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Rauf und wieder runter - 25. August 2020

Gletscher

Um 3:45 Tagwache, um 4:00 Treffpunkt vorm Apartment in Galtür.

Alle rein ins Auto, also meine 4 Brüder und ich, und etwas später sind wir schon auf dem Parkplatz auf der Bielerhöhe am Silvretta-Stausee (2.037m), an der Grenze von Tirol und Vorarlberg.

Nachdem jeder seine Bergschuhe gebunden hatte, schulterten wir unsere Rucksäcke und es ging endlich los.

Natürlich nahmen wir gleich nach ca 15min einen schmalen Trampelpfad, wie sich später herausstellte war es nur ein Hirtensteig, anstatt der breiten und gut begehbaren und makierten Forststraße. Aber wer erkennt halb schlafend und in der stockfinsteren Nacht schon den richtigen Weg?

Ohne weitere Zwischenfälle erreichten wir nach einem zügigen Marsch um 7:00 die Wiesbadnerhütte (2.443m) die gerade zum Leben erwachte. Für uns war das eine gute Gelegenheit zum Frühstücken und unseren Kalorienhaushalt wieder aufzufüllen. Das gelang uns ganz gut mit einer großen Kanne schwarzen Kaffee und einem Seiterl.

Bei einem kurzen Update mit dem Hüttenwirt erfragten wir, dass der Kleine Piz Buin zu „tauen beginnt“, sprich der Permafrost taut auf, und er zügig und ohne Rast zu passieren sei.

Nach unserer wohlverdienten Stärkung machten wir uns wieder auf den Weg den größten Berg Vorarlbergs zu bezwingen. Mit der aufgehenden Sonne im Rücken und einem wohligen Gefühl im Bauch gelangten wir nicht ohne etwas Schweiß zum Gletschereinstieg.

9:00: Mit Eisen an den Stiefeln und Pickel in der Hand bestieg die Faschinger Seilmanschaft den Ochsentaler Gletscher. Voran unser kleiner Bruder Benedikt (erste Gletschererfahrung), geführt von Josef (Hochgebirgsjäger in Absam), Johannes (unser Sonnenschein und Zimmerer), Philipp (Ältester und spirituelle Führung) und als Schlusslicht ich (Motivator, Antreiber und Berichtverfasser).

Es ging gut voran. Die Höhe, die bereits zurückgelegte Strecke und die Temperaturen machten sich schon langsam bemerkbar.

Das Eis knirschte unter den Steigeisen und wir sprangen über Gletscherspalten. Ein einzigartiges Gefühl von Freiheit.

Vorbei am Kl. Piz Buin, der unentwegt Steine in unsere Richtung poltern ließ, gelangten wir sicher und gut geführt zum Rande des Gletschers und zur letzten Etappe unseres Tagesziels.

Die 3.000m Marke verlangte ihren Zoll und so passten wir unser Tempo an die Höhe an. Die letzten 300 Höhenmeter erarbeiteten wir uns Stück für Stück und mit strahlenden Gesichtern und stolzer Brust erreichten wir nach eine paar leichteren Kletterpassagen um 11:30 den höchsten Berg Vorarlbergs, den Piz Buin (3.312m).

Berg Heil meine Brüder

Max Faschinger

 
 
 

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