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Junge Alpinisten TEAM (Junge Alpinisten TEAM)

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Junge Alpinisten TEAM

Mit dem Junge Alpinisten TEAM lädt die Alpenvereinsjugend junge Bergsteiger zwischen 18 und 22 Jahren ein, zwei Jahre lang mit erfahrenen Alpinisten unterwegs zu sein. Sie sind die Mentoren der Gruppe, bilden aus, geben ihre Erfahrung weiter und sind Ansprechpartner zu allen wichtigen Fragen rund ums Bergsteigen. Wir denken dabei nicht an Kader oder an fanatischen Ehrgeiz. Wir wollen junge Menschen erreichen, die für ihre Leidenschaft, das Bergsteigen, leben.

Beitrag von Matthias Pramstaller & Domenic Barbist

Was machen die Jungen Alpinisten?

Persönliche Entwicklung begleiten und Selbstverantwortung stärken – das ist das Ziel von Junge Alpinisten. Damit dies auch gelingt, ist ein passender Rahmen wichtig. Wesentlich für uns sind die Faktoren Zeit, eine gleichbleibende Gruppe und Lernen auf Augenhöhe. In Summe verbringt das TEAM in zwei Jahren circa 80 Tage am Berg, begleitet von ihren Mentoren.

Bei den Update-Terminen geht’s, aufbauend auf dem vorhandenen Eigenkönnen, um die wichtigsten Skills in den verschiedenen Disziplinen. Im zweiten Schritt, bei den Next Step-Terminen, wird dem TEAM mehr und mehr Verantwortung übergeben, die Mentoren rücken in den Hintergrund. Gekrönt hat sich das TEAM seine Zeit mit einer gemeinsamen Unternehmung zum Abschluss.

„In den letzten zwei Jahren ist viel passiert. Wir hatten Updates in eigentlich allen Disziplinen, die der Alpinsport bietet, angefangen von Eisklettern über Rissklettern, Big Wall, aber auch Hochtouren und Skihochtouren.“ 

Magdalena Hofinger

 
Magdalena Hofinger in der ersten Seillänge, West Ridge Ray Peak Massiv. (Foto: A. Blümel)zoom

Alpine Abenteuer im Norden Indiens

Domenic Barbist nimmt uns mit seinem Bericht mit auf die Unternehmung nach Nordindien.

4 Erstbegehungen

Die Gegend, in der wir uns drei Wochen bewegten, hieß Kinnaur. Das Dorf liegt auf circa 3000m, das klingt frostig, ist es aber nicht. Wir befanden uns nämlich auf dem 31. Breitengrad, also ungefähr gleichauf mit Marrakesch oder Alexandria. Die Baumgrenze lag dadurch auf etwa 3,700 m und die Temperatur meist in Bereichen, wie wir sie aus Tirol gewohnt sind. Das ganze Land ist überzogen von kleineren und größeren Granitwänden, Blöcken und bis zu 6.500 m hoch aufragenden Bergen.
Nach einem ersten Tag mit Bouldern, nutzten wir den nächsten Tag für das Auskundschaften unseres Basislagers. Shangri La liegt gut 1.000 Höhenmeter über dem Tal. Nach einer ersten Nacht im Zelt wollten wir uns weiter akklimatisieren und das Gebiet erkunden. Wir starteten schon früh in Richtung einer Scharte und teilten uns dann auf. Drei Gipfel sollten wir an diesem Tag erreichen; teils gehend, teils kletternd, teils sogar in technischer Kletterei. Schließlich hatte jeder von uns das Glück, auf einem noch unbestiegenen Gipfel zu stehen. Vollends überzeugt von Fels und Landschaft, stiegen wir am nächsten Tag wieder ins Tal hinunter, um zu regenerieren. Nach einigen Tagen Pause machten wir uns bei bestem Wetter wieder auf ins Basislager. Während Much, Simon, Peter, Julian, Hannes und Mots eine Gletschertour in Angriff nahmen und aus strategischen Gründen schon einen Tag früher aufgebrochen waren, planten wir eine reine Felstour, die einen nicht so langen Zustieg verlangte.

Verdammt, wir hatten verschlafen! Als es dämmerte waren wir aber abmarschbereit. Zu viert bahnten wir uns den Weg hinauf durch den Kessel bis unter ein mächtiges Felsmassiv, das vier markante Pfeiler zu Tale sendet. Nach kurzem Überlegen war klar, dass der Dritte heute fällig war. In wenigen Minuten waren wir am Einstieg, den wir von rechts vornahmen, um einigen Platten auszuweichen. So mancher Finger wurde bei den morgendlichen Temperaturen taub, doch der gewaltige Fels und der schnelle Fortschritt unserer Erstbegehung ließen uns bald wieder warm werden. Es ging dahin. Daran hinderten uns auch der schwere Zickzack-Riss, die Schneereste auf den Griffen oder die Nebelschwaden nicht, die uns bald einhüllten. Fünfzehn Seillängen bis circa 6b+ legten wir zurück, ehe uns Schneetreiben und Nebel auf der Gratkante empfingen.

Routen der Begehung des Shiva´s Milktooth. (Alpenverein)zoom
Zwei Jahre lang waren wir nun zusammen unterwegs und haben im Junge Alpinisten TEAM viel über Klettern und Bergsteigen gelernt. Diese 25-tägige Expedition sollte gleichzeitig der Höhepunkt und Abschluss des laufenden Programms sein. (Domenic Barbist) Foto: A. Blümel
 

Im Fünf-Sterne-Basislager

Das Gipfelglück genossen wir nur kurz und machten uns bald wieder an den Abstieg. Hinab über den Südgrat gelangten wir in eine Scharte. Nun ging es abseilend durch eine eisige Geröllrinne weiter. Über und über mit Klemmblöcken verkeilt ist der obere Einstieg, sodass wir durch ein schales Loch hindurch in die Rinne hineinseilen mussten, bevor wir über altes Eis, Schnee, Sand und loses Gestein weitere sechs Seillängen zu unserem Materialdepot am Pfeilereinstieg zurücklegten. Zwischenzeitlich hörte es auf zu schneien und wir konnten die Stimmen unserer Kollegen hören, die sich jetzt ebenfalls im Abstieg befanden. Ein wenig durchfroren erreichten wir das Materialdepot, im Basislager trafen wir schließlich um kurz vor acht Uhr, also 1,5 Stunden nach Sonnenuntergang, ein. Von da an lief der Gaskocher eine ganze Weile und weil ja Hunger bekanntlich der beste Koch ist, schmeckte die Nudelsuppe an diesem Abend besonders gut.
Auch den anderen war ihre Unternehmung geglückt. Sie waren ja zuerst zum Basislager und am folgenden Tag weiter über das Joch auf den dahinterliegenden Gletscher aufgestiegen. Am dritten Tag ihrer Tour überwanden sie eine steile, mehrere hundert Meter hohe, Eisflanke und gelangten über einen Felsgrat bis auf den spitzen Gipfel auf ca. 5.400 m Höhe. Leider trübte an diesem Tag auch ihnen der Nebel das Panorama. Doch bereits am nächsten Tag zeigte sich der Himmel wieder wolkenlos und wir genossen einen Ruhetag in unserem Fünf-Sterne-Basislager.

Junge Alpinisten wirkt

Bitten wir das TEAM um ein Kurzstatement zu Junge Alpinisten, beginnt dies meistens mit einem Grinser. „Ein Wahnsinnsprojekt“, meint Mentor Matthias Wurzer. Julian Gahbauer, einer der jungen Alpinisten im TEAM hält fest: „Das Wertvollste, das ich aus diesen zwei intensiven Jahren mitnehmen durfte, sind sicherlich die neuen Freundschaften. Aber auch der etwas andere Zugang zum Alpinismus, bei dem es nicht immer nur um schwere Touren in schneller Zeit geht, sondern einfach um einen coolen Tag mit guten Freunden in den Bergen.”
Mit Junge Alpinisten bringt die Alpenvereinsjugend ihre Forderung „Verantwortung ermöglichen - ein Leben mit gesunden Risiken“ in die Praxis. Wir wollen anstiften zu alpinen Tagen draußen, in Kontakt mit sich selbst und der Natur, gepaart mit einer Portion Selbstverantwortung. Unser Mentor Much Mayr bringt die Idee des TEAMs auf den Punkt: „Das Verbindende sehe ich in dem, was Berge bieten können, egal auf welchem Niveau: Leidenschaft mit einer Dosis Abenteuer.“ Mit dem gewählten Ansatz haben wir einen Rahmen geschaffen, der Biografien schreibt. Junge Alpinisten wirkt, wohl weit über die Zeit im TEAM hinaus.

Junge Alpinisten TEAM Abschluss. (Foto: A. Blümel)zoom

Highlights

Die Erstbegehungen
Tororang, Austrian Direct, Mountain Massiv: Chaoor, 4.470 m
Ray Peak Massiv, 3rd Pillar/West Ridge, 5.200 m
Hace & Charas/West Ridge, 4.950 m
Shivas Milktooth/West Ridge, 5.500 m

Matthias Pramstaller: Projektleitung Junge Alpinisten, Leitung Abteilung Jugend im Alpenvereinshaus

Domenic Barbist: Junge Alpinisten TEAM

Infos

Junge Alpinisten YOUNGSTERS – Alpinkurse für Jugendliche ab 14 Jahren

Junge Alpinisten TEAM – zwei Jahre mit Mentoren unterwegs

Junge Alpinisten

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