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Ein Ausflug in den Schnee – Hochtour zum Piz Palü (Ausflug in den Schnee - Hochtour zum Piz Palü)

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Ein Ausflug in den Schnee – Hochtour zum Piz Palü

Anfang August machten sich drei junge, begeisterte AlpinistInnen, unterstützt von den Jungen Alpinisten Salzburgs, auf den Weg, den Ostpfeiler am Piz Palü zu besteigen. Geplant war die Überschreitung über den Ostpfeiler und seiner steilen Firnschneide hinauf und den Fortezzagrat wieder hinunter.

Unsere Seilschaft bestehend aus Julian, Mario und Tina trafen sich am 06.08.2021 um 14 Uhr in Pontresina, Engadin. Hier war unser Ausgangspunkt für die Hochtour auf den Piz Palü (3.900 m), genauer gesagt vom Parkplatz Bernina Sud. Über abwechslungsreiche Wanderwege ging es mit schwerem Gepäck zum Berggasthaus Diavolezza, in dem wir bestens übernachten. Nach einem schweißtreibenden Zustieg haben wir uns die Halbpension mit sehr guter Küche schmecken lassen.

Die Sonne schien und wir drei standen auf der Aussichtsterrasse des Berggasthauses und genossen den fantastischen Blick auf den Piz Palü mit seinen beeindruckenden Pfeilern. Am Vortag hatte es leider heftig geschneit, so dass der Ostpfeiler komplett schneebedeckt und somit reinweiß erschien. Normalerweise steigt man in anspruchsvoller Kletterei, aber immer im kompakten Felsen steil zum Gipfel empor und wird am Ende von einer steilen Firnschneide empfangen. Schnell wurde uns klar, dass unser Vorhaben auf der Kippe stand. Keiner von uns hatte diesen Pfeiler je erklommen und somit waren sowohl Wegfindung als auch das Finden von guten Placements fast unmöglich. Wir entschieden uns nach eindringlichem Studium von Wetter und Verhältnissen am Berg, am morgigen Tag den Normalweg auf den Piz Palü über den Pers Gletscher zu gehen, mit der Option die Überschreitung aller Palü Gipfel zu absolvieren und über den Fortezza Grat abzusteigen.

Die Nacht im Lager auf 3.000 m war wenig erholsam, um 03.00 Uhr klingelte unser Wecker. Gemeinsam mit ca. 10 anderen Seilschaften starteten wir nach einem guten Frühstück um 04.30 Uhr in die Nacht, die Morgendämmerung begrüßte uns erst am Gletscher um 05.30 Uhr. Ein sehr sonniger Morgen begleitete uns durch die Gletscherspalten auf die Ostschulter. Der gewaltige Gletscher beeindruckte uns von Anfang an. Fasziniert von dem unglaublichen Rundumblick und den Eismassen spürten wir den sehr kräftigen Südföhn erst am Kamm. Riesige Wolkenberge schoben sich von Süden her an den Berg heran und machten den Grat vom Ost- zum Hauptgipfel ziemlich anspruchsvoll und teilweise auch recht beängstigend. Etwa 200 m über der Wolkengrenze konnten wir dennoch in Richtung Gipfel steigen. Gegen 10.00 Uhr erreichten wir den Hauptgipfel und entschieden uns nach langem Hin- und Her, und Abwägen des Risikos auf der einen Seite und der Abenteuerlust auf der anderen aufgrund des böigen Südföhns den Normalweg wieder abzusteigen und auf die Überschreitung zu verzichten. Nach einem entspannten Abstieg ging es auf einen kurzen Abstecher in die Diavolezza Hütte zurück und dann weiter talwärts. Um 18 Uhr erreichten wir das Tal im Regen und checkten im nahegelegenen Campingplatz Morteratsch ein, um bei einem kühlen Bier den Tag Revue passieren zu lassen und uns auszuschlafen. Nach einem gemütlichen Frühstück am nächsten Morgen ging es geschafft, aber glücklich und voller Vorfreude bald zurückzukommen, um doch Ostpfeiler und Fortezzagrat zu besteigen, zurück in die Heimat.

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