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Radtour im Waldviertel und ‚Böhmisch Kanada‘ (Radtour im Waldviertel und ‚Böhmisch Kanada‘)

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Radtour im Waldviertel und ‚Böhmisch Kanada‘

Donnerstag, 2. Juli - Sonntag, 5. Juli 2020; Führung: Reinhard Wilthaner

siehe Bildbeschreibung
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Großes Interesse gab es für diese kleine Ferienfahrt zu unseren nördlichen Nachbarn. Wegen der großen Nachfrage (4 Interessenten auf Warteliste!) werden wir diese Tour im nächsten Jahr in ähnlicher Form wieder anbieten – frühe Anmeldung empfiehlt sich!

Am Donnerstag, nach gemütlicher Anreise mit der Bahn bis Gmünd, begannen wir unsere Radtour entlang des ehemaligen Eisenern Vorhangs. Die vorher schlecht befahrbaren Wege der tschechischen Grenzschützer sind nun hervorragend asphaltiert und auch die Radwegmarkierungen sind vorbildlich. Auf Höhe Litschau wechselten wir auf ‚unsere‘ Seite und bei Rottal standen wir am nördlichsten Punkt Österreichs! Zwischen zwei Regenfronten erreichten wir trocken, glücklich, hungrig und durstig unser gebuchtes und nettes Quartier in Nova Bystrice. 

Der Freitag begann mit einer 1,5-stündigen Schmalspurbahnfahrt nach Jindrichuv Hradec. Die beschauliche Zugfahrt ( mit ca. max. 25 km/h) in Waggons aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch "Böhmisch Kanada" gleicht einer Zeitreise! In Jindrichuv Hradec geht der 15 Längengrad genau durch die Stadtkirche, und auch sonst bietet die Innenstadt viele sehenswerte historische Gebäude, die seit der Wende liebevoll renoviert wurden. Gestärkt mit Torte und Eiskaffee radelten wir (heute und die folgenden Tage) bei bestem Wetter nach Slavonice. Unterwegs legten wir selbstverständlich Pausen ein und bestiegen auch die eindrucksvolle Burganlage Landstein von der sich ein prächtiger Ausblick auf "Böhmisch Kanada" – ein Gebiet von fast 300 km² - bietet.

Am Samstag nützten wir einen Teil des Thayatalwegs, der auf einer ehemaligen Bahntrasse errichtet wurde und bereits nach 40 km erreichten wir gegen Mittag Raabs a.d. Thaya und unser reserviertes Quartier (JUFA-Raabs). Der geplante Badebesuch entfiel leider, da das Bad coronabedingt geschlossen ist. So erkundeten wir bei einer kurzen Wanderung Raabs, die mäandernde Thaya, und besuchten am Abend ein Freiluftkonzert der örtlichen Musikschule.

Sonntag radelten wir schon früh los und bei Kaiser-& Badewetter erreichten wir im Nu Horn. Von hier wäre die Heimfahrt mit der Bahn gut möglich, verkehrt doch jede Stunde ein Zug ohne Umsteigen bis St. Pölten. Aber die Teilnehmer hatten noch genug Kraft in den Wadeln und so rauschten wir hinunter in das Kamptal. Ein kurzer Badestopp in Stiefern, dann noch eine kurze Strecke bergauf und schon waren wir nach 80 km in Langenlois. Hier kehrten wir bei einem Gasthaus am Hauptplatz zum verdienten Abschiedsessen ein. Während ein Teil der Gruppe mit dem nächsten Zug nach St. Pölten fuhr, beschlossen andere, auch die restliche Strecke zu radeln und erreichten die Heimat am Abend nach ca. 130 Tageskilometer und weichgeklopftem Hinterteil! 

Mit dabei waren Andrea, Brigitte, Ernst, Ingrid, Karin, Karl, Maria unter der Führung von Reinhard

Fotos der Teilnehmer unter:

https://photos.app.goo.gl/JSKHcKJePjBnKBAbA

 

Am Kamptalradweg
Am Kamptalradweg

Text: Reinhard Wilthaner