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Maßnahmen zum Start der Wandersaison 2015 (Für ein sicheres Miteinander auf Almweiden)

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Maßnahmen zum Start der Wandersaison 2015

v.l.n.r: Josef Lanzinger, Josef Hechenberger und ÖAV-Präsident Andreas Ermacora setzen auf Bewusstseinsbildung bei Wanderern (Foto: LK Tirol/Schießling)zoom
v.l.n.r: Josef Lanzinger, Josef Hechenberger und ÖAV-Präsident Andreas Ermacora setzen auf Bewusstseinsbildung bei Wanderern (Foto: LK Tirol/Schießling)

[06.05.2015] Um das Wissen von Wanderern rund um das richtige Verhalten auf Almen aufzufrischen, schnürten der Österreichische Alpenverein und die Landwirtschaftskammer Tirol ein Maßnahmenpaket zum Start der Wander- und Almsaison 2015.

Für ein sicheres Miteinander auf Almweiden

Die Almsaison für Weidetiere rückt näher und zeitgleich freuen sich auch die Bergsportler auf ihre ersten Wanderungen in den Bergen. Um die Natur sicher Miteinander erleben zu können, sind einige Grundregeln und Tipps zu beachten, durch die sich riskante Situationen meist vermeiden lassen. „Der Österreichische Alpenverein möchte mit dieser Kampagne einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten, aber auch ein weiterhin friedvolles Miteinander von Weidewirtschaft und Erholungsnutzung im Bergland fördern. Es ist uns ein Anliegen, aufzuklären und den notwendigen Respekt vor Weidetieren einzumahnen, ohne dabei Panik zu verbreiten“, sagt Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora über die Zusammenarbeit. 

Drei Maßnahmen für mehr Sicherheit

„Das Hauptproblem stellt weiterhin das fehlende Wissen rund um das Verhalten von Weidetieren auf den Almen dar. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam Hinweistafeln entworfen. Diese wurden von Almbauern, Seilbahnunternehmen sowie Alpenvereinsmitgliedern auf den Wegen, die durch Weideflächen führen, aufgestellt“, zeigt LK-Präsident Josef Hechenberger auf. Weiters wurde erneut der Folder „Eine Alm ist kein Streichelzoo“ in einer Auflage von 15.000 Stück gedruckt und an die Tirol Werbung, Wirtschaftskammer und die Bezirksstellen der LK Tirol verteilt.

Als dritte Maßnahme wurde ein Versicherungsmodell für die Almbauern ausgearbeitet. „Angelehnt an das Modell des Kärntner Almwirtschaftsvereins können wir nun auch in Tirol ein Paket mit sehr guten Konditionen für unsere Mitglieder anbieten, erklärt Josef Lanzinger, Obmann Tiroler Almwirtschaftsverein.

Urteil bekräftigt freie Haltung von Rindern auf der Alm

Nach den unglücklichen Vorfällen im Sommer 2014 wurde ja der Ruf nach einer Auszäunung der Almtiere laut. „Dies steht aus dem einfachen Grund nicht zur Debatte, da es wegen der Weitläufigkeit der Almflächen gar nicht möglich ist, Wanderwege auszuzäunen“, stellt LK-Präsident Hechenberger klar. Rückendeckung bekommt er von ÖAV-Präsident Dr. Ermacora: „Forderungen nach weideviehfreien Wanderungen oder durchgängigen Zäunen sind vollkommen überzogen und genauso wie Schuldzuweisungen mit Schadenersatzansprüchen an die Almbauern kontraproduktiv. Sie würden den Erholungsmöglichkeiten in unserer Kulturlandschaft und dem Wandertourismus jedenfalls nur schaden!“

Auch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs entschied im Februar 2015, dass bei entsprechender Beschilderung mit Warntafeln auf die Gefahr aufmerksam gemacht wird und die im allgemeinen Interesse liegende Landwirtschaft nicht durch Überspannung der Anforderungen an die Verwahrung von Rindern unbillig belastet werden darf. 


Hinweistafel "Weidevieh"

Hinweistafelzoom
Folderzoom

Folder: "Eine Alm ist kein Streichelzoo"

Der Folder enthält Empfehlungen für das richtige Verhalten bei Begegnungen mit Weidetieren und wurde für ein sicheres Miteinander auf Almweiden in einer Auflage von 15.000 Stück gedruckt.

Er kann als Druck- und Webversion in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch und Holländisch auf der Homepage der Landwirtschaftkammer Tirol heruntergeladen werden.

Folder "Eine Alm ist kein Streichelzoo" (PDF)

zusätzliche Tipps zum richtigen Umgang mit Weidetieren