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Skigebietsverbindung Kaunertaler Gletscher & Langtaufers (Skigebietsverbindung Kaunertaler Gletscher (AT) & Langtaufers (I) )

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Skigebietsverbindung Kaunertaler Gletscher & Langtaufers

Karlesjoch & Weissejoch von Melag cc AVS

Die Oberländer Gletscherbahn AG plant die Errichtung einer neuen Aufstiegshilfe (Kabinenbahn) und zugehöriger Skipisten, um die Skizone Langtaufers (Italien) und das Gletscherskigebiet Kaunertaler Gletscher am Gepatschferner (Österreich) zu verbinden und somit eine neue Skizone zu erschließen.

Mit dem geplanten Projekt werden eindeutige Bestimmungen der international verbindlichen Protokolle der Alpenkonvention verletzt und die Zielvorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie konterkariert. Zudem werden nationale Bemühungen in den Bereichen Natur-, Landschaft- und Gewässerschutz verhindert. 

Der Alpenverein lehnt die Erschließungspläne zwischen dem Gepatschferner und dem Langtaufenertal aufgrund der intendierten Verletzung internationaler Vereinbarungen (zB Alpenkonvention) dezidiert ab.

Eilmeldung vom 19.12.2017

Am 19.12.2017 hat die Südtiroler Landesregierung über den Skigebietszusammenschluss Kaunertal-Langtaufers entschieden und das vorgelegte Projekt abgelehnt. Dabei hat sie sich an das im Genehmigungsverfahren vorgesehene Experten-Gutachten gehalten und danach entschieden. 

Von den Projektwerbern sowie der Behörde gibt es noch keine, uns vorliegende konkreten Einreichpläne, sondern nur "Machbarkeitsstudien".

So viel ist "durchgesickert":
Auf Südtiroler wie auch Tiroler Seite sollen mehrere Hektar neue Pistenflächen geschaffen werden. Jedes Teilprojekt an sich - sowohl in Süd- wie auch in Nordtirol - muss einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen werden, da einerseits die Schwellenwerte für den Bau neuer Pisten von mehr als 5 ha oder die Erweiterung von Skipisten innerhalb von 5 Jahren im Ausmaß von mehr als 3 ha betragen[1].

Nach unserer Auffassung ist das Vorhaben als grenzübergreifendes Gesamtprojekt zu betrachten und in einer gemeinsamen UVP zu behandeln.


[1] Landesgesetz vom 5. April 2007, Nr. 2, Anhang D

Ausschnitt der Machbarkeitsstudie cc Oberländer Gletscherbahn AG
 

Tiroler Gletscherschutzprogramm

Das Tiroler  Raumordnungsprogramm (ROP) zum Schutz der Gletscher stellt ein Novum im Gletscherschutz dar. Die Tiroler Landesregierung hat am 02.05.2006 festgelegt, dass bestehende Gletscherskigebiete weitere Infrastrukturmaßnahmen vornehmen können und hat zu diesem Zweck flächendeckende Skigebietserweiterungszonen ausgewiesen.

Erst eine Novellierung des § 5 im Tiroler Naturschutzgesetzes machte die Erstellung des ROP zum Schutz der Gletscher möglich. Mit dem Tiroler Naturschutzgesetz 2005 wurden Vorhaben in bestehenden Gletscherskigebieten aus dem Verbotstatbestand herausgenommen (Vergleich des Tiroler Naturschutzgesetzes 1997 und 2005).

Rein rechtlich betrachtet liegt das Projekt im Erweiterungsgebiet für Gletscherskigebiete des ROP zum Schutz der Gletscher (LGBl.Nr. 43/2006). Gegenständliches Projekt kommt in dieser Erweiterungsfläche zu liegen.

Weitere Informationen zum Tiroler Gletscherschutzprogramm finden Sie hier!

Das Projekt wurde am 19.12.2017 von der Südtiroler LR abgelehnt!

29.06.2017 - mein.bezirk.at: "Kaunertal-Langtaufers: Wegweisendes Projekt vor Entscheidung"
26.07.2017 - alpine Vereine: "Alpine Vereine und Umweltschutzorganisationen gegen Zusammenschluss Langtaufers–Kaunertal"
29.07.2017 - salto.bz: "Das letzte Aufgebot"
14.09.2017 - Vinschgerwind 18/17: "Kaunertal Langtaufers um jeden Preis?"
14.11.2017 - salto.bz: "Eine Lanze für Langtaufers"


19.12.2017 - Landesverwaltung Südtirol "Skiverbindung Langtaufers-Kaunertal: Projekt negativ beurteilt"
19.12.2017 - Pressemeldung AVS, Dachverband für Natur- und Umweltschutz, Heimatpflegeverband - "Langtaufers/Skigebietprojekt: Entscheidung aufgrund von Fakten wird begrüßt"