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Dem Himmel so nah: Wallis | 19.-22. August 2020 (Dem Himmel so nah: Wallis | 19.-22. August 2020)

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Dem Himmel so nah: Wallis | 19.-22. August 2020

Rezept für eine unglaubliche Bergfahrt: Man gebe vier Portionen Gutes Wetter und neun Einheiten Spitzen-Truppe, darunter zwei Mega-Guides, in ein Gefäß und verrühre die Masse mit drei Prisen Frühes Aufstehen. Ausreichend Kondition unterheben. Den Teig zwei Stunden ruhen lassen und einen Perfekten Sonnenuntergang hinzugeben, sowie Stimmung nach eigenem Empfinden. Den Teig nach Geschmack mit Staunen und Euphorie abschmecken, in eine Form aus Respekt füllen und im Backrohr bei 100% Anerkennung fertig backen. Mit ausreichend Bier genießen!

Mittwoch 2.45 Uhr in Oberwollanig: Piep Piep Pieeeeeeep!!!!! Was? Wie? Warum? Ach ja. Herrje, 2.45 Uhr, warum mache ich das eigentlich? Weil’s geil ist! Los, aufstehen! Die Anreise ins Wallis verläuft nach Plan. In Täsch noch ein paar Fränklis holen, dann geht’s weiter über eine Bergstraße, auf der immer mal der Blick auf das Matterhorn durchblitzt. Beim Zustieg von der Täschalp/Ottavan (2.214m) zur Täschhütte (2.701m) haben wir den Blick auf das Weißhorn im Rücken, welches zum Greifen nah scheint. Es ist warm, sonnig, die Frisur hält.

Donnerstag auf der Täschhütte im Mattertal: Heute wartet der erste Gipfel auf uns. Wir starten um 3:45 Uhr, steigen schon ganz unten in den Gletscher ein und kommen in den Genuss des Spalten-Labyrinths. Wunderschön und bizarr, wie die Natur vor uns kokettiert und sagt: „schau mal, was ich kann“.

Kurzes Durchatmen am Mischabeljoch (3.847m). Unsere Belohnung: der grandiose Blick auf das Matterhorn in der Ferne und das Täschhorn sowie den Dom, die imposant direkt neben uns in den Himmel ragen. Hier beginnt die Gratkletterei, gefolgt von einem steileren Firnfeld, das schließlich sanft und flach zum Gipfel des Alphubel (4.206m) ausläuft. Der Blick in alle Richtungen ist atemberaubend, vermittelt den Eindruck von Grenzenlosigkeit. Beim Abstieg entscheiden wir uns für den Normalweg. Auch hier ist Vorsicht geboten vor den zahlreichen Gletscherspalten. Nach einer langen und vielseitigen Tour gelangen wir angefüllt mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen wieder zur Täschhütte, in der wir ein zweites Mal übernachten.

Freitag auf der Täschhütte im Mattertal: Frühstück um 7.00 Uhr. Boah, ausschlafen, tut das gut! Ganz kamod nehmen wir den Abstieg zum Auto, jetzt geht es nach Zinal (1.670m), dann noch eine Bergstraße hinauf zu einem kleinen Parkplatz, von wo aus wir den knapp vier Stunden dauernden 1500 Hm Aufstieg zur Cabane Tracuit Hütte (3.256m) angehen. Die Hütte ist perfekt. Was für ein Panorama! Was für ein Sonnenuntergang! Was für eine Stimmung! Selbst ich vergesse mal das Reden, genieße und staune…

Samstag auf der Cabane Tracuit Hütte bei Zinal: Frühstück um 5.00 Uhr, danach Aufbruch. Wir sind flott, starten knapp vor den Bergführern und dem Rest der Hüttenbewohner und verteidigen beim 900 Hm Aufstieg auf das Bishorn (4.153m) den Platz in der ersten Reihe. Verspielt lecken die ersten Wolken am Gletscher, gestalten eine wunderschöne Morgendämmerung und schenken uns Gänsehautgefühl. Dank perfekter Führung durch Georg erobern wir einen Gipfel ganz für uns allein. Es ist windig, frisch, die Frisur hält schon lange nicht mehr. So sputen wir uns mit dem Gruppenfoto und steigen rasch wieder ab. Respekteinflößend ist der Blick in die facettenreichen Spalten mit einem Farbspiel, welches ich bisher nur von Fotos kenne. Kaffee und Kuchen in der Cabane Tracuit Hütte dürfen nicht fehlen, bevor wir die letzten 1500 Hm Abstieg zum Auto bewältigen. Und die Heimfahrt nach Kärnten geht sich auch noch aus.

Sonntag 2.45 Uhr in Oberwollanig: Piep Piep Pieeeeeeep!!!!! Was? Wie? Warum? 2.45 Uhr, Sch…. da hatte ich wohl am Mittwoch vergessen, den Wecker auszuschalten.

Dank an unser Dreamteam. Ich bin so beeindruckt und sehr dankbar, ziehe meinen Hut nicht nur vor Eurem Können und Eurer Erfahrung, sondern besonders vor der Verantwortung, die Ihr übernommen habt. Die Last, über eine so lange Zeit konzentriert und fürsorglich zu sein, kann ich gar nicht hoch genug einschätzen. Ihr seid sensationell!

Bericht: Beate Weissnicht
Fotos: Sascha Winkler

 
 
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