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Zinkwand 2442m - Rotmandlspitze 2453 (Zinkwand 2442m - Rotmandlspitze 2453)

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Zinkwand 2442m - Rotmandlspitze 2453

05. Oktober 2013

Blick vom Stollen in das Knappenkar.

Nicht vom Metall Zink, sondern von seiner Form – einem Zacken gleich – hat die Zinkwand ihren Namen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass dort niemals Zink abgebaut wurde sondern Silber, Kobalt und Nickel. Unter uns unvorstellbaren Bedingungen arbeiteten und lebten die Knappen mitten im Gebirge der Niederen Tauern. Durch einen dieser Stollen soll unsere Wanderung führen. Immer wieder werden wir auf die Spuren der Bergknappen von damals stoßen.

Die Rotmandlspitze hat ihren Namen wohl von ihrer, von weitem sichtbaren, Farbe. Je mehr man sich diesem unscheinbaren aber wunderbaren Aussichtsgipfel nähert, desto intensiver leuchtet sein Rot.

Als wir auf der Ursprungalm aus dem Auto steigen wirft uns der Fönsturm fast um. – Von wegen warmer Wind; wenn man länger steht, ist einem alles andere als warm. Also so schnell wie möglich in Bewegung kommen!

Beim Unteren Giglachsee haben wir uns warmgegangen und können uns einer Kleidungsschicht entledigen. Wanderer, die uns im Vetternkar begegnen, erzählen uns, dass auf der Südseite die Sonne scheint und Windstille herrscht. Wir aber müssen noch schattseitig hinauf auf die Vetternscharte. Dafür müssen wir den markierten Weg auf halber Höhe Richtung Rotmandlspitze verlassen und uns an den Steinmännern und Wegspuren, vorbei am Oberen Knappensee orientieren. Hüttenruinen, Schutthalden und ein Stolleneingang zeugen vom Leben der alten Bergknappen.

Aus dem Stolleneingang kommt eisige Luft. Friedl und Hubert finden, dass man der Sache nachgehen muss und erkunden das kalte Loch, in dem sie „ewiges Eis“ finden und das Rätsel damit lösen.

Schon das Vetternkar kann mit einer umwerfenden Seenlandschaft aufwarten – und nicht weniger prachtvoll präsentiert sich von der Scharte aus das Knappenkar; wieder blickt man auf etliche Seen und auch die Zinkwand ist erstmals zu sehen.

Nach einem Abstieg von 200 Hm geht es abermals vorbei an alten Knappenhäusern und einer langen Schutzmauer, die die Knappen vor Lawinen beschützte. Wir steigen wir über die steile, versicherte Rampe zum Zinkwandstollen auf. Die Stirnlampen werden ausgepackt und tief gebückt begeben wir uns ins Innere des Berges. Über mehrere Leitern kommen wir an zwei Löchern vorbei, die Tageslicht ins Innere des Stollens lassen. Vor einem befindet sich die sogenannte Knappenstube – ein Unterschlupf mit Schlaf und Sitzgelegenheiten und sogar einem Grillofen; unweit im Stollen findet sich noch ein stilles Örtchen womit einer Übernachtung nichts im Wege stehen würde.

Wir aber wollen weiter und begeben uns staunend und die alten Knappen bewundernd und gleichzeitig bedauernd zum Stollenausgang hoch über der Keinprechthütte.

Von hier aus beobachten wir die Bergung eines am Pietrach abgestürzten Wanderers, der dieses Unglück leider nicht überlebte.

Wir wenden uns nach rechts und steigen über die Brettscharte zum Gipfel der Zinkwand (2442m). Hier wollen wir über die scharfe Gratkante auf das Holzschartl absteigen und mit möglichst wenig Höhenverlust auf die Kruckeckscharte queren um den weiten Abstieg auf die Keinprechthütte zu vermeiden. Schließlich kommen wir über Blockgelände der unverwechselbaren Rotmandlspitze (2453m – sie leuchtet schon vor Weitem in der namensgebenden Farbe) immer näher und nach 5 ½ Stunden Gehzeit stehen wir schließlich auf ihrem recht unscheinbaren Gipfel. Leider hat es inzwischen zugezogen, sodass wir auf die hervorragende Aussicht, die man bei gutem Wetter hat, verzichten müssen.

Bei den Giglachseen erwischt uns dann tatsächlich der (Niesel-) Regen und wir kommen etwas begossen beim Parkplatz Ursprungalm an. – Nach dieser langen Tour gehört natürlich ein Einkehrschwung mit zum Programm und so lassen wir es uns vor der Heimfahrt noch einmal gut gehen.

Gerald Bertl

 
 
 
 

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