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[GL] ÖTZTALER ALPEN: Hochtouren rund um das Taschachhaus

16.07.2020

Hintere Ölgrubenspitze (3.295 m) – Wildspitze (3.768 m) – Vorderes Köpfle (2.740 m)

TourenleiterIn: Hermann Sonnleitner und Stefanie Schneckenreither

Elf motivierte Mitglieder trafen sich um 5:00 Uhr in St. Peter/Au, um gemeinsam ins Pitztal aufzubrechen.

Dort angekommen starteten wir nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten um 12:00 Uhr von Mandarfen zum Taschachhaus. Da das Wetter zu Beginn besser als erwartet war, entschieden wir uns nicht für den direkten Weg, sondern für den Fuldauer Höhenweg. Dieser führte uns hinauf zum Riffslsee von wo aus es oberhalb des Taschachtals etwa 8 km Richtung Hütte ging. Leider verschlechterte sich das Wetter später und so kamen wir etwas durchnässt aber glücklich um ca. 16:30 Uhr beim Taschachhaus an.

Am nächsten Tag waren uns die Wettergötter leider auch nicht sehr gut gesinnt und so ging es erst um 10:00 Uhr im leichten bis starken Nieselregel und Nebel zunächst auf die Ölgrubenscharte und dann hinauf auf die Hintere Ölgrubenspitze (3.295 m). Der Weg erwies sich als durchaus herausfordernd, da wir über viele lose Steine kraxeln mussten. Der für seine tolle Aussicht bekannte Gipfel, zeigte sich von seiner nebeligen Seite und so bewunderten wir nur das schlichte Gipfelkreuz, freuten uns aber trotzdem über unseren ersten Gipfelsieg. Beim Abstieg konnte ein steileres Schneefeld für eine schnelle Rutscheinlage genutzt werden. Die letzten Kilometer zur Hütte wurde der Regen schließlich noch stärker und so waren wir froh, als wir um 17:30 Uhr wieder auf der Hütte waren und uns stärken konnten.

Am Abend wurde dann die nächste Tour geplant. Das Wetter sollte besser werden, darum entschieden wir uns, schon um 4:00 Uhr zu frühstücken und um 5:00 Uhr zur Wildspitze aufzubrechen, um genug Zeit für den langen Aufstieg zu haben. In einer leicht minimierten Zahl (9) machten wir uns also am Samstag auf den Weg zum zweithöchsten Berg Österreichs. Nach etwa einer Stunde Fußmarsch erreichten wir den Taschachferner. Dieser ging früher fast bis zum Taschachhaus. Hier wurden Steigeisen und Gurt angelegt. Nun ging es in der Seilschaft weiter. Zunächst zeigte sich der Gletscher von seiner eisigen und zerklüfteten Seite und wir mussten so mancher Gletscherspalte ausweichen. Nach ca. zwei Stunden war er jedoch von genügend Schnee bedeckt, sodass wir in einer geraden Linie weitergehen konnten. Hier zeigte sich uns auch zum ersten Mal die Sonne. Der Weg führte uns in einer weiten Schleife hinauf zum Mitterkarjoch, wo uns schon einige andere Seilschaften, die von der Bresslauer- oder von der Vernagthütte aufgestiegen sind, begegneten. Wir erreichten den Fuß des Südgipfels, auf dem das Gipfelkreuz steht. Dort stärkten wir uns ein letztes Mal bevor es, gemeinsam mit einigen anderen Gruppen, ganz hinauf ging. Um ca. 11:00 Uhr standen wir schließlich auf dem Gipfel der Wildspitze (3.768 m). Auch dieses Mal störte uns die fehlende Weitsicht nicht und wir freuten uns einfach, diese tolle Tour bis zum Gipfel geschafft zu haben.

Nach ein paar Gipfelfotos machten wir uns wieder auf den Rückweg. Nachdem wir den Gipfel und das steilste Stück hinter uns gelassen haben, stärkten wir uns noch einmal ausgiebig für den langen Abstieg. Der Gletscher schien uns nun länger als beim Aufstieg. Am Fuß angekommen, kam uns ein Kollege, der auf der Hütte zurückgeblieben war, entgegen und begleitete uns schließlich zurück. Wir erreichten das Taschachhaus nach insgesamt 10:47 Stunden und 1400 Höhenmetern. Nun freuten wir uns alle auf eine Dusche und ein gutes Essen. Am Abend durften wir noch auf die gelungene Tour anstoßen.

Am Sonntag konnten wir bis um 06:00 Uhr „ausschlafen“. Nach dem Frühstück ging es für ein Teil der Gruppe über den Normalweg zurück ins Tal. Die sechs restlichen Gruppenmitglieder wollten den Fuldauer Höhenweg auch einmal bei schönem Wetter sehen und bestiegen dabei noch das Kleine Köpfle (2.740 m). Zum Schluss kam es sogar noch zu einem spannenden Wettrennen zur Taschachalm, wo die zwei Gruppen wieder zusammentrafen. Nach einer kleinen Stärkung traten wir schließlich die Heimreise an.

 
 
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