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Schitour auf die „Fuorcla Sesvenna“ (2.824m) (Schitour auf die „Fuorcla Sesvenna“ (2.824m))

Schitour auf die „Fuorcla Sesvenna“ (2.824m)

Sesvennaschartezoom

Die zweite Schitour dieses Winters führte uns am 20.02.2016 in die Sesvennagruppe, da für das ursprüngliche geplante Ziel der „Mittleren Portlesspitze“ im Matscher Tal zu wenig Schnee gemeldet worden war.
Bei unserem Treffpunkt in Ried konnte Berg- und Schiführer Reinhard Salner 10 unentwegte Teilnehmer begrüßen, die sich von der prognostizierten eher ungünstigen Wetterlage (Wetterumschwung am Nachmittag bei Niederschlägen und stürmischem Wind) nicht hatten abschrecken lassen, in der Sevennagruppe eine Schitour zu unternehmen, zumal ja der romanische Name „Sesvenna“ soviel wie „Trockengebiet“ bedeuten soll, was auf doch akzeptable Verhältnisse hinzuweisen schien. Und so machten wir uns frohgemut bei relativ schönem Wetter in Fahrgemeinschaften in Richtung Reschenpass auf den Weg, um dann über Burgeis nach Schlinig (1738 m), dem Ausgangsort unserer Tour, zu gelangen. Zwar hatte schon während der Fahrt der Blick auf die Ortlergruppe heftigen Wind auf den Gipfeln erahnen lassen, doch bei unserem Start in Schlinig herrschte Windstille und recht gute Sicht.
Zunächst ging es ohne starken Höhengewinn auf gewalzter Schneebahn hoch in das Gebiet der Schliniger Alm, und schon bald passierten wir auf einer Höhe von 1868 Metern die „Malga di fuori“ („Vordere Alm“), auch „Planbell“ genannt, um uns nach Passieren der „Malga di dentro“ („Hintere Alm“) auf 1923 Metern leicht ansteigend der „Croda nera“, der „Schwarzen Steilwand“, zu nähern, zu der wir zunächst in Spitzkehren hochstiegen, um sie dann in einem Linksbogen zu umgehen, wobei eine etwas heikle Engstelle durch ein Seil gesichert war. Kurz nach Überwindung dieser „Schlüsselstelle“ erblickte man linker Hand, etwas unterhalb der Spur, eine Säule, die sogenannte „Vier-Mann-Säule“, die der frühere Hüttenwirt hatte errichten lassen, um seinen Dank dafür auszusprechen, dass vier Männer, die am 06.02. 2012 an dieser Stelle von einer Lawine erfasst worden waren, alle lebend hatten geborgen werden können.
Weiter ging es nun über relativ flach verlaufendes Gelände zur „Sesvennahütte“ (2250 m), wo kurz Rast gemacht und der weißen Traumlandschaft ihr Tribut gezollt wurde. Angesichts der Wetterlage war es jedoch an der Zeit, zur „Sesvennascharte“ (2824 m) hochzusteigen und eventuell den „Schadler“ (2948 m) anzuvisieren, sollte das Wetter halten. Zunächst ließ sich auch die Sonne etwas blicken, und recht flott ging es – allerdings bei immer mehr sich eintrübendem Himmel – über tolles Schigelände über einen Sattel und später über eine kurze Steilstufe hinauf zur Scharte, wo neben dem Nebel auch ein unangenehm kalter, stürmischer Wind unseren Gipfelambitionen ein Ende setzte. Bei tollen Schneeverhältnissen und gar nicht so schlechter Sicht wurde die Abfahrt nach Schlinig ein reiner Hochgenuss!
Die Rückfahrt brachte dann auch den prognostizierten Wintereinbruch: Ab dem Reschen begann es dicht zu schneien, und bei tief winterlichen Verhältnissen ging es, vorbei an den hängengebliebenen, gespenstisch beleuchteten Urlauber-Autos, zurück zu unserem Ausgangspunkt, mit dem Gefühl, an einer tollen Tour teilgenommen zu haben.

 
 
 

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