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Natur- und Kulturwanderung Tennengebirge (Natur- und Kulturwanderung Tennengebirge)

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Historische Fotografie mit der letzten Sennerin der Vorderen Pitschenbergalm, Berta Hager – „die Hagerin“ aus den 1960er Jahren © Museum Burg Golling, Erwin Egger
Historische Fotografie mit der letzten Sennerin der Vorderen Pitschenbergalm, Berta Hager – „die Hagerin“ aus den 1960er Jahren © Museum Burg Golling, Erwin Egger

Natur- und Kulturwanderung Tennengebirge

Begleitend zur Sonderausstellung „Alpenwelt Tennengebirge“ organisierte das Museum Burg Golling gemeinsam mit dem Alpenverein Salzburg und den Naturfreunden Salzburg eine Natur- und Kulturwanderung der anderen Art. Als begnadeter Erzähler spannender Anekdoten und historischer Fakten zeichnete sich der Leiter des Museums Sebastian Krutter aus. Er ist zudem Archäologe und Höhlenforscher und kennt das Tennengebirge wie seine Westentasche, hat er doch die letzten vier Jahre damit verbracht, Fakten, Geschichten und Schaustücke für diese Ausstellung zusammen zu tragen. An seinem umfangreichen Wissen teilhaben zu dürfen und auch noch besondere Plätze abseits der markierten Wege mit dem Blick eines Historikers betrachten zu können haben diese Wanderung zu einem besonderen Erlebnis gemacht.

Ein Highlight war auch das „Befahren“ von drei der über 1.100 Höhlen des Tennengebirges sowie der Blick hinauf zu einer Höhle, in der noch vor der letzten Eiszeit riesige Höhlenbären lebten. Diese ernährten sich rein vegetarisch, was angesichts der heute kargen, mit wenigen Latschen bewachsenen Felshänge kaum vorstellbar ist. Die Gedanken werden auf Reisen geschickt, auch um sich auf der heute völlig verfallenen Pitschenbergalm einen Almbetrieb mit Kühen vorzustellen und die kettenrauchende Sennerin, die drei Tage für den Aufstieg benötigte, den wir mit vielen Erzählpausen in knapp 5 Stunden bewältigt haben. Gar nicht auszumalen, wie dieses verlassene, wunderschöne Hochplateau heute aussehen würde, wäre tatsächlich der geplante Verbindungstunnel von der Eisriesenwelt zum Leopold-Happisch-Haus gebaut worden. Oder gar der Schilift von Gollinger Seite aus. So aber begegnen uns nur wenige Wanderer, obwohl unser Stützpunkt für die Übernachtung, das Leopold-Happisch-Haus, nahezu ausgebucht ist. Hüttenwirte gibt es da oben keine, sehr wohl aber eine gut gefüllte Vorratskammer. Kochen muss jeder für sich selbst, oder es bildet sich eine spontane Küchengemeinschaft. Vor Verlassen der Hütte wird gemeinsam aufgeräumt und durchgekehrt, das Kuvert mit der Bezahlung der entnommenen Lebensmittel und Getränke kommt in einen Briefkasten, das war’s auch schon.

Der Weg am zweiten Tag führt uns weiter über das Plateau nach Süden, dann über die Streitmandlscharte und die Edelweißer Hütte hinunter zum Gasthaus Mahdegg, wo schon das W³-Shuttle wartet, um uns zurück zum Bahnhof zu bringen. Der Zug fährt nochmal an der Burg Golling vorbei, die Ausstellung dort läuft bis Oktober 2023, pausiert jedoch in der kalten Jahreszeit, zu ungemütlich wäre es in den ungeheizten dicken Mauern. Wer sich mit diesem Artikel nicht begnügen möchte, kann sich auf eine Wiederholung dieser Wanderung freuen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, Anmeldungen über office@museumgolling.at sind aber bereits möglich.

Eva Schmidhuber von der Radiofabrik war eine der Teilnehmerinnen an dieser außergewöhnlichen Wanderung. Sie hat Sebastian Krutters Schilderungen und Geschichten aufgenommen und auch die Stimmen und Stimmungen anderer Teilnehmer eingefangen, nachzuhören in Kürze in diesem Podcast:

https://cba.fro.at/podcast/hoch-hinaus-natur-erleben

Text: Anita Bitterlich
Bilder: Kurt Egger

 
 
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