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Piz Buin 3.312 m – von Gipfeln, Steinböcken und Kartenspielerei! (Piz Buin 3312m)

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Piz Buin 3.312 m – von Gipfeln, Steinböcken und Kartenspielerei!

am Grat zum Silvrettahorn 3224mzoom

Heuer führte die Hochtour der AV-Sektion Leogang westwärts, genauer gesagt an die Grenze zwischen Tirol und Vorarlberg, in die schöne Silvretta. 14 Vereinsmitglieder machten sich am Freitag, dem 2. Juli, vormittags auf den Weg zur Biehlerhöhe. Die Biehlerhöhe mit dem Silvretta Stausee ist ein beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen und Bergtouren. So starteten auch wir nach unserer „Kaffeefahrt“ den Hüttenzustieg über den gemütlichen Fahrweg entlang des Stauseeufers. Nach ca. 2 Std. erreichten wir nachmittags die Wiesbadener Hütte, wo wir uns gemütlich in der Sonne erholten und den Blick auf unsere morgige Aufstiegsroute warfen. Nach dem Abendessen wurden die letzten Materialchecks durchgeführt, bevor es ab ins Bett ging.

Früh morgens um 5:30 Uhr, oder für eine Hochtour vergleichsweise spät, trafen wir uns zum Frühstück. Einigen war der tiefe Schlaf durch ihre kleinen „Betthelferlein“ noch anzusehen, doch durch die frische Luft und den morgendlichen Sonnenschein beim Start der Tour war jeder gleich frisch und munter. Nach der Querung einiger Schneefelder nördlich unter der Grünen Kuppe kamen wir an einem imposanten Gletschertor vorbei. Die erste Steilstufe wurde ohne Seil über Altschneefelder und Geröll überwunden und danach haben wir uns am Anseilplatz am unteren Ende des Ochsentaler Gletschers in drei Seilschaften aufgeteilt und mit Steigeisen bewaffnet. Unsere Hochtour führte uns zuerst recht steil in Serpentinen und später flach über den spaltenreichen Ochsentaler Gletscher durch die noch immer massive Schneeauflage problemlos zur Buinlücke. Wir betraten den Nordwestgrat und folgten den Steigspuren über Schutt und Blockwerk. Der Weg führte über die Nord-West-Flanke und wurde etwas ausgesetzter. Ein kurzer Kamin im II. Grad verlangte uns noch ein wenig Kletterei ab, bevor wir dann gemütlich auf gut sichtbaren Steigspuren zum Gipfelkreuz des Piz Buin auf 3.312 m Seehöhe gelangten. Stolz konnte die gesamte Gruppe geschlossen beim Gipfelkreuz ein schönes Erinnerungsfoto machen. Wir genossen den abwechslungsreichen und beeindruckenden Ausblick vom Schweiz-Österreichischen-Grenzberg. Gestärkt von der Gipfeljause ging’s wieder zurück zur Buinlücke.

Nun teilte sich die Gruppe wieder in drei Seilschaften. Tanja und Roman nützten das schöne Wetter und die schnelle Mannschaft aus und machten sich mit je zwei motivierten TeilnehmerInnen auf den Weg zum 3.244 m hohen Silvrettahorn, während Andi mit dem Rest der Mannschaft einen Spaltensturz simulierte und Lisa ruckzuck aus der Gletscherspalte holte.

Am Nachmittag vereinte sich die Gruppe wieder auf der Terrasse der Wiesbadener Hütte. Die sportlichen Aktivitäten waren aber noch lange nicht vorbei. Bis zur Hüttenruhe wurde mit einer kurzen Unterbrechung für das Abendessen gewattet und geherzelt was die Spielkarten aushielten.

Am Sonntag machten wir uns nach dem ausgiebigen Frühstücksbuffet über den Radsattel und durch das Bieltal auf dem Weg zurück zum Parkplatz. Beeindruckt von der einzigartigen Blütenpracht am Wegesrand konnten wir sogar noch einige Steinböcke beobachten. Auch die „Blinden“ haben dieses Mal sogar Steinböcke gesehen! Vier Teilnehmer nahmen dann noch schnellen Schrittes den Gipfel des Hohen Rades mit 2.934 m mit, während dem der Rest gemütlich über die langen Schneefelder und den schönen Wanderweg talwärts rutschte und ging. Gemeinsam haben wir dann noch die letzten Sonnenstrahlen beim Mittagessen am Stausee genützt, bevor es pünktlich beim Einsteigen in die Kleinbusse zu regnen begann.

Resümee: Wieder eine dieser unvergesslichen Bergfahrten mit netten Leuten, einzigartigen Naturerlebnissen und einem tollen Hüttenabend, bei dem schon Pläne für das nächste Jahr geschmiedet wurden. Eines sei an dieser Stelle schon verraten: Voraussetzung für die nächste Hochtour sind auf jede Fall Grundkenntnisse im Kartenspielen. Sollten potentielle Hochtouren-TeilnehmerInnen dahingehend Lücken aufweisen, stehen Gerti und Juli gerne für Nachhilfe zur Verfügung! ;-)

Tanja Wallner

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