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Wildspitze 3768m (Wildspitze 3768m)

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Wildspitze 3768m

Freitag, sechs Uhr morgens: Die Stimmung war sehr gut, trotz der bevorstehenden langen Anfahrt für unsere Tour auf die Wildspitze, dem zweithöchsten Gipfel Österreichs mit 3768m. Trotz des Wetterberichts, der uns für das Wochenende eigentlich gute Bedingungen vorhersagte, hatten einige doch ein flaues Gefühl im Bauch, da sich das Wetter ab der Obersteiermark, über das deutsche Eck bis nach Wörgl in Tirol, nicht gerade freundlich präsentierte. Der Nieselregen, der in Liezen einsetze, hörte dann jedoch auf und bis zur Ankunft in Vent kam sogar die Sonne raus. In Vent trafen wir mit vier weiteren TeilnehmerInnen zusammen und stellten überrascht fest, dass diese gerne auch den ersten Teil des Hüttenzustiegs selbstständig erklimmen wollten, obwohl für diese vierhundert Höhenmeter der Sessellift eingeplant war. So stieg ein Teil der Gruppe um Philipp und Manuel von Vent direkt bis zur Breslauer-Hütte auf, während die anderen Teilnehmer rund um Werner den Lift zu Hilfe nahmen. Egal ob mit oder ohne Liftunterstützung, auf der Hütte waren alle überrascht und begeistert, den österreichischen Bergsteiger Peter Habeler kennenzulernen, der im Rahmen einer Teambuildingmaßnahme mit einem Dutzend Venter Bergführer eine 80-köpfige Gruppe auf die Wildspitze führte. Begeistert lauschten wir seinen Geschichten und nutzen die Gelegenheit auch, um ein paar Erinnerungsfotos zu machen, bevor wir dann die Schlaflager aufsuchten. Der Wecker am Tag der Gipfelbesteigung weckte uns um halb fünf. Trotz der frühen Uhrzeit steigerte sich die Laune, denn es war nahezu windstill und der Himmel war wolkenlos. Frühstück gab es um fünf Uhr und wir planten um halb sechs Richtung Rofenkarferner und Wildspitze aufzubrechen. Leider verzögerte sich unser Abmarsch um eine halbe Stunde, sodass Peter Habeler mit seiner 80-köpfigen Gruppe vor uns aufbrach, was jedoch gar nicht so schlecht war, da wir dann nahezu alleine unterwegs waren. So erreichten wir kurz vor sieben Uhr den Rofenkarferner, wo wir uns anseilten und dann langsam über den Gletscher weiter in Richtung einer Felsrippe bewegten, die uns dann zum Jubiläumsgrat führen sollte. Am Ende der Felsrippe umgingen wir einen Turm und plötzlich standen wir schon am oberen Ende des Taschachferners und konnten vor uns den Gratanstieg, den Jubiläumsgrat auf die Wildspitze, sehen. Wir machten eine kurze Pause und genossen das herrliche Bergpanorama. Der Blick auf den weiteren Anstiegsweg war so beeindruckend, dass sich einer der Teilnehmer zu der Bemerkung hinreißen ließ, es handle sich um einen „Mini-Biancograt“! Tatsächlich war der Anstieg diesem sehr ähnlich und wir standen gegen halb zehn am schneebedeckten Gipfel der nördlichen Wildspitze, die je nach Schneelage etwas niedriger oder höher als der Hauptgipfel ist. Nach kurzem Aufenthalt nahmen wir die letzten Meter über einen leicht überwechteten Firngrat zum Hauptgipfel in Angriff und kurz vor Zehn Uhr konnten wir allen neun TeilnehmerInnen unserer Tour zum Gipfelsieg gratulieren. Am Gipfel wurden dann die obligatorischen Gipfelfotos geschossen und natürlich der Ausblick genossen, der mit den Ötztaler Alpen im näheren Umkreis und des Ortlermassivs im Südwesten tatsächlich sehr beeindruckend war. Richtung Osten trübten leider ein paar Wolken bereits die Aussicht, welche nach unserem Abstieg den Gipfel der Wildspitze erreichten und diesen hartnäckig einhüllten. Darunter und etwas abseits entlang unseres Abstiegsweges war es aber trotz leichter Bewölkung noch ein herrlicher Tag und am Mitterkarjoch machten wir gegen elf Uhr nochmals eine kurze Pause. Da Zeit und Wetter es zuließen, bestiegen wir auch noch den hinteren Brochkogel, den mit 3625m sechsthöchsten Berg Österreichs. Kurz nach zwölf erreichten wir nach leichter Kletterei und kurzem Firnanstieg den firnbedeckten Gipfel. Voller Stolz blickten wir zurück auf die Wildspitze und dachten daran, dass wir zwei Stunden zuvor bei blauem Himmel auf dem Gipfel standen, der nun in den Wolken verschwand. Beim Abstieg vom Brochkogel war noch einmal Konzentration gefragt und auch das Mitterkarjoch war teilweise sehr eisig. Zwischen halb drei und drei Uhr nachmittags erreichten wir wieder die Breslauer-Hütte, wo wir noch einmal vor der Heimfahrt nächtigen wollten. Ein Teil der Gruppe stieg aber bereits ins Tal ab und trat noch am selben Tag die Heimreise in die Steiermark an. Die restlichen Teilnehmer, ließen diese gelungene Hochtour bei einem gemütlichen Hüttenabend ausklingen.

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