nach dem Bau der Sillianer Hütte wurde das sanierungsbedürftige Haus abgetragen. Als westlichste Schutzhütte in den Karnischen Alpen war das Bergsteigerheim all die Jahre hindurch für Bergwanderer aus Nah und Fern ein lohnendes Ziel.

Waren für die Gründungsmitglieder und in späterer Folge für die weiteren Vorsitzenden der Sektion Sillian des Österr. Alpenvereins der Bau der Helmhütte, sowie der Bau der ehemaligen Sillianer Hütte (heute Volkzeiner Hütte) große Aufgaben, so stellten sich für die Mitglieder der 80iger Jahre der Ankauf der Viktor Hinterberger Hütte und der Bau der Sillianer Hütte als Jahrhundertwerk dar.

Nach dem Verlust der Helmhütte Ende des 1. Weltkrieges sollten 60 Jahre vergehen, bis die OeAV Sektion Sillian mit dem Bau der Sillianer Hütte wieder auf den Karnischen Kamm zurückkehren konnte.

Nach reiflicher Überlegung im Sektionsausschuss entstand auf einem prächtigen Platz, am Beginn/Ende des Karnischen Kammes, mit Einblick in das Pustertal, umgeben von Hohen Tauern und Dolomiten, die neue Sillianer Hütte. Diese Hütte wurde nach Vorstellungen einer zeitgemäßen Alpenvereinshütte geplant. Der Neubau war ein Kraftakt. Unter der Bauaufsicht von Maurermeister Hans Viertler, dank tatkräftiger Unterstützung durch Oskar Leiter bei den aufwändigen Materialtransporten, mit unermüdlichen freiwilligen Einsatz von Vereinsmitgliedern und anderen Personen, wurde im Sommer 1983 in nur 61 Tagen der Rohbau erstellt, im darauffolgenden Sommer eine neue Wasserfassung errichtet, im Oktober 1985 der Innenausbau fertig gestellt, sodass am 31. August 1986 die neue Sillianer Hütte festlich eröffnet werden konnte. Die Marktgemeinde unter Bürgermeister Anton Gesser half materiell mit Bauholz; mit Zuwendungen des Bundeskanzleramtes (dank des Kontaktes mit dem bekannten Rechtsanwalt Robert Amhof, dem Anwalt von Bruno Kreisky, und des OeAV), mit Bausteinspenden und eigenen Mitteln konnten die Kosten von rund 7, 5 Millionen Schilling (rd. 550.000 Euro) gedeckt bzw. nach und nach rückfinanziert werden. Die notwendige Sanierung der Alpinsteige im Nahbereich der neuen Sillianer Hütte wurden 1985 und 1986 größtenteils von jungen Sillianern unter der Leitung von Sepp Niedertscheider durchgeführt.

 
 
 
 

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