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Fotos Stoneman Trail - Bike-Erlebnis in den Dolomiten

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Stoneman Trail - Bike-Erlebnis in den Dolomiten

 

Der Stoneman Trail ist eine Mountainbike-Rundtour verlaufend an der Grenze zwischen Ost- und Südtirol und zu einem geringen Teil im Veneto. Die Streckenlänge beträgt ca. 120km bei über 4.000 Hm Anstieg. Das besondere an dieser Tour sind die abgelegenen Trails direkt an den Grenzbergen zwischen Italien und Österreich. Die Strecke wurde  von Roland Stauder, MTB-Rennfahrer, für Mountain Bikes ins Leben gerufen. In den Talorten kann man Startpakete kaufen, entlang der Strecke befinden sich Ceckpoints, welche passiert werden müssen. Gelangt man nach dieser Runde wieder an den Startort, bekommt man seine Stoneman-Trophäe von Gold bis Bronze in Änhängigkeit von der Fahrzeit in Tagen. All das waren gute Gründe für uns, diese Strecke in diesem Jahr unbedingt in Angriff nehmen zu müssen.


Wir starteten Anfang September in Sillian, die Strecke teilten wir in zwei Tagesetappen. Sämtliches Gepäck hatten wir im Rucksack, weil wir für die  Nacht ein Hotel in Italien gebucht hatten. Zu allererst war der Anstieg mit knapp 1.400hm zur Sillianer Hütte zu bewältigen. Die Schotterstraße wurde ab der Leckfeldalm immer schmäler, steiler und die Steine immer gröber. Mit einem 12kg-Rucksack am Rücken waren für uns Schieben und regelmäßige Verschnaufpausen angesagt, welche bei dieser Kulisse unbedingt notwendig waren.Von hier an begann die bereits berühmte Demut-Passage, benannt nach dem 2.592m hohen Gipfel direkt an unserer Strecke gelegen. Der Trail hat hier Wanderweg-Breite und führt in einer Höhe von 2.300-2.400m vorbei an den umliegenden Gipfeln. Kurze Abfahrten - Schieben - Tragen - alles ist hier notwendig. Der Blick nach Süden zeigt uns ständig die leider etwas in den Wolken versteckten Sextener Dolomiten mit ihren berühmten drei Zinnen. In diesem Gelände sind immer wieder annähernd 100 Jahre alte Schützengräben aus dem ersten Weltkrieg sichtbar, außerdem machte uns ein Kriegerfriedhof auf die grausamen Geschehnisse an diesem Ort aufmerksam. Nach dem Passo Silvella ist es endlich soweit, eine durchgehende Abfahrt von 1.300Hm steht uns bevor. Diese war ein großer Genuss. Teilweise waren auch technische Herausforderungen dabei, größtenteils aber flowige Wanderwege, welche dann zu guter Letzt in Forststraßen nach Casamazzagno mündeten. Auch die Reparatur von zwei Patschen (am gleichen Rad) konnten die gute Laune nicht bremsen.Unser Tagesziel war durch einen "Hotel-Buchungsfehler" etwas groß gesteckt - wir hatten noch den Kreuzberg Pass und einen Checkpoint im Skigebiet Rotwandwiesen (1.900m) vor uns. Dort angekommen, war es bereits finster, somit war der Checkpoint nur mehr schwer zu finden. Nachdem wir dieses Problem gemeistert hatten, fuhren wir ab in den 1.340m gelegenen Ort Moos, wo wir nun unser Hotel vorfanden. Trotz drei gebuchter Betten wurden im Hotel nur zwei reserviert! Glücklicherweise konnte uns der Wirt in der Nachbarschaft zu seinem völlig ausgebuchten Hotel noch ein zusätzliches Zimmer besorgen.Gefüllt mit Weißbier und Pizza (etwas anderes war zu dieser Tageszeit nicht mehr zu bekommen) erholten wir uns nach den ungefähr 2.700 Höhenmetern für den nächsten Tag.


Nach einem perfekten Frühstück und Reparatur von einem Patschen, welcher sich wohl über Nacht langsam angeschlichen hat, konnten wir starten. Zunächst ging es für ca. 12km leicht bergab durch Moos, Sexten und Innichen nach Toblach (1.120m). Von hier aus wartete wieder ein 1400Hm-Anstieg zum Marchkinkele auf uns, der es in sich hatte. Der einzige Anstieg des Tages mit durchgehend bester Aussicht auf die Dolomiten. Kurz nach der Silvester-Alm (1.800m) war die Baumgrenze erreicht und wir waren durchgehend der Sonne ausgesetzt. Zwischendurch ermöglichte glücklicherweise eine Quelle, unsere Wasservorräte wieder aufzufüllen. Als die letzte Gerade zum Checkpoint geschafft war, war die Freude groß. Wir schleppten unsere Bikes zum anliegenden Strickberg-Gipfel (2.525m), wo nun eine gehörige Pause anstand. Bei diesem Rundblick gab es viele Gipfel in allen Himmelsrichtungen zu betrachten, außerdem kleine Seen, Schafherden und andere Mountain Biker.Nun stand wieder eine lange Abfahrt am Programm, an keiner Stelle würde es von hier aus noch bergauf gehen. Der Trail führte uns - wir befanden uns wieder direkt an der Staatsgrenze - vorbei an Mannschaftsunterkünften aus dem Krieg, sogenannten Kavernen. Der Trail war wunderschön mit keinen Seen, wurde dann anspruchsvoller und ging über Serpentinen abwärts. Eine Bauchlandung, bei welcher dank einiger Schutzengel nichts passiert ist, nahmen wir durch unser Hochgefühl einfach hin.Zurück in Sillian, unserem Startpunkt wurde uns unsere Stoneman-Trophäe verliehen, was hier noch ausreichend gefeiert wurde.


Das brachte uns leider noch eine Verzögerung beim Gelangen in die Unterkunft für die nächste Nacht ein. Gebucht war eine Ferienwohnung am Kärntner Weißensee. Buchstäblich in letzter Sekunde konnten wir doch noch ein ausgiebiges Abendmahl ausfassen.Am nächsten Tag war noch eine lockere Runde an den Bergen rund um den Weissensee geplant, welche wir am frühen Nachmittag abgeschlossen hatten und nach einem vom Schweiß reinigenden Bad im See konnten wir noch eine Pizza genießen.


Es stand fest: Den Stoneman Trail müssen wir wieder befahren - unbedingt!

 

 
 
 

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