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ÖAV Schwanenstadt als Ortsgruppe der Sektion Vöcklabruck. (ÖAV Schwanenstadt als Ortsgruppe der Sektion Vöcklabruck.)

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Chronik.

ÖAV Schwanenstadt als Ortsgruppe der Sektion Vöcklabruck.

30. September 2004 / Eckhard Schnaitl

 

Ein Verein stellt sich der Öffentlichkeit vor.  Dazu gehört natürlich auch die Vereinsgeschichte, in der dargestellt wird, warum, wann  und von wem dieser Verein gegründet wurde.

Der Geschichte des Alpenverein Schwanenstadt.

Das Bergsteigen ist mit dem Alpenverein sowohl hinsichtlich der historischen Entwicklung als auch auf Grund der gegenwärtigen Beziehungen untrennbar verbunden. Bergsteigen ist in gewisser Weise Ausdruck einer Lebensform, die eine Gesamtheit von körperlicher Leistung und persönlicher Erlebnisfähigkeit darstellt. Bergsteigen ermöglicht tiefe menschliche Beziehungen zur Natur und zum Mitmenschen und eröffnet Einsichten in viele Geheimnisse der eigenen Persönlichkeit.

Der Österreichische Alpenverein wurde bereits im Jahr 1862 gegründet. Die Gründung der OeAV-Ortsgruppe Schwanenstadt in der OeAV-Sektion Vöcklabruck erfolgte nach den Wirrnissen des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1947. Damals zog es Frauen und Männer aus Schwanenstadt bald wieder in ihre geliebten Berge. Sie wollten dies jedoch nicht jeder für sich alleine tun, sondern in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, unabhängig von gesellschaftlichem und politischem Stand, ob jung oder alt.

Die Gründungsväter des Alpenverein Schwanenstadt waren der Rechtsanwalt Dr. Ernst Peyrer-Heimstätt und Dr. Karl von Jenny, Arzt in Schwanenstadt. Die Gründungsversammlung fand im Gasthaus Achatz-Schnaitl statt und Dr. Peyrer-Heimstätt wurde zum ersten Obmann der OeAV-Ortsgruppe Schwanenstadt gewählt. Rudi Hlauschka als Obmannstellvertreter, Dr. Karl Anderle als Jugendführer und Johanna Schnaitl als Kassiererin standen in weiterer Folge dem Obmann zur Seite.

Als herausragende Begebenheiten dieser Jahre waren die Mitarbeit der Alpenvereinsjugend beim Bau der Jugendherberge am Hochlecken im Jahr 1952 und die Teilnahme der Bergkameraden Dr. Karl Anderle und Christian Pachler bei der Suche und Bergung der Dachsteinopfer aus Heilbronn in der Karwoche 1954 zu erwähnen. Leider verstarb das Ehrenmitglied und Obmann Dr. Ernst Peyrer-Heimstätt im Dezember 1955 ganz plötzlich.

Am 1. Juni 1956 fand im Vereinsgasthaus Achatz-Schnaitl eine Jahreshauptversammlung statt, bei der Rudi Hlauschka zum neuen Obmann, Ing. Franz Focke als Obmannnstellvertreter, Johanna Schnaitl als Kassiererin und Gustl Philipp zum Jugendführer gewählt wurden. In diesen Jahren entstand eine sehr starke und aktive Jungmannschaft, aus der in der Folge Helmut Kollmann und Christl Mösler zu Jugendführern herangebildet wurden, die ihrerseits wiederum für ein sehr attraktives Tourenprogramm sorgten. Auch um Ernst und Lini Wieser und Max Braun scharte sich eine sehr unternehmungsfreudige Gruppe, so dass es ein sehr harmonisches, aktives Vereinsleben gab.

Ab dem Jahr 1959 beherbergte dann der Gasthof Wagner den Alpenverein und später fanden dann die monatlichen Vereinsabende im Gasthaus Schottenberger statt. Eine der Höhepunkte in diesem Zeitabschnitt war die Teilnahme des Alpenverein am Festzug anlässlich der 350-Jahr-Feier der Stadtgemeinde Schwanenstadt im Jahr 1977. Große Bergfahrten führten unter anderem auf den höchsten Berg der Alpen, den Mont Blanc (4.807 m) und das Matterhorn (4.477 m).

Rudi Hlauschka war 30 Jahre lang bis zu seinem Tod im Februar 1985 Obmann der OeAV-Ortsgruppe Schwanenstadt. Nach seinem Tod, der für die Ortsgruppe ein schwerer Verlust war, wurde eine Mitgliederversammlung abgehalten, bei der über die weitere Zukunft bzw. über die Obmann-Nachfolge beraten wurde. Auf Vorschlag von einigen Bergkameraden wurde Eckhard Schnaitl gebeten die Obmannfunktion zu übernehmen. So wurde im Mai 1985 Eckhard Schnaitl zum neuen Obmann der OeAV-Ortsgruppe Schwanenstadt gewählt. Max Braun wurde sein Stellvertreter, Franz Kollmann Kassier, Hermann Lang der Jungmannschaftsführer und die Geschwister Gerhard und Gerlinde Rad die Jugendführer der Ortsgruppe. Hauptanliegen des neuen Obmanns war die Förderung der Gemeinschaft, das Heranführen der Jugend zum Alpenverein und deren Ausbildung.

Leider musste die Ortsgruppe wenige Wochen später wieder von zwei Bergkameraden Abschied nehmen. Ernst Wieser, der fast 50 Jahre Mitglied des Alpenverein war und der Jungmannschaftsführer Hermann Lang verstarben kurz hintereinander. Bei einer Gemeinschaftstour im Juni 1985 auf den Brunnkogel im Höllengebirge gedachte die Ortsgruppe ihrer verstorbenen Kameraden. Die OeAV-Ortsgruppe Schwanenstadt zählte zu jenem Zeitpunkt insgesamt 190 Mitglieder, davon 55 Jugendliche. Durch den ständigen Zuwachs an neuen Mitgliedern, die auch die monatlichen Vereinsabende besuchten, war es notwendig geworden ein neues Vereinslokal zu suchen. Mit dem Gasthaus Brandstätter wurde ein Lokal gefunden, das über einen schönen, großen Raum verfügte, der auch für Lichtbild-Vorführungen gut geeignet war. Es wurden wieder öffentliche Vortragsabende organisiert, die guten Besucherzuspruch fanden.

Der Alpenverein Schwanenstadt beteiligte sich auch am Stadtfest der Stadtgemeinde Schwanenstadt mit einem Informationsstand und einer Kletterwand, die von den Kindern sehr gerne benützt wurde. Bei diesen Stadtfesten hatte der Alpenverein Gelegenheit sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Bei den Gemeinschaftstouren im Frühjahr und im Spätherbst beteiligten sich bis zu 70 und mehr Mitglieder jeder Altersgruppe, bei denen auch Mirl Saminger, das "Urgestein" der OeAV-Ortsgruppe, oft mit ihrer Harmonika, für lustige Unterhaltung sorgte.

Das Jahr 1993 brachte für die OeAV-Ortsgruppe Schwanenstadt wiederum einige Veränderungen mit sich. Obmann Eckhard Schnaitl, der nun seit 1985 die Ortsgruppe geführt hatte, übergab die Obmannfunktion an Gust Mairhofer, der bisher als Alpinreferent schon sehr aktiv für den Verein gewirkt hatte. Die OeAV-Ortsgruppe Schwanenstadt betreute zu diesem Zeitpunkt 280 Mitglieder, davon 80 Jugendliche.

Mit Gust Mairhofer und seinem Team kam wieder neuer Schwung und Elan in das Vereinsgeschehen und Anfang des Jahres 1995 wurde erstmals offiziell über den Bau eines Vereinshauses und die Gründung einer OeAV-Ortsgruppe mit eigener Rechtspersönlichkeit gesprochen. Im Rahmen einer Jahreshauptversammlung wurde die Ortsgruppensatzung und der Bau eines Vereinshauses beschlossen. Die beiden Vorgänger der neuen Führung Eckhard Schnaitl und Max Braun wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Im April 1996 wurde mit dem Bau des Vereinshauses begonnen. Nach nur 7-monatiger Bauzeit und über 6.000 freiwilligen Arbeitsstunden des Bautrupps unter Obmann Gust Mairhofer konnte das Vereinshaus im Dezember provisorisch in Betrieb genommen werden. Die feierliche Einweihung unter Teilnahme von mehreren Bürgermeistern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens fand gemeinsam mit dem 50-jährigen Bestandsjubiläum des Alpenverein Ende August 1997 statt.

Die Mitgliederentwicklung, besonders bei den Familien mit Kindern, war sehr stark und deshalb erfreulich. Die im Vereinshaus eingebaute Indoor-Kletterwand wird besonders von den Kindern sehr stark frequentiert. Die Betreuung erfolgt natürlich von gut geschulten Vereinsmitgliedern.

Im Oktober 1999 wurde dann bei einer Mitgliederversammlung die Gründung einer neuen, selbständigen Sektion Schwanenstadt im Österreichischen Alpenverein beschlossen. Zum 1. Vorsitzenden der Sektion Schwanenstadt wurde der bisherige Obmann der Ortsgruppe Gust Mairhofer gewählt. Im wesentlichen blieben die bisherigen Funktionen unverändert.

Der Alpenverein Schwanenstadt organisiert jährlich mehr als 60 Bergtouren, Wanderungen, Radtouren und Kanufahrten und ist mit derzeit mehr als 1.000 Mitgliedern einer der aktivsten und der mitgliederstärkste Verein in der Region Schwanenstadt.

Eckhard Schnaitl

 
 
 

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