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Fotos Dolomitenwoche der Bergwandergruppe 2018

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Dolomitenwoche der Bergwandergruppe 2018

09.12.2020

 

Bergwoche in den Dolomiten 2018
 
 
Traumhaftes Bilderbuchwetter!
 
Die Bergwoche startet am Montag, 10. September 2018. Die Gruppe wird sicher von Maria Martl über den Felbertauern nach Südtirol bis zum Furkelsattel geleitet. Dort erwartet uns Raimund Gumpold, der die Dolomitenwoche für uns organisiert hat. Mit Kultur-Wandern Società Dante im Cordevole-Tal ist er schon einige Tage vorher in diesem Gebiet.
 
 Montag, 10. September
 
Mit Peter Spindler, der die Bergtourengruppe führen wird, begeben sich die „Mutigen“ auf eine anspruchsvolle aber kurzweilige Bergtour, den 2.507 m hohen Piz da Peres, einen aussichtsreichen Gipfel in traumhafter Dolomitenlandschaft.  Wir folgen zunächst dem Forstweg und zweigen dann auf einen unmarkierten Waldweg ab. Weiters sind nun einige felsige anspruchsvolle Passagen zu überwinden. Am Schluss geht es über einen Grasrücken zum Gipfelkreuz. Wir haben eine fantastische Aussicht zur Peitlerkofelgruppe und auf den gegenüberliegenden Kronplatz. Der Abstieg über den Grashang zur Dreifingerscharte, weiters über einen sehr steilen Geröllkegel hat noch unsere letzten Kraftreserven moblisiert. Unsere Rundtour endet pünktlich am vereinbarten Treffpunkt am Furkelsattel, wo uns Raimund erleichtert begrüßt.
 
Vom selben Parkplatz am Furkelsattel ist Maria Martl mit der Bergwandergruppe auf den 2.275 m hohen Kronplatz gestartet. Dieser gehört zu den schönsten Aussichtspunkten Südtirols, ein bekannter Schiberg! Plattgewalztes Terrain! Liftmaste, Schneekanonen, Schneelanzen! Diverse Lokale für Seilbahntouristen auf dem Gipfel. Zufällig treffen wir Reinhold Messner, der sein von der irakischen Architektin Zaha Hadid großartiges, futuristisch gestaltetes „Museum Corones“, das 2015 fertiggestellt worden ist, besucht. Beim erhöhten Platz der Friedensglocke „Concordia“ erklärt ein großes 360° Bergpanorama die beeindruckende Umgebung. Unterwegs beim Abstieg kehren wir in einer gemütlichen Hütte ein und erreichen gegen 17.00 Uhr wieder unseren Ausgangspunkt, den Furkelsattel. Gemeinsam mit der Bergtourengruppe fahren wir in unser Quartier „Hotel Dolomiti“ in Funtanacia bei La Villa.
 
 Dienstag, 11. September
 
Für die Bergtourengruppe steht heute der Peitlerkofel mit 2.875 m auf dem Programm. Die Anreise erfolgt in Richtung St. Martin in Thurn und weiter zum Parkplatz Würzjoch. Über einen Schotterweg gelangen wir zu einer Naturpark-Infotafel, wo wir an der Weggabelung rechts über einen etwas steileren und felsigen Steig zur Peitlerscharte, 2.375m gelangen. Nach einer kurzen Rast geht es weiter in Serpentinen über die Peitlerwiesen ins felsige Gelände des Südgrats. Hier legen wir unsere Kletterausrüstung an und weiter geht es über den Klettersteig hinauf. Eisenhaken und Drahtseile sichern und erleichtern uns die kurze Kraxlerei zum Gipfel. Oben angekommen genießen wir das große Bergpanorama. Nach dem Abstieg zur Peitlerscharte wartet ein stundenlanger Rundweg auf uns. Es geht über weitläufige Almböden, durch einen märchenhaften Mischwald aus Zirben und Lärchen vorbei an der Fornela-Hütte, wo sich die Runde schließt, zum Parktplatz.
 
 Die Bergwandergruppe nimmt dieselbe Anfahrtstrecke und parkt die Autos etwas unterhalb des Würzjochs. Von hier aus startet die Gruppe über herrliche Grasmatten vorbei an der Maurerberghütte (Rif. Montemuro) und setzt den Weg fort zum Gipfelkreuz des Maurerberg 2.332 m. Anschließend führt der Abstieg auf spannende Weise über wunderschöne rotblühende Teppiche von Alpen-Bärentrauben, für den sich ein Teil der Gruppe entschieden hat. Wir genießen das großartige Gourmet-Angebot im Rif. Montemuro, da uns schon beim Aufstieg Kaffee und ein reichhaltiges Kuchenangebot empfohlen worden ist. Durch herrlich duftende Zirbenwälder geht es zurück zum Parkplatz.
 
 Mittwoch, 12. September
 
Die Bergtour führt heute auf den Heiligkreuzkofel mit 1.907 m. Es geht mit dem PKW nach St. Leonhard und weiter mit dem Sessellift zur Bergstation. Von hier aus sind es nur wenige Minuten hinauf zur herrlich gelegenen gotischen Wallfahrtskirche „Heilig Kreuz“ und zum Hospiz. Nach Besichtigung des gotischen Bauwerks geht es zunächst durch einen Latschenkiefernwald, über einen Geröllsteig zu den monumentalen Felsaufbauten des Heiligkreuzkofels. Der Steig quert den ganzen Westhang des Berges bis zur Kreuzkofelscharte, 2.612 m, dabei müssen wir mehrere steile Felspassagen überwinden. Der Steig ist zwischendurch mit Seilen gesichert. Wieder einmal sind Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit erforderlich. Wir erreichen die Kreuzkofelscharte und genießen die wohlverdiente Rast. Von hier aus geht es weiter - vorerst mäßig ansteigend – nordwärts  über den Bergkamm Richtung Gipfelkreuz. Am Kamm bergauf führt der Steig über einen gerölligen Gipfelkegel zum höchsten Punkt. Nach dem langen und anstrengenden Aufstieg werden wir mit einem traumhaften Fernblick belohnt.
Der Abstieg führt zurück zur Kreuzkofelscharte. Von hier aus wandern wir zuerst eben über das Plateau und steigen dann wieder hoch zum Lavarella-Sattel. Weiter mühen wir uns über einen steilen Schotterkegel durch das Val Medesc weit ins Tal abwärts, um dann durch Latschen und Wald zum Beginn des Kreuzweges und leicht ansteigend zurück zur Heiligkreuz-Kirche zu gelangen. Den Sessellift erreichen wir in letzter Sekunde und waren froh, den langen Weg ins Tal nicht zu Fuß zurücklegen zu müssen. Im Tal angekommen geht es zur Entspannung direkt in die nächste Bar, wo uns unsere liebe Kameradin Carol auf regionale Käsespezialitäten einlädt.
 
Die Anfahrt der Bergwandergruppe geht über Kolfuschg auf einer Serpentinenstraße zum riesigen Parkplatz auf dem Sellajoch. In einer 2-Personen-Kübelbahn geht es stehend auf die Langkofelscharte zur Toni Demetz-Hütte. Die Berghütte ist nach dem jungen Bergführer, der hier 1952 von einem Blitz erschlagen worden ist, benannt. Von dort aus führt ein 400 m-Abstieg im Nordschatten des Bergmassivs an der Langkofel-Hütte vorbei. Eine herrliche Rundweg-Wanderung bis zur Rif. Comici erwartet uns, wo wir ein reichhaltiges gastronomisches Angebot und vielfältige Möglichkeiten zur möglichen Freizeitgestaltung vorfinden. Auf dem Weg dorthin kommen wir an den Resten einer ehemals ausgedehnten Gletscherzunge vorbei, die durch ihre markante, konkave, weißgraue Schichtung einen speziellen Blickfang darstellt und ein beeindruckendes Fotomotiv bietet. Ein interessanter und landschaftlich großartiger Tag liegt hinter uns.
 
 
Donnerstag, 13. September
 
Die Bergtour führt uns heute auf den Lagazuoi, 2778 m, eine geschichtsträchtige Tour, die noch den Frontverlauf im Ersten Weltkrieg erkennen lässt. Kaiserjäger bzw. Alpini versuchten hier gegnerische Stellungen auszuschalten. Die weitverzweigten Stellungen wurden in den letzten Jahren restauriert, Stollen freigelegt und alte Festungen renoviert. Die Anfahrt führt auf den Falzarego-Pass. Nach einem vorerst breiten Weg gelangen wir über einen steinigen Geröllhang zum Kaiserjägersteig. Seilsicherungen erleichtern den Aufstieg durch eine steile Felsrinne. Eine Schlucht queren wir auf einer Hängebrücke. Über felsiges Gelände kommen wir auf die mächtige Geröllterrasse von der aus wir das Gipfelkreuz erreichen. Nach einer wohlverdienten Rast genießen wir die fantastische Aussicht und kehren anschließend zur Stärkung in der Lagazuoi-Hütte ein. Ein Weg führt von der Hütte hinab zum Eingang des großen italienischen Stollens. Italienische Truppen bohrten das 1,2 km lange finstere Loch mit einem Querschnitt von fast zwei mal zwei Meter in sechs Monaten vom Felsfuß der Lagazuoi Südwand bis knapp vierzig Meter unter die österreichische Stellung, wo sie am 20. Juni 1917 ihre Sprengladung zündeten. Nur mit Lampen können wir diesen Stollen bewältigen, der teilweise sehr steil, mit hohen Stufen bergab führt. Ein Serpentinenweg leitet uns hinab zu den steinigen Wiesen über dem Falzarego-Pass.
 
Die Bergwandergruppe fährt in Richtung Arabba und nimmt den Parkplatz Planac in Corvara mit dem heutigen Ziel Setsas. Ein gelber 6-er Sessellift schaukelt die Teilnehmer über die ersten Höhenmeter. Eine weitläufige Wanderung über herrliche Almwiesen, deren Flora zu dieser Jahreszeit bereits verblüht ist, führt uns allmählich in steiler werdende Schotter- und Felsabschnitte. Vorbei an mehreren Bergrücken, die uns bereits „Gipfelsieg“ verheißen, erkennen wir, dass dieser noch „etwas weiter“ entfernt ist. Schließlich erreichen wir nach einer anspruchsvollen Wanderung das Gipfelkreuz der Setsas, 2.571 m. Wir genießen die herrliche Aussicht zur Marmolada und bestaunen das schräg abfallende Hochplateau des Heiligkreuzkofels. Auf dem Weg retour machen wir Rast in einer gastlichen Stätte und genießen das reichliche Angebot auf der Terrasse. Anschließend geht es mit dem Sessellift wieder retour ins Tal.
 
 Freitag, 14. September
 
Nach dem Frühstück muss uns unser tüchtiger Bergtourenführer Peter Spindler schon wieder Richtung Heimat verlassen. Raimund dankt ihm für seinen engagierten Einsatz. Karl Regner übernimmt an diesem Tag die Führung der Gruppe. Unser Ziel heute ist heute eine Bergtour auf den Pares Sas de Crosta, 2.396 m. Die prächtige Bergwanderung beginnt entlang eines Forstweges und führt in mehreren langgezogenen Kehren hinauf zu den Ciavaza Wiesen mit urigen Heuhütten. Danach wird der Anstieg steiler, führt über einen breiten Grasrücken aufwärts, die letzten Meter über felsiges Gelände zum Gipfelkreuz. Ein besonderes Berg Heil wünschen wir unserem Bergkameraden Raimund, der die 800 Höhenmeter mit uns gemeinsam, trotz gesundheitlicher Probleme, gegangen ist. Uns bietet sich ein schöner Tiefblick nach St. Vigil, sowie ins Rautal. In der Nordflanke des Berges stehen zwölf bizarre Felszacken, die „Zwölf Apostel“. Wir blicken auf das imposante Heiligkreuzkofelmassiv mit Neuner- und Zehnerspitze. Auf dem gleichen Weg retour errreichen wir wohlbehalten den Parkplatz. Wir bedanken uns bei Karl für die spontane Bereitschaft, uns auf den Pares Sas de Crosta zu führen.
 
Die Bergwandergruppe ist heute unterwegs zum berühmten Kirchlein Heiligkreuz, das am Fuße der Heiligkreuzkofelwand vor herrlicher Bergkulisse steht. Die Fahrt geht nach La Valle zum Parkplatz. Über schöne Matten wandern wir zum Büßerkreuz mit der ersten Sicht auf die Heiligkreuzkirche, die wir nach kurzer Rast erreichen. Urkundlich erstmals erwähnt wird der Wallfahrtskirche 1485. Der bestehende Bau geht auf das 16. Jhd. zurück, wurde 1852 umgebaut und vergrößert. Neben dem Kirchlein befindet sich das Hospiz. Der Rückweg erfolgt auf dem Steig unterhalb der markanten Wände des Heiligkreuzkofels. Mit der Besichtigung des besonders beeindruckend angelegten Friedhofes von La Valle – kunstvolle schmiedeeiserne Grabkreuze, herrlicher Blumenschmuck – endet unsere Wanderung.

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In diesen herrlichen Spätsommertagen haben wir den Zauber der Dolomiten mit ihren prächtigen Bergkulissen erfahren dürfen.
Wir danken Raimund Gumpold, dem Leiter unserer Bergwandergruppe, der schon mehrmals diese alljährliche Dolomitenwoche mit großem persönlichem Einsatz und umfangreicher, zeitintensiver Planung organisiert hat.
In unseren Dank schließen wir Peter Spindler, der die Bergtourengruppe zu Höchstleistungen angespornt hat und Maria Martl, die die Bergwanderungen sehr engagiert geleitet hat, mit ein. Ein extra Dankeschön auch an Karl Regner für die Leitung der Freitag-Tour und die interessanten Beiträge zu Geschichte und Geographie der Gegend.
 
Gertraud Stögermüller & Claudia Rainer
 
 

 
 
 

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