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In den Lechtaler Alpen

am Schnee

Wir starteten unsere Expedition in die Lechtaler Alpen mit „Slow Travel“, sprich einem eigenen Anreisetag. Mittagessen beim Nudelini in Mondsee, Kaffeepause in Bad Tölz, Radarfoto um 15 Euro und dann dem Durchqueren des Oberammergaus mit Stippvisite im Stift Ettal und einer märchenhaften Fahrt durchs Ammertal am Plansee vorbei nach Häselgehr. Dort nächtigten wir in der Pension Lichtspitze, starteten dann am nächsten Tag von der 40 Einwohnergemeinde Gramais, der kleinsten Gemeinde Österreichs Richtung Hanauer Hütte. Eine sechsstündige Tour bei Kaiserwetter, die uns zu den Koglerseen führte, eine Art natürlicher Infinity-Pool und eine große Augenweide. Nach Überwindung einer Scharte folgte dann der Abstieg über ein Schneefeld zur Hanauer Hütte, wo wir mit den anderen Mitgliedern unserer Wandergruppe zusammentrafen, die den kürzeren, zweistündigen Aufstieg von Boden gewählt hatten.

Am zweiten Tag gings weiter zur Steinseehütte: Nach vier Stunden erreichten wir die frisch renovierte Unterkunft noch knapp vor dem Regen. Beim abendlichen Ausflug zum namensgebenden Steinsee ließ sich nicht nur das alpine Gewässer bewundern, sondern ein Mitwanderer fand auch Regenhose und Schirm, die er dort oben verloren hatte . . .

Am dritten Tag gingen wir schon wieder runter, denn die Wettervorhersage war gar nicht schön. Der Abstieg entlang eines Bachs Richtung Gramais entpuppte sich als deutlich abenteuerlicher als geplant: Im strömenden Regen über die mit Drahtseilen versicherten Felsplatten zu klettern, während es daneben senkrecht hunderte Meter in die Tiefe geht, sorgte für mehr Nervenkitzel als erwartet. Durch ein von vielen Wasserfällen geprägtes Tal fanden wir triefnass den Weg ins idyllische Gramais. Die beiden Folgetage verbrachten wir in einem Hotel in Reutte, mit einem Ausflug auf die 179 Meter lange Hängebrücke.

Dann gings retour ins Gebirge, diesmal in die Tannheimer Berge, die schon zu den Allgäuer Alpen zählen. Wir fuhren auf den Hahnenkamm in Reutte, marschierten über steile und teilweise auch unglaublich rutschige Bergwiesen zur Otto-Mayr-Hütte. Diese hat eine interessante Geschichte: Sie wurde einst zu einer Weltausstellung in München als Modell-Berghütte konzipiert, etwa um 1900 rundum. Tatsächlich besticht die top-sanierte und -geführte Hütte des DAV Augsburg mit ihrem heimeligen Innenleben. Nach einer Nacht im Lager stiegen wir zum Gasthaus Bärenfalle ab, traten dann nach einem gemeinsamen Abschiedsmahl die Heimreise an.

PS: Ein Teil der Gruppe war von der Steinseehütte noch zur Würtemberger-Hütte weitermarschiert und erst einen Tag später abgestiegen

PPS: Die Lechtaler Touren wurden in unserem Tourenbuch als mittelschwer angegeben. Tatsächlich gelten sie als schwierig...

Ulli Gantner

 
 
 

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