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Bergwoche 2009

Die Bergwoche 2009 mit 15 Kindern und 9 Erwachsenen fand heuer auf der Muttekopfhütte statt, in der Nähe von Imst.

Sonntag

Muttekopfhüttezoom

Nach einer Reise mit dem Bus erreichten wir um 13.00 Uhr Hochimst.

Nachdem wir das Gepäck im Auto des Hüttenwirtes verladen hatten, fuhren wir mit dem Lift zur Bergstation.

Von dort aus legten wir einen halbstündigen Fußmarsch zur Hütte zurück. Bald hatten wir uns im Lager und in den Zimmern wohnlich eingerichtet und konnten daraufhin das gute Abendessen genießen.

Montag

Imster Klettersteigzoom

Der Wetterbericht für diesen Tag war ausgezeichnet. Deshalb waren wir gleich in mehreren Gruppen zu verschiedenen Zielen unterwegs.
Drei Frauen und zwei Mädchen nahmen sich mit Schorsch gleich den schwierigsten Klettersteig der ganzen Gegend vor, den Imster Klettersteig, der mit C und D bewertet ist. Nach einer guten Stunde Fußmarsch zum Einstieg ging es richtig los. Über einen fast 400 Meter hohen, ziemlich steilen Pfeiler führte der Anstieg in gerader Linie auf den Gipfel zu. Im ersten Drittel waren die Schwierigkeiten noch erträglich, im mittleren Drittel waren aber Steilstücke zu meistern, die einigen das Letzte abverlangten, besonders jenen, denen es an Technik und Armkraft mangelte. Nach etwa zwei Stunden und drei Viertel des Aufstieges kam nach einer Scharte die Schlüsselstelle, eine ca. 70 m hohe, sehr glatte Wand (D und ein kurzes Stück sogar E). Davor gab es die Möglichkeit zu einem Notabstieg nach rechts über eine Rinne hinunter zum Engelkar.

Nachdem einige von der Gruppe mit ihren Kräften schon ziemlich am Ende waren, wäre der Weiterweg über die Schlüsselstelle sehr riskant geworden. Deshalb waren alle damit einverstanden, auf die letzten 130 Höhenmeter zum Gipfel zu verzichten und den sicheren Ausstieg zu wählen. Insgesamt war dieser Klettersteig ein spektakuläres, fast schon grenzwertiges Abenteuer für die Mädels Bernadette, Bärbl, Renate, Elena, Lisa und unseren Pensionisten Schorsch, welches ihnen sicher lange in Erinnerung bleiben wird.

Piets Wandergruppe, die am Montag nur aus zwei Personen bestand, begab sich zunächst auf den Plateinsteig. Der Steig, weitgehend von Latschengebüsch, Almrosen und farbenprächtigen Alpenblumen rechts und links umrandet, war einfach und schön zu begehen.
Bei den Plateinwiesen angekommen, fassten die beiden den Beschluss, die Vordere Plateinspitze zu erklimmen. Ein Klettersteig mit A bis B ausgezeichnet war für Astrid eine richtige Herausforderung, aber schön und interessant zu machen.

Dienstag

Aufstiegzoom

Lugger Lois und die drei Mädels (Tamara, Sara und Maria) waren den ganzen Tag bei der Teufelskralle. Sie bewegten sich im Schwierigkeitsgrad 3 und 4, eine tolle Leistung.

Am späten Nachmittag gab es für sie einen Kurs. Bodner Martin brachte ihnen das passive und aktive Abseilen bei.

Die geplante Tour von Bärbl, Renate, Bernadette, Piet, Astrid und Schorsch sollte auf den Rotkopf (2.692 m) und dann retour über den Pleiskopf und den Alpjochgrat zurück zur Hütte fuhren. Das erste Hindernis tauchte schon am Weg zum Rotkopf auf - ein steiles Schneefeld. Es verursachte einen Abstieg von ca. 20 Minuten und einen neuerlichen steigung und abenteuerlichen Aufstieg in die Scharte östlich vom Rotkopf. Endlich am Grat angekommen, legten wir nach kurzer Besichtigung des Aufstiegs zum Rotkopf (fur einige zu schwierig), eine Rastpause zum Jausnen ein. Die Suche nach dem Pleiskopf wurde erschwert durch starken Nebel, dadurch landeten wir auf dem gut markierten Imster-Höhenweg. Die Markierung führte uns immer weiter in stark abschüssiges, unangenehmes Gelände, welches für Astrid eine sehr große Herausforderung war. Auch für die übrigen Teilnehmer war volle Konzentration notwendig. Nach ca. 1.5 Stunden Gehzeit beschlossen wir umzukehren, um nicht in noch schwierigeres Gelände zu gelangen. Also ging es wieder retour. Nachdem das Wetter wieder besser geworden war, fanden wir endlich den Pleiskopf (2.560 m), welcher sich als grüner Wiesenhügel darstellte. Überglücklich, denn nach stundenlangem Herumsuchen waren wir endlich auf dem richtigen Weg. Auf dem Rückweg mussten wir dann über ein Schneefeld absteigen, wo Renate eine kurze Rutschpartie am Bauch einlegte. Der Rest verlief problemlos, und wir konnten sogar noch ein paar hundert Meter über Schneefelder abwedeln. Erst um 17.30 Uhr langten wir gesund und hundemüde bei der Muttekopfhütte ein. Trotz der neun Stunden war es für uns alle ein tolles und interessantes Erlebnis. Juhu!

Mittwoch

Nach regen kommt ...zoom

Nachdem der Tag mit strahlendem Sonnenschein und Frühstück auf der Terrasse begann, war für alle Klettern angesagt.

Voller Erwartungen marschierten die Jugendlichen und die Erwachsenen zum Felsenwurm und Eisenhut. Nach circa 2 bis 3 Topropes begann es zu regnen. Schnell die Kletterausrüstung eingepackt, die Regenjacken übergeworfen und zurück zur Hütte. Am Nachmittag chillten alle in der Hütte ab.

Donnerstag

Die Klettergruppe von Martin und Stefan starteten um 8.30 Uhr bei blauem Himmel Richtung Eisenhut, wo sie einige Routen bezwangen. Aufgrund der Hitze waren alle Burschen beim Klettern oberkörperfrei. Dabei wurden viele Hautstücke und Blutspuren auf der Wand hinterlassen.

Da einige Mädchen nicht zum Klettern motiviert waren, hielten es zwei naive Burschen für nötig, 300m abzusteigen, um einigen Mädchen einen passablen Schlafplatz zu bieten.

Nachdem viele Routen (< 8. Schwierigkeitsgrad) durchstiegen worden waren, badeten vier "Naturbuaben" im natureigenem Whirlpool (8° C "warm"). Das anschließende Abendessen wurde mit Genuss verzehrt. Danach wurde das Essen bei einem in diesem Gelände nicht geeignetem Spiel, das sich Räuber und Gendarm nennt, verdaut. Aufgrund der hohen Verletzungsrate, wurde das abenteuerliche Spiel von unserem Lieblingschief [es gibt nur einen : (], Martin Bodner, abgebrochen. Am Abend wurde der Tag bei einem Kartenspiel beendet. Für die sich als älter ausgebenden Kollegen unserer Klettergruppe wurde heftigst auf Lisas 16. Geburtstag angestoßen.

Freitag

Klettersteigzoom

Trotz nahender Schlechtwetterfront starteten wir voller Optimismus zum finalen Angriff auf den Imster- Klettersteig. Nach anfänglichem Murren machte sich die Truppe gegen 8:00 Uhr auf den Weg. Die Wolken sahen noch nicht sehr bedrohlich aus und schienen sich auch auf zu lösen. Nach ca. 1 Stunde erreichten wir den Einstieg und beeilten uns mit dem Anseilen b.z.w. mit dem Anlegen der Gurte und der Kletterausrüstung. Die Ersten waren schon beinahe nicht mehr aus zu machen, als die ersten Regentropfen zu spüren waren. Stop!, was nun, nach einem besorgtem Rundblick wurde demokratisch, beinahe jedenfalls, der Rückzug beschlossen. Der zunehmende Regen und der aufkommende Wind bestärkten uns zur Hütte zurück zu kehren. Der Abstieg auf dem lehmigen Weg entpuppte sich als wahrer Eiertanz. Auf der Hütte angekommen begegneten wir auch einem Teil der Wandergruppe, die ebenfalls vor dem Wetter geflüchtet waren. Körperpflege, Ruhen und Material sortieren waren neben Kartenspielen einige der wenigen Beschäftigungen an diesem Vormittag.

 

Samstag

Bei Schnee und regen sind wir hinunter gelaufen bis zur Mittelstation, von der Lift. Dort gab es noch der feinste, aber kalte, Abstieg ins Tal mit der 'Coaster'.

Nach eine Stärkung sind wir wider mit den Bus, über Italien, nach Lienz gefahren.

Zu den Fotos. ...