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Eine Woche auf der Neuen Reichenberger Hütte (Eine Woche auf der Neuen Reichenbergerhütte)

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Rundum Blick

Eine Woche auf der Neuen Reichenberger Hütte

Ein heißer Tip für den Urlaub: Wie wäre es denn mal mit einer ganzen Woche auf unserer Sektionshütte? Es lohnt sich!

 



Am Sonntag den 21.8. stieg ich zur Reichenberger Hütte auf. Natürlich hatte ich mich vorher angemeldet. Für den Aufstieg bei herrlichem Sonnenschein wählte ich die sehr schöne Route durch das Trojertal und ließ mir viel Zeit zum Fotographieren. Auf der Hütte angekommen erwartete mich unser Hüttenwirt Hans.

Für den ersten Wandertag habe ich mir leichte Ziele ausgesucht. Die eindrucksvolle Gösleswand und die Finsterkarspitze standen auf dem Programm. Der Weg zur Gösleswand war gut markiert und unterwegs konnte ich Murmeltiere beobachten. In ungefähr einer Stunde war der Gipfel erreicht, wo ich eine lange Pause machte und das herrliche Bergpanorama genoss. Dann ging es weiter zur Finsterkarspitze. Der Weg ist nicht markiert, aber die Spuren der Mitwanderer sind leicht zu finden. Es gibt einen Trampelpfad bis zum Gipfel und ein Gipfelbuch, in das man sich eintragen kann. Auch der Abstieg war problemlos. Die Finsterkarspitze ist ein lohender, schöner Berg für den Einstieg der Hüttenwoche.

 



Für den zweiten Tag hatte ich mir dann schon etwas mehr vorgenommen. Es ging über den Bachlenkenkopf (leichte Wanderung zum Verdauen nach dem Abendessen) auf die Graue Wand. Hier sollte man schon schwindelfrei sein und auch etwas Klettern mögen. Der Gipfel der Grauen Wand ist sehr schmal und es geht an beiden Seiten sehr steil abwärts.

Er ist eine gute Vorbereitung für das, was ich für den folgenden Tag geplant habe: die Reichenberger Spitze, ein eindrucksvoller, sehr schöner Berg, der aber und nur selten bestiegen wird.


Auf dem Weg zur Reichenberger Spitze gibt es keinerlei Markierungen oder Trampelpfade, an denen man sich orientieren kann. Man muß sich seinen Weg selbst suchen. Von dem im Internet beschriebenen Weg per Übersteigung der Grauen Wand hat mir unser Hütenwirt abgeraten, denn hinter der grauen Wand geht es sehr steil runter und eine Seilsicherung ist neben einem Kletterpartner dringend anzuraten. Das hatte ich tags zuvor ja auch schon selber gesehen. So empfahl mir Hans den Aufstieg aus dem Tal direkt auf die Reichenberger Spitze. Vom Schwierigkeitsgrad her ist die Reichenberger Spitze eine angenehme Kletterpartie, die man auch noch im Alleingang ohne Seil bewältigen kann. Man sollte aber eine gewisse Bergerfahrung mitbringen, denn es geht teilweise sehr steil und der Fels ist brüchig. Mein Weg führte aus dem Tal auf der Südseite des Gipfels auf den Bergrücken und dann über die steile Bergwiese weiter zum Gipfel. Der Bergrücken hat ein nettes Plateau, das sich bei super Wetter für eine Rast anbot und mehr als nur einladend war. Es war einfach traumhaft schön dort oben. Auch der Weg über die Bergwiese war eindrucksvoll.

 

 

Auf dem Gipfel gab es dann einen wunderschönen Rundumblick mit freier Sicht auf den Großvenediger und das Keeseck, das ich mir für den folgenden Tag vorgenommen hatte. Den Abstieg hab ich dann über den felsigen Grat zurück auf den Bergrücken gewählt, weil mir die Bergwiese von oben dann doch etwas sehr steil vorkam.

 


Abends auf der Hütte meinte ich dann zu Hans, dass es eine sehr schöne Tour war, aber ganz bestimmt nicht einfach. Ja, meinte er mit einem Lächeln, das haben diese Dreitausender so an sich! Abends erfrischte ich mich dann noch bei einem kühlen Bad im einsamen Göslessee vor traumhafter Bergkulisse.


Der Weg auf das Keeseck am folgenden Tag führte mich am Gamsköpfel vorbei über einen sehr gerölligen und steilen Anstieg, der teilweise mit Steinmännchen markiert war, am Gletscher vorbei auf den Bergrücken. Diesen habe ich dann gequert und bin ihm etwas unterhalb mit Blick auf die Seespitze gefolgt und bin dann weiter über den gut gangbaren, aber steilen Endanstieg zum Gipfelkreuz.

 


Auch an diesem Tag war herrlichstes Wetter und es gab, wie bestellt, nur einige Wenige Wölkchen zum verschönern der Fotos. Da das Keeseck der höchste Berg im Bereich der Reichenberger Hütte ist, hat man hier auch einen tollen Rundumblick von den 3 Zinnen im Süden bis zum Großvenediger im Norden. Einfach grandios!




Den Rückweg wählte ich dann auf der anderen Seite des Bergrückens oberhalb des Gletschers. Er war auch sehr gut zu gehen und etwas kürzer als der Hinweg.

 
 
 

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