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Klettersteige Tofana-Dolomiten

20.08.2016

Am 20.8.2016 brachen 8 Mitglieder des Alpenvereins Linz unter der Leitung von Werner Reisetbauer zu einer Bergtour in die Tofana-Dolomiten auf, um dort einige Klettersteige zu begehen 

Klettersteige Tofana1zoom
Klettersteig Ra Guselazoom
Kriegsstollenzoom
Klettersteige Tofana 2zoom
Klettersteige Tofana

Über Salzburg – Lienz - Cortina ging es zur Dibona Hütte unter den steilen Süd-Wänden der Tofana di Rozes. Nach dem Beziehen der Zimmer ging es sofort los. Um ca 12 Uhr stiegen wir zuerst von der Hütte hinauf bis zu den Felsen der Tofana di Rozes und querten hinüber zum Col del Pos, wo wir eine schöne Sicht auf den Klettersteig auf die Tofana di Rozes hatten. Nun stiegen wir zwischen den Resten des ersten Weltkriegs hinab in das Travenanzestal, um den alten Kriegssteig Scala di Menighel zu erreichen. Beeindruckende Sicht auf die umliegenden Felswände der Fanes und Tofana ließ auf die kommenden Abenteuer schließen. Beim Klettersteig angekommen, beeindruckt uns die Steilheit des ehemaligen Kriegssteigs, der hier ungefähr 100m senkrecht emporführt. Links von uns stürzt ein kleiner Wasserfall die ganze Wand herab, der bei passendem Wind den ganzen Klettersteig feucht machen würde. Der Klettersteig weist mit seinen 274 Eisenstiften fast geradlinig nach oben,  nur unterbrochen von kurzen schmalen Felsbändern um  das Kar Il Masare zu erreichen. Von hier ging es dann aufwärts zur Giussani Hütte, die an der Fontana Negra-Scharte liegt. Nach einer Rastpause in der Hütte ging’s wieder hinunter zur Dibona-Hütte.

Das Programm des zweiten Tages änderten wir wegen des schlechten Wetterberichts und fuhren auf den Passo Giau, zu einem leichten und kurzen Klettersteig Via Ferrata Ra Gusela, der zum Rif. Nuvolau führt. Die Hütte steht direkt am Gipfel des Nuvolau (2575m), wobei wir durch Nebel mit wenig Sicht zu kämpfen hatten. Nach kurzer  Rastpause in der Hütte wanderten wir hinab zur Nuvolau-Scharte mit der Averau-Hütte. Ab hier besserte sich das Wetter wieder und so konnten wir gemütlich zum Passo Giau zurückwandern. Ein schöner Tag trotz schlechtem Wetterbericht war dadurch kein Problem, wie sich aber am nächsten Tag herausstellen sollte, sogar ein Vorteil.

Der dritte Tag begann mit wolkenlosem Himmel und ohne Wind. Alles was man für so einen Klettersteig auf die Tofana braucht. Nach dem Frühstück ging es zunächst wie am ersten Tag hinauf Richtung Col del Pos, aber dann Richtung Galleria Castelletto (ehem.Sprengstollen der Italiener). Hier herrschte bereits Hochbetrieb zum Lipella-Klettersteig auf die Tofana di Rozes. Zunächst stiegen wir über Stifte und Leitern hoch, um die Stollenanlage zu erreichen. Nun im Berg, teilweise über Stufen, 300 m hoch um aus einem Stollenfenster den Sprengtrichter am Castelletto zu erreichen. Ab hier waren wir wieder im Tageslicht unterwegs. Auf einem breiten Schotterband querten wir weit in die Westwand der Tofana hinein, wo dann der Klettersteig erst richtig beginnt.  Zunächst über einfache Felspassagen und eine kleine Querung und schon stehen wir an der schwersten Stelle (C/D). Auch diese Stelle wurde von allen gut gemeistert, sodass wir flott emporturnten. Lediglich einige eisige Passagen verlangten höchste Vorsicht von uns. Am Vortag wäre es viel schlechter gewesen bei Nebel! Tolle Kletterstellen wechselten sich nun bis zum Band beim Notausstieg ab, wo wir dann eine Rast- und Trinkpause einlegten. Ab hier beginnt der lange zweite Teil des Klettersteigs. Zunächst über ein langes schmales Felsband leicht steigend empor, bis man auf die Schlusswand empor sehen kann. Bereits von hier kann man die nassen Passagen kurz vor dem Ausstieg erkennen, die sich als eisig und schwierig entpuppen sollten. Über steile Passagen kommen wir der Schlusswand immer näher. Die leichte Passage (A) entpuppte sich schließlich mit der Nässe und der Eisauflage als sehr heikel, bis wir den letzten Aufschwung in Angriff nahmen. Der Aufschwung holte uns die letzte Kondition heraus, auch die Höhe machte sich bemerkbar, bis wir endlich im Schotter des letzten Aufschwungs zum Gipfel standen. Über schier endlose Schottersteige stiegen wir nun zum Gipfel der Tofana I (di Rozes, 3225m). Oben herrschte reger Betrieb, da man den Gipfel auch über einen einfachen Weg (unser Abstieg) erreichen kann. Traumhafte Fernsicht auf alle hohen Dolomitengipfel entschädigte uns für den mühevollen Anstieg. Über den Herdenanstieg gingen wir mit stolzerfüllter Brust hinab zur Guissani Hütte. Nach kurzer Rastpause ging es weiter, um den Sentiero Astaldi unter der Punta Anna zu begehen. Bereits in Sichtweite der Dibona Hütte quert man links direkt zu den Wänden der Punta Anna, wo dann der Steig direkt der Wand entlang Richtung Rif.Pomedas führt Steile  Passagen auf schmalem Weg wechseln sich ab, bis wir auf den Weg zur Dibona Hütte treffen. Steil geht es nun auf einfachem Weg hinab zur Hütte, wo wir den tollen Gipfelsieg mit Kracherl (Weizenbier) feierten. Von der Hüttenterrasse konnten wir auf unser nächstes Ziel bereits sehen. Der Klettersteig Punta Anna!

Hatten sich in den vergangenen Tagen alle acht Teilnehmer gemeinsam auf Tour begeben, so teilte sich die Gruppe am Heimreisetag auf drei Gruppen auf. Ulli und ihr Mann Stefan wollten den kurzen Höhlenklettersteig Grotta d Tofana in der Tofana S-Wand besteigen und Martin wollte unbedingt auf den Lagazuoi (2728m) wandern. Alle anderen Teilnehmer wollten den Klettersteig Punta Anna in Angriff nehmen. Werner, Gerti, Rosi, Sabine und Ernst stiegen also empor zur Pomedes Hütte empor und dann zum Einstieg des Klettersteigs. Über steile Felspassagen geht es nun empor bis wir unmittelbar vor dem Gipfel der Punta Anna unseren Anstieg abbrachen. Über Schuttrampen geht es zunächst auf schmalen Schotterwegen hinab zu den Schiliften im Kar unter der Tofana di Mezzo. Von hier steigen wir auf dem leichten Klettersteig Olivieri wieder hinab zur Pomedes Hütte und erreichen kurze Zeit später wieder die Dibona Hütte. Da ja verschiedene Gruppen von uns unterwegs waren, dauerte es dann noch einige Zeit, bis alle wieder beisammen waren und wir die Heimreise antreten konnten. Die Tofana-Klettersteige werden allen in Erinnerung bleiben.

 

Werner Reisetbauer

 
 
 

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