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Donausteig - Etappenwanderung von Niederranna nach Übermühl (4. Sept 2010) (Donausteig - Etappenwanderung von Niederranna nach Übermühl (4. Sept 2010))

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Donausteig - Etappenwanderung von Niederranna nach Übermühl (4. Sept 2010)

Die Verschiebung der ursprünglich für Anfang August geplanten Wanderung hatte sich

gelohnt. 18 TeilnehmerInnen (die Anmeldung lag zwischenzeitlich sogar bei 23!) bestiegen

gut gelaunt um 7 Uhr den Bus der Fa. Rechberger, der uns nach Niederranna brachte.

 

Der Weg führte anfangs gleich einmal die Donauleiten steil bergauf. So manches

Kleidungsstück landete da schon im Rucksack. Oben angelangt, entschädigte uns ein

wunderbarer Ausblick hinunter nach Wesenufer und hinauf auf den Sauwald, wo der

Nebel und die Morgensonne die letzten Kämpfe austrugen. Vorbei am Schloss Marsbach

ging es zielstrebig einem Höhepunkt der Wanderung entgegen der Ruine Haichenbach,

auch Kerschbaumerschlössl genannt. Auf der Aussichtswarte gab es manche Verwirrung

und Orientierungslosigkeit: Auf beiden Seiten zu unseren Füßen die Donau woher und

wohin und warum?

Auf dem Rastplatz zu Füßen der Ruine packte der Tourenführer sein Wissen über die

Geologie der Schlögener Schlinge und die Geschichte der Region und der Burg aus. Die

unheilvolle Zeit des Mittelalters fand auch in vielen Sagen ihren Niederschlag. Die langen

Teufel von Haichenbach ist eine davon, wir durften sie als geistige Erinnerung mitnehmen.

 

Nach einer kurzen Rast an diesem mystischen Platz führte uns ein sanfter Pfad den Kamm

entlang bis zum Scheitelpunkt dieser Landzunge, die von der Donau umrundet wird, und

dort dann wieder hinunter zur Donau. Bei der Jausenstation Pumberger - nach 12 km und 3

Stunden Gehzeit - trieben uns einige Regentropfen unter das Dach, doch beim Abmarsch

nach entsprechender Stärkung war der Spuk vorerst wieder vorbei.

Wider Erwarten nahm keiner von der Möglichkeit Gebrauch, sich von der Längsfähre nach

Grafenau schiffen zu lassen. Weder mögliche Nachwirkungen einer für manche etwas zu

kurzen Nacht, noch drohende graue Wolken am Himmel hinderten uns daran, die restlichen 9

km in Angriff zu nehmen.

 

Der Naturlehrpfad bis Grafenau, der sich an die steile Donauwand schmiegt, ist sehr idyllisch,

erfordert an manchen Stellen aber auch Achtsamkeit und Trittsicherheit. Für manche war

es eine Herausforderung, für niemanden aber eine Überforderung. Das dichte Blätterdach

der Bäume ließ uns den aufkommenden Nieselregen nicht spüren. Pflanzen, Moose

und afrikanische Eierschwammerl wie uns ein kundiger Pilzsammler mit Augenzwinkern

erklärte - neben dem Weg verliehen diesem Streckenabschnitt einen zusätzlichen Reiz.

Auf der Straße hieß es aber dann die Regenjacke anziehen. Leichter Nieselregen begleitete

uns bis Obermühl, wo wir um 14 Uhr ankamen. Ein stärkerer Regen wartete vornehm, bis wir

im Gasthaus Gierlinger und somit im wahrsten Sinne des Wortes im Trockenen saßen.

Der Abschluss war dann ein wohlverdientes, herrliches Mittagessen und gerne ließen wir uns

um 15 Uhr pünktlich zur Heimfahrt wieder abholen.

 

Das Resümee aller Beteiligten: Ein gelungener Wandertag mit vielen Abwechslungen

(Wegebeschaffenheit, Wanderumgebung ,) und bleibenden Eindrücken.