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Wärmeerhalt am Berg (Wärmeerhalt am Berg)

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Wärmeerhalt am Berg

6 Tipps, wie man den Körper auch bei kalten Temperaturen warm halten kann.

Auf Tour verliert der Körper auf unterschiedliche Arten Wärme. Lufttemperatur, Wärmeabstrahlung des Körpers, Wind, feuchte Kleidung durch Schwitzen oder Regen oder unmittelbarer Körperkontakt mit Schnee, Eis oder Wasser wirken sich auf die Körpertemperatur aus.

Schneeschuhtour am Dachstein. (Foto: David Schäffler)

1. Viele Schichten isolieren besser

Mit Hilfe des sogenannten Zwiebelprinzips könne wir uns sehr gut an die Gegebenheiten anpassen: Sind wir in Bewegung, ziehen wir eine Schicht aus um nicht zu schwitzen. Machen wir Rast, ziehen wir rasch eine wärmende Schicht drüber. Durch die jeweils dünnen Luftschichten zwischen den Bekleidungsschichten entsteht zusätzliche Isolation. Idealerweise tragen wir als unterste Schicht ein Merinoleibchen, dann folgt als Wärmeschutz ein Fleece oder eine Primaloftjacke und als oberste Schicht dient eine atmungsaktive Gore-Jacke als Wind und Wetterschutz.

2. Feuchtigkeit ist Gift

Auch bei winterlichen Temperaturen kommt der Körper bei Anstrengung ins Schwitzen. Er produziert Feuchtigkeit und über die nasse Kleidung geht Körperwärme verloren. Tauschen wir am Gipfel schnell das feuchte Unterleibchen gegen ein trockenes – auch hier kommt uns das Zwiebelprinzip entgegen - steht einer längeren Rast nichts im Wege. In Notsituation – z. B. nach einem anstrengenden Biwakbau – ist trockene Reservekleidung extrem wichtig, um die Nacht gut zu überstehen.

3. Warme Finger mit dem Pinguin

Bei klammen Fingern können wir mit Hilfe des „Pinguins“ schnell warmes Blut in unsere oberen Extremitäten pumpen. Dafür legen wir unsere Arme gestreckt seitlich an der Hüfte an, drehen sie nach außen und winkeln die Hände bei gestreckten Fingern soweit als möglich nach oben ab. In dieser Position bewegen wir nun die Schultern auf und ab. Nach ca. 30 Sekunden merken wir, dass warmes Blut in die Fingerspitzen kommt und die Finger wieder warm werden.

4. Beine schwingen gegen kalte Zehen

Besonders zu enge Ski- oder Bergschuhe – sie behindern die Blutzirkulation - führen schnell zu kalten Zehen. Indem wir die Schuhe lockern und ein Bein – am besten stützen wir uns dabei mit den Händen auf den Skistöcken ab – fest auf- und abschwingen, werden die Zehen wieder warm. Nach ca. einer Minute wird gewechselt. Um gar nicht erst kalte Zehen zu bekommen, helfen beheizbare Einlegesohlen, oder – noch besser – beheizbare Socken. Für Notfälle kann man auch Wärmepads verwenden: Sie produzieren – nachdem man sie aktiviert hat – über mehrere Stunden Wärme und können sowohl für Hände als auch Füße verwendet werden.

5. Mütze für den Kopf

Dass über die Hälfte der Körperwärme über den Kopf verloren geht ist ein Irrglaube, der sich aus den 70er Jahren bis heute hartnäckig hält. In Wahrheit gehen – das entspricht auch der Oberfläche des Kopfes in Relation zum restlichen Körper – ca. 7 bis 10 Prozent Körperwärme verloren. Dennoch: eine Mütze hilft. Wird’s extrem kalt mit viel Wind, müssen wir zusätzlich unser Gesicht mit Kälteschutzcreme und/ oder einer Sturmhaube schützen. Bewährt hat sich auch ein Mund-Nasenschutz aus Neopren.

6. Echte Wärme kommt von innen

Sehr gut wirksam gegen Auskühlen ist heißer, leicht gezuckerter Tee. Dass hochprozentiger Alkohol von innen wärmt ist leider ebenso ein Irrglaube, ja sogar kontraproduktiv: Alkohol erweitert die Blutgefäße, was zwar sehr kurzfristig zu einem wärmenden Gefühl führt aber längerfristig zu noch mehr Auskühlung, da die erweiterten Gefäße mehr Blut an die Hautoberfläche transportieren und dadurch mehr Wärme abgegeben wird.

 
 
 
 

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