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Wildspitze 3770m (Hochtour Wildspitze)

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Wildspitze 3770m

Wildspitzezoom

Die Wettervorhersage für die heurige Hochtour war bereits bei der Vorbesprechung, am Montag vor der Bergfahrt, vielversprechend: Ungetrübter Sonnenschein stand uns für den Gipfeltag am Samstag bevor!

Am Vormittag des 31. Juli machten sich 16 Mitglieder der Sektion Leogang mit Fahrgemeinschaften auf den Weg ins hinterste Pitztal. In Mandarfen bei sommerlicher Hitze angekommen, erklommen wir die ersten Höhenmeter zum Riffelsee bequem mit der Seilbahn. Wesentlich kühler war es auf 2291 m Seehöhe auch nicht, aber es wehte zum Glück hin und wieder ein frisches Lüftchen, was schon das bloße Stehen mit schwerem Gepäck angenehmer machte. Einen vollen Rucksack hatte dieses Mal ein jeder, mussten wir ja trotz geplanter Übernachtung in einer bestens ausgestatteten AV-Hütten, aufgrund der noch immer aktuellen Covid19-Maßnahmen Schlafsack, Leintuch, Polsterüberzug, Mundschutz, Desinfektionsmittel usw. mitnehmen. Nach einer kurzen Stärkung Nahe dem Riffelsee starteten wir unseren Hüttenzustieg auf dem Fuldaer Höhenweg in Richtung Taschach Haus. Wir marschierten Tal einwärts immer mit Blick auf unser heutiges Tagesziel. Die kurzen Trinkpausen wurden von Hias musikalisch umrahmt, so dass der lange Talhatscher am Höhenweg kurzweilig und abwechslungsreich war.

Nach einem schmackhaften Drei-Gang-Menü und einem Gläschen Rotwein hieß es für die Gruppe zeitig ins Bett gehen, denn bereits um 4 Uhr war das Frühstück für den Gipfeltag angesetzt.

Um 4:45 Uhr stiegen wir im Lichtkegel der Stirnlampen in Richtung Taschachferner zum Gletscherrand empor. Die ein oder andere Stirnlampe war so stark, dass man angeblich bereits in der Dunkelheit die Augen der am Wegrand stehenden Steinböcke blitzen hat sehen. „Wie wohl das erhabenen Tier bei Tageslicht aussehen mag?“, stellt man sich da die Frage. Also achtsames Auge bleib wach!

Über den blanken Taschachferner begann der Aufstieg mit Steigeisen in Richtung des höchsten Nordtirolers. Wir umgingen und überquerten großen Schrittes viele offene Spalten bis wir auf Schnee stießen. Dort angelangt, übernahmen Andi, Roman und Tanja je eine Seilschaft und führten die Gruppen sicher über den mächtigen Taschachferner. Es ging im Gänsemarsch vorbei an steilen Gletscherbrüchen immer dem Gipfel entgegen. Das Mitterkarjoch ließen wir rechts liegen und schon standen wir nach der letzten Steilstufe am Gletscher auf der Scharte vor dem Gipfel. Nach einer kurzen Stärkung und anschließender leichter Gratkletterei standen wir nach 6 Stunden Marsch alle gemeinsam glücklich bei strahlendem Sonnensein am Gipfel. Die Sektion Leogang belagerte für ein Foto das Gipfelkreuz des Südgipfels und veranlasste andere Bergsteiger wohl dazu den Gipfel etwas voreilig zu verlassen. Wenn sie wüssten was sie versäumt haben! Hias packte auf 3770 m sein „Blosei“ aus und spielte uns einen auf – kurz und knackig, denn auf dieser Höhe ging selbst Hias ein wenig die Luft aus.

Nach dem es am Südgipfel recht eng zuging, schreiteten wir über den luftigen, teils noch firnigen Verbindungsgrat zum zwei Meter höheren Nordgipfel und hatten diesen für uns alleine. Wir stiegen Nordwestseitig über die steile Gipfelflanke im weichen Schnee in direkter Linie über den Taschachferner ab und marschierten zurück zu unserem Anseilpunkt.

Um den Gletscherhatscher ein wenig kurzeiliger zu gestalten, eilte Andi mit einer schnellen Mannschaft voraus und baute eine lehrreiche Station zur Spaltenbergung auf. Die mutigen unter den TeilnehmerInnen ließen sich in die kalten Tiefen des Taschachferners abseilen und vertrauten auf Andis Können, dass sie wieder heraufgeholt werden. Es war ein tolles Erlebnis so eine Spalte von unten zu sehen und das wachsame Auge sah auch dort eventuell einen Steinbock vorbei huschen.

Nach dem köstlichen Abendessen wurde bei Bier, Wein, Schnaps und Heißer Liebe der gemeinsame Gipfelsieg gehörig gefeiert. Bergerlebnisse wurden geteilt, Freundschaften vertieft und Vorschläge für unsere nächstjährige Hochtour ausgetauscht bis das Licht in der Gaststube ausging. Geschlafen haben die zweite Nacht wohl alle etwas besser, obwohl behauptet wurde, dass die ein oder andere Corona-Trennwand im Lager am Morgen leicht angesägt war. Aber wer mag das wohl sehen, denn der Steinbock meinte bei unserer Abreise auch nur: „Hiaz fahrns wieda hoam, de Blindn!“

Tanja Wallner

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