Alpenwetter

erstellt von der ZAMG Innsbruck für den Alpenverein
am 28.01.2022 um 10:30 Uhr

Wetterlage
In eine stürmischen Nordwestlage sind immer wieder Störungen eingelagert. Daran ändert sich über das Wochenende sowie zu Wochenbeginn nichts.

Ostalpen: Aussichten für Samstag, 29.01.2022
Im Norden verläuft der Tag wechselnd bis stark bewölkt und weiterhin windig, es bleibt aber in den meisten Regionen trocken oder es fallen nur wenige Schneeflocken. Um die Mittagszeit setzt sich im Westen vorübergehend die Sonne durch, östlich vom Toten Gebirge beginnt es dagegen am Nachmittag mit einer Warmfront wieder leicht zu schneien. Die Schneefallgrenze steigt gegen 1000 Meter. Später trübt es auch im Westen wieder ein. Ganztags trocken geht es im Süden weiter, vormittags sorgen kompaktere Wolkenfelder oberhalb der Gipfel für diffuse Sichten, tagsüber wird es aber wieder zunehmend sonnig. Temperatur: in 2000 m von -5 bis -2 Grad, in 3000 m bis um -5 Grad. Nullgradgrenze: 1400 bis 1700 m. Wind in hochalpinen freien Lagen: starker bis teils stürmischer Nordwestwind. Neuschneesituation: unergiebig. Bemerkungen: keine.

Ostalpen: Aussichten für Sonntag, 30.01.2022
Der Sonntag bringt auf den Bergen schweren Sturm, besonders im Nordosten können auch orkanartige Böen dabei sein. Im Nordalpenraum startet der Tag mit dichten Wolken und Schneeschauern, in tiefen Lagen auch Regen. Die Schneefallgrenze liegt bei rund 800 bis 1000m. Im Tagesverlauf klingen die Niederschläge weitgehend ab und die Wolken lockern auf. Am längsten trüb bleibt es zwischen Kaiser und Dachsteingebirge. Bis zum Abend lässt auch der Sturm etwas nach.

Ostalpen: Aussichten für Montag, 31.01.2022
Am Montag erreicht den Ostalpenraum die nächste Störung mit Schwerpunkt nördlich des Hauptkammes, wo es tagsüber zu Schneefall kommt. Es schneit bis in tiefe Lagen. Im Süden abseits des Hauptkammes zwar wolkig, aber trocken und je weiter gegen Süden desto freundlicher der Wettereindruck. Im Norden kühlt es deutlich ab, im Süden bleibt es vorerst mild. Starker West- bis Nordwestwind.

Trend Ostalpen ab Dienstag, 01.02.2022
Am Dienstag und Mittwoch schneit es nördlich des Hauptkammes häufig weiter. Im Süden bleibt es trocken, am Dienstag bei aufgelockerter Bewölkung, zum Mittwoch überwiegen die Wolken. Auch in der zweiten Wochenhälfte hält die Nordwestlage an und damit geht es wechselhaft und windig weiter. Zuverlässigkeit der Prognose: mittel.

Westalpen: Aussichten für Samstag, 29.01.2022
Zwischenhocheinfluss sorgt in Summe für freundliche Wetterverhältnisse. Anfängliche Restwolken über der Ostschweiz ziehen am Vormittag ab, sonst ist es von der Früh weg sonnig. Auf den Bergen weht spürbarer Nordwind, der sich im Süden als starker Föhn, im Rhônetal als kalter Mistral bemerkbar macht. Bis zum späten Nachmittag werden tiefe Wolken von Norden her allmählich wieder zahlreicher und nebeln die Berge am Schweizer Alpennordhang ein. Temperatur: in 2000 m von 2 bis 4 Grad, in 3000 m bis um -2 Grad, in 4000 m um -9 Grad. Nullgradgrenze: 1700 bis 2800 m. Wind in hochalpinen freien Lagen: im Süden mäßiger Wind, im Norden stark bis teilweise stürmisch aus Nordwest. Neuschneesituation: kein Neuschnee. Bemerkungen: keine.

Westalpen: Aussichten für Sonntag, 30.01.2022
Wolkenverhangen und trüb beginnt der Sonntag am Alpennordrand, stellenweise kann es vor allem in den Glarner Alpen leicht und unergiebig schneien. Im Tagesverlauf lichten sich die Wolken, zurück bleibt in den Niederungen hochnebelartige Restbewölkung. Von Beginn an sonniges Bergwetter mit guten Sichten gibt es dagegen im französischen und im italienischen Alpenraum sowie in den Walliser Alpen. Die kräftige Nordwestströmung sorgt in Hochlagen und in den Föhntälern südlich des Hauptkammes für stark windige Verhältnisse, wobei der Wind bis zum Abend überall spürbar nachlässt. Etwas milder als am Vortag mit einer Nullgradgrenze zwischen 2200 und 3400 m.

Westalpen: Aussichten für Montag, 31.01.2022
Am Montag sorgt in der stark windigen Nordwestlage die nächste Störung für widrige Verhältnisse im Gebirge der Schweizer Alpen. Dichte Wolken und Schneefall bis etwa knapp 1000 m bringen schlechte Sichten oberhalb der Waldgrenze. Freundlicher ist es im italienischen Alpenraum vom Aostatal bis in die Seealpen, sonnig zudem in den französischen Cottischen Alpen. In der Dauphine bereits teilweise Sichteinschränkungen durch Wolken aber kaum Schneefall. Starker West- bis Nordwestwind und markante Abkühlung insbesondere im Schweizer Bergland.

Trend Westalpen ab Dienstag, 01.02.2022
Am Dienstag und Mittwoch folgen im Norden weitere Schneefälle, die vom Wind oberhalb der Waldgrenze stark verfrachtet werden. In den Nordstaulagen dürfte der Neuschnee recht ergiebig ausfallen, sonst bleiben die Neuschneemengen noch unsicher. Im Süden reichen möglicherweise ein paar Wolkenfelder herüber, prinzipiell geht es hier trocken und sonnig weiter. Auch in der zweiten Wochenhälfte aus heutiger Sicht anhaltend wechselhafte Nordwestströmung. Zuverlässigkeit der Prognose: mittel.

Nächste Aktualisierung am Samstag gegen 16 Uhr


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