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Weißkugel 3739m (Weißkugel 3739m)

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Weißkugel 3739m

Sich samstags um 05:45 zu treffen, um pünktlich um 06:00 zu einer mehrtägigen Hochtour aufzubrechen, wo der erste Tag nur dem Hüttenzustieg dient, ist eigentlich eher ungewöhnlich, jedoch notwendig, wenn das Ziel in Südtirol liegt. Geplant war, dass wir am Samstag über Kärnten, Osttirol und Südtirol nach Kurzras anreisen, um am Tag darauf die Weißkugel über den Ostgrat zu besteigen. Die Anreise sollte sich dann doch auch noch hinziehen, obwohl wir pünktlich aufbrachen, aber der Urlaubsreiseverkehr über den Brenner machte uns in Südtirol dann doch auch einige Probleme und so wurde die geplante Zeitreserve fast auf die Minute genau aufgebraucht. Um 14:00 wollten wir ursprünglich zum Rifugio Bella Vista aufbrechen, welches wir als Stützpunkt für die Besteigung ausgewählt hatten. Allerdings schafften wir das nicht ganz, weshalb wir erst um 14:45 abmarschbereit waren und darüber nachdachten, den Aufstieg mit der Gondel zu absolvieren. Die Teilnehmer waren jedoch so motiviert, dass wir trotz kurzer Verspätung und unbeständigem Wetter den Aufstieg zu Fuß wagten. Den Teilnehmern machte dieser Marsch nach der langen Fahrt richtig Spaß und so erreichten wir nach knapp zwei Stunden die Hütte. Dort angekommen hatten wir dann bis 19:00 Zeit die Sauna zu nutzen, was auch einige Teilnehmer machten. Gut erholt vom Aufstieg gab es anschließend Abendessen. Trotz des wirklich guten Menüs und geselliger Runde gingen wir dann aber doch recht zügig schlafen, denn das Frühstück für die Besteigung der Weißkugel wird auf dieser Hütte um 04:00 angeboten. So waren alle Teilnehmer spätestens um 21:00 im Bett.

Sonntag war bereits um 04:00 Tagwache. Ein Blick aus dem Fenster ließ vorerst nichts Gutes ahnen, denn es hatte etwas geschneit, war stark bewölkt und sehr windig. Das Frühstück wurde daher noch mit etwas Skepsis gegenüber der bevorstehenden Tour genossen, doch das Wetter besserte sich bis zum Abmarsch um 05:00 noch einigermaßen und der Himmel riss pünktlich mit Sonnenaufgang auf. Allerdings blieb es trotzdem sehr windig und dadurch auch gefühlt sehr kalt. Kurz nach 05:00 befanden wir uns an der Abzweigung zur Weißkugel, die wir gestern beim Aufstieg schon passiert hatten. Der weitere Weg führte uns dann entlang eines Wanderweges bis kurz unterhalb des Teufelseggs, den wir an seiner Südflanke über mehrere steile Firnfelder umgingen. Anschließend erreichten wir einen pyramidenartigen Pfeiler an seiner Westseite, den wir über dessen Südkante in leichter Blockkletterei (UIAA I) erklommen. Pünktlich um 07:00 standen wir dann am Grat zur inneren Quellspitze. Leider musste uns einer unserer Tourenführer an dieser Stelle krankheitsbedingt verlassen und wir teilten seine Teilnehmer auf die beiden restlichen Seilschaften auf. Für den Aufstieg auf die Weißkugel war das kein Problem, jedoch kam der Ostgrat aufgrund dieser Maßnahme nicht mehr in Frage, weshalb wir für den weiteren Aufstieg den Normalweg wählten. Unabhängig davon mussten wir dem Grat bis zur Quellspitze in leichter Kletterei folgen (UIAA I, Stellen II) um den Gletscher kurz unter dieser zu erreichen. Auf ca. 3200m betraten wir dann den Gletscher und folgten diesem nordöstlich der Quellspitze zum Hintereisjoch, welches wir gegen 09:00 erreichten. Von dort war es noch ein steiler Weg zum Gipfel, der direkt durch die Südflanke der Weißkugel führte. Nun ließ der Wind nach und auch die restlichen Wolken verzogen sich, sodass wir um 10:30 am Gipfel der Weißkugel standen. Wir ließen uns in der Gipfelregion etwa eine Stunde Zeit und genossen den herrlichen Ausblick. Gegen 11:30 begannen wir mit unserem Abstieg, der unserer Aufstiegsroute glich. Unterwegs schlug das Wetter wieder um und immer mehr Quellwolken zogen auf. Der Wetterbericht hatte für 17:00 erste Schauer prognostiziert, aber zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns wieder seit zwei Stunden auf der Hütte. Der Schauer kam erst am frühen Abend, als sich bereits alle Teilnehmer entspannt in der Sauna befunden haben.

Text: Marchel

Bilder: Sommerauer

Tourenführer: Marchel, Vodenik, Wechtitsch.

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