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Der Ortler | König Südtirols | 3.905m (Ortler | 30.-31. Juli 2021)

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Der Ortler | König Südtirols | 3.905m

Führungstour Ortler Normalweg – Hochtour vom 30. -31. Juli 2021

Teilnehmer: Fritz Poppernitsch, Christina Wurzacher, Christopher Hinteregger, Lisa Aichholzer, Sebastian Köferle, Max Wiedenig, Martin Neuhold, Caroline Neuhold-Walder

Freitag, 30. Juli 2021
Wir trafen uns alle um 08.00 Uhr in Lienz und starteten die lange Anreise nach Sulden. Um ca. 13.00 Uhr begann unsere Tour von einem kleinen Parkplatz kurz vor Sulden, von wo wir schon die mächtige Nordwand des Ortlers vor Augen hatten. Wir gingen dann zuerst den Forstweg hinauf und später durch den Wald, bis wir ein riesiges Geröllfeld erreichten. Nach dessen Querung ging es kurz steiler zur Tabarettahütte weiter. Hier stärkten wir uns mit einer Runde kühler Getränke. In einer langen, leicht ansteigenden Querung ging es weiter über die Geröllhänge des Muttgrabens zur Bärenkopfscharte. Wir kamen auf die Westseite des Tabarettakammes und folgten dem teils seilversicherten Weg bis zur Payerhütte, wo wir übernachteten. [1.180 Hm, Gehzeit 3.15 Std.]

Samstag, 31. Juli 2021
Nach einem schnellen Frühstück um 04.30 Uhr brachen wir um 05.10 Uhr mit Stirnlampen auf. Es wurden drei Seilschaften gebildet. Wir haben uns ein wenig beeilt, da üblicherweise ordentlich Andrang herrscht und dadurch ein Stau auf den Schlüsselstellen vorprogrammiert ist. Wir querten zunächst die Westhänge der Tabarettaspitze. Hinter einer Scharte kletterten wir kurz bergab. Dann führte der Grat in leichtem auf und ab zur Scharte unterhalb des Felsaufschwungs. Es folgte eine steile Kletterpassage, die durch eine Eisenkette entschärft ist. Am Grat folgt erst Gehgelände, dann ausgesetzte Kletterstellen bis zum III Schwierigkeitsgrad. Fritz und Christopher haben uns natürlich sehr gut gesichert bzw. bei den Ketten konnten wir uns zusätzlich mit einer Bandschlinge noch einhängen. 

Nach den Felsschwierigkeiten legten wir die Steigeisen an und querten den steilen Firnhang hinüber in das Bärenloch genannte Gletscherbecken. Von dort an gingen wir dann nur mehr in zwei Seilschaften hinauf zum Gipfel. Auf dem folgenden flacheren Absatz gingen wir dann rechts am Bivacco Lombardi vorbei zum oberen Ortlerferner. Noch etwas steiler den Gletscher entlang, bevor wir eine große Querspalte umgingen und dann das aller oberste flache Gletscherbecken erreichten. Zuletzt ging es in einem großen Bogen zum Ansatz des kurzen Gipfelgrats und über diesen zum höchsten Punkt hinauf – Gipfelsieg König Ortler um ca. 08.45 Uhr mit Tränen in den Augen – FANTASTISCH!!!

Der Abstieg erfolgte über denselben Weg wieder hinunter zur Payerhütte, wo wir in unserer Runde auf unsere Besteigung des Eisriesen anstießen. Laut einer Sage war der Ortler einst ein Riese, der vom gegenüberliegenden Stilfser Zwerg bezwungen wurde und daraufhin zu Schnee und Eis erstarrte. Ob es tatsächlich so war, lassen wir an dieser Stelle mal offen. In jedem Fall zeigt es die Faszination, die dieser Berg schon immer auf den Menschen ausgeübt hat und es immer noch tut. Schlussendlich begannen wir unseren langen Abstieg ins Tal, wo wir unsere Autos um ca. 14.00 Uhr erreichten. [930 Hm, Gehzeit zum Gipfel 3.30 Std. Gipfel; 2.116 Hm Abstieg ins Tal)

Auf dem Nachhause-Weg kehrten wir noch bei der Brauerei Forst zu einer Stärkung ein und machten uns dann wieder auf den langen Heimweg. Es war eine gigantische, grandiose und unvergessliche Tour. Vielen Dank an Fritz mit Christine und Christopher für dieses tolle Erlebnis! Für mich war es außerdem auch ein vorzeitiges Geschenk anlässlich meines 40. Geburtstages – vielen herzlichen Dank dafür!

Berg Heil olleweil,
Caroline Neuhold-Walder

© Fotos: Caroline Neuhold-Walder, Sebastian Köferle, Christina Wurzacher

 
 
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