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3. Spalte (1.Mai - Traditionelle Wanderung auf die Elisabethwarte (Plattenberg))

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1.Mai - Traditionelle Wanderung auf die Elisabethwarte (Plattenberg)

01.05.2013

Wie jedes Jahr treffen wir uns bei jedem Wetter um 9:00 vor dem Feuerwehrhaus (St.Peter/Au Markt), um über den Stockerkogel (525m) auf den Plattenberg (749m) zur Elisabehtwarte zu wandern.

Der Aussichtsturm bietet einen einzigartigen Blick über das Alpenvorland, der auf fast 750m Seehöhe selbst den hektischten Menschen zur Ruhe kommen lässt. Er wurde am 23. September 1900 eröffnet und ist 19m hoch (82 Stufen) und wird seit dem 5.Oktober 1976 von der Alpenvereinssektion St.Peter/Au betreut und verwaltet.

Den Schlüssel zur Warte kann man beim 'Plattenwirt' für einen Euro abholen. Der Euro lohnt sich!

 

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Historisches zur Kaiserin Elisabeth Warte (Verfassers Hr. Dir. Josef Mayr aus Weistrach)

Bereits in der zweiten Hälfte des 19.Jhdts. stand auf dem Plattenberg eine primitive Warte, errichtet aus Holz und Leitern, von Offizieren und Kadetten, welche am Plattenberg von Zeit zu Zeit manövrierten (das österr. Bundesheer verwendet den Plattenberg ab und zu heute noch als Stützpunkt für allfällige Übungen). Mangels Sympathie bzw. Organisation verschwand aber diese erste Warte wieder.

Dies änderte sich aber im Jahre 1897, als die Grundbesitzer Franz und Franziska Schmiedinger vom Plattnergut in Grub Nr. 41 das Grundstück zum Bau einer steinernen Warte zur Verfügung stellten.

Der österreichische Touristenclub Sektion St.Peter/Seitenstetten beschloß daraufhin in einer Sitzung am 5.Februar 1898 eine Aussichtswarte zu errichten. Ausschlaggebend für den Namen der Warte war das Andenken an Ihre Majestät Kaiserin Elisabeth, welche im selben Jahr am Genfer See in der Schweiz einem Mordanschlag zum Opfer fiel.

Der Beschluß wurde vom k. k. Ministerium des Inneren vom 25. Jänner 1899 bewilligt. Laut Aufzeichnungen des ÖTC betrugen die Baukosten 7.000.- Kronen, welche durch Anteilscheine aufgebracht wurden.

Ferdinand Pfaffenbichler aus St.Peter fungierte als Baumeister und mit tatkräftiger Unterstützung der Vereinsmitglieder, sowie der umliegenden Bauernschaft, ging der Bau schnell voran. Der Sandstein welcher als Baumaterial verarbeitet wurde, stammte aus dem unmittelbar neben der Baustelle gelegenen Steinbruch der Theresia Plattner, vulgo Raingrub, Grub Nr. 37.

Nach einer mehr als einjährigen Bauzeit wurde die Warte unter Teilnahme von mehr als 2000 Menschen am 23. September 1900 feierlich eröffnet. Zeigleich mit dem Bau der Warte wurde vom Spender des Grundstücks und teilweiser Subvention des ÖTC ein Schutzhaus errichtet, welches am 2.Jänner 1901 die Konzession für das Schank - und Gastgewerbe erhielt.

In den Folgejahren wurde erstmals eine Panoramakarte herausgegeben, sowie das markieren von Wanderwegen vom ÖTC forciert. Im Jahre 1927 wurde bei der Hauptversammlung des ÖTC in Wien die Übergabe der Warte an den Österreichischen Gebirgsverein genehmigt. Die Urkunde, welche diesem Rechtsgeschäft zugrunde lag ist leider in den Wirren des 2.Weltkriegs verloren gegangen. Letztendlich wurde die Kaiserin Elisabeth - Warte am 5.Oktober 1976 mit einem Schenkungsvertrag an den Österreichischen Alpenverein, Sektion St.Peter in der Au, übergeben.

 
 
 

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