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Hüttentechnik und Versorgung (Oberwalderhütte, Glocknergruppe Hüttentechnik und Versorgung)

Hüttenfinder
Oberwalderhütte
Seehöhe 2973 m, Kategorie I, Kärnten, Glocknergruppe

Hüttentechnik und Versorgung

Die Haustechnik der Oberwalderhütte ist aufgrund ihrer extremen Lage auf ca. 3.000 m Seehöhe höchst anspruchsvoll. Da die üblichen Öffnungszeiten von Anfang Juni bis Ende September sehr kurz sind, ist auch die Wartung und Instandhaltung der technischen Anlagen auf diesen Zeitraum beschränkt.

 Der Wasserbedarf wird durch Gletscherwasser gedeckt, welches in einem 60.000 l fassenden Becken gesammelt wird, das sich in einer – leider nicht frostfreien – Kaverne hinter der Hütte befindet. Von dort kommt es zur Hütte und wird in Hochbehälter im Dachgeschoß gepumpt. Davor wird es gefiltert und entkeimt. Das anfallende Grauwasser wird für die sanitären Anlagen wiederverwendet.

 Die Stromversorgung erfolgt durch eine 2011 installierte Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 8,8 kWp in Verbindung mit einem Batteriesatz. Bei zu langen sonnenlosen Phasen stellt ein Notstromaggregat die Versorgung sicher.

 Das Warmwasser wird durch eine Solarthermieanlage hergestellt, die durch eine Gastherme unterstützt wird. Der Betrieb der Küche erfolgt ebenfalls mit Flüssiggas.

 Besonders anspruchsvoll ist die Klärung und Entsorgung der sanitären Abfälle. Da eine biologische Kompostierung in dieser Höhe nicht möglich ist, erfolgt im Wesentlichen eine Trennung von festen und flüssigen Stoffen, wobei die verbleibenden Feststoffe ins Tal geflogen werden müssen.

 
 
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