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Materialcheck: Ski wachsen für die Sommerpause (Materialcheck: Ski wachsen für die Sommerpause)

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Materialcheck: Ski wachsen für die Sommerpause

Das Wachsen der Ski gehört bei der Skipflege zum Pflichtprogramm. Hier erfahrt ihr wichtige Tipps, wie der Skiservice in der Hobbywerkstatt gelingt.

Sommerpause für die Ski - die richtige Pflege. (Foto: Mössmer)

Und so funktionierts:

Für das Wachsen der Ski wird folgende Grundausstattung benötigt:

  • Bügeleisen - hier reicht zur Not auch das ausrangierte Bügeleisen von der Oma
  • Aufnahme für die Ski - idealerweise gibt es Skifixierungen zu kaufen, oder man bastelt selber eine Fixierung
  • Universal Basiswachs (All-in-one Heißwachs, ca. 0°C - 30°C) > Hinweis: Normalerweise ausreichend für Touren- oder Freerideski. Auch wird hierbei der größte Temperaturbereich abgedeckt!
  • Nylonbürste
  • Eventuell Ausbesserungsstift

Hinweis: Beim Abziehen mit der Klinge als auch beim Ausbürsten wird immer in Fahrtrichtung, also von der Skispitze weg, gearbeitet!

Die Vorbereitungen: 

  • Stopper hochmachen: Tourenbindungen werden in den Aufstiegsmodus gestellt, bei herkömmlichen Alpinbindungen wird der Stopper mittels dickem Gummiband über den Backen fixiert
  • Ski mit Lauffläche nach oben auf unsere Skihalterung / Böcke legen
  • Ski fixieren
  • Wachsbügeleisen auf die Temperatur vorheizen die auf der Verpackung des Skiwachs angegeben ist

1. BELAG REINIGEN

Vor dem Wachsen wird der Belag von Schmutz und altem Wachs befreit. Dafür wird der Belag zuerst mit einem Baumwolltuch gesäubert und anschließend noch einmal mit der Bürste gereinigt, wobei stets in Laufrichtung gearbeitet wird.

Die Skiunterseite oberflächlich mit einem Baumwolltuch trocknen und säubern. (Foto: Mössmer)zoom
Mit der Bürste wird anschließend das Wachs aus der Belagsstruktur entfernt. Hierzu wird es ca. fünf Mal - von der Schaufel ausgehend - ausgebürstet. (Foto: Mössmer)zoom
 

2. WACHS AUFTRAGEN UND BÜGELN

Das Wachs wird heiß mit einem Bügeleisen aufgetragen, wobei ausschließlich reine Paraffinwachse verwendet werden sollten. Wachs mit Fluor-Zusatz trocknet nämlich auf Dauer den Belag aus.

Beim Ski wachsen erwärmt die Hitze des Wachsbügeleisen den Skibelag und dessen Poren gehen auf. Dadurch kann der Belag das Skiwachs sehr viel besser aufnehmen, da es tief in die Poren eindringen kann.

  • Wachs am Wachsbügeleisen zum schmelzen bringen. Das Wachs rinnt dann langsam die Bügelfläche herunter.
  • Mit einer Ecke des Wachsbügeleisen das flüssige Wachs über die Lauffläche des Skis verteilen. Skiwachsblock dabei immer gegen das heiße Wachsbügeleisen gedrückt halten.
  • Anschließend werden die Wachstropfen in kreisenden Bewegungen mit dem Wachsbügeleisen auf der Oberfläche verteilt
  • Das Wachs kann hierbei auch die Kanten bedecken, dass diese über die Sommerpause nicht rosten
Sind alle Bereich der Lauffläche mit ausreichend Skiwachs bedeckt, muss dieser jetzt trocken um sich mit dem Belag zu verbinden. Komplett eingezogen ist der Skiwachs nach circa 4 Stunden. 
Das Universalwachs wird auf die Oberfläche aufgetragen. (Foto: Mössmer)zoom
Das Bügeleisen langsam mit kreisenden Bewegungen über den Belag führen. (Foto: Mössmer)zoom
Das Heißwachs nun gleichmäßig über den Belag verteilen. (Foto: Mössmer)zoom
Die Ski bei Raumtemperatur mindestens 30 Minuten abkühlen lassen. (Foto: Mössmer)zoom
 

3. AUFBEWAHRUNG

Idealerweise werden die Ski liegend - also mit dem Belag nach oben - eingelagert. Der Belag wird durch die Wachsschicht ausreichend vor Staub und Dreck über den Sommer hinweg geschützt. Das Raumklima sollte trocken und kühl sein - schon wenige Stunden in nasskalter Umgebung sorgen für Rost an den Kanten. Absolute Trockenheit ist also ein Muss – ob in der Garage, im Keller oder am Dachboden. Die Ski sollten dabei nicht im Skisack gelagert werden, denn hier kann sich Feuchtigkeit bilden oder halten. Die Folge: Rostanfälligkeit.