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Hochtour auf den Großglockner (3798m) (Hochtour auf den Großglockner)

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Hochtour auf den Großglockner (3798m)

Großglockner

Für eine Tour auf den Gipfel des Großglockner braucht man schönes Wetter. Da der Sommer 2016 alles andere als stabil erscheint, machten wir uns trotz nicht bester Wettervorhersage: auf den Weg. Das Auto stellten wir am Glocknerhaus auf dem Parkplatz ab. Bei unserer Ankunft war, die Sicht auf den Großglockner frei. Die Luft war herrlich klar und wir steuerten unserm ersten Etappenziel entgegen, der Salmhütte in 2644 m Höhe.

Insgesamt hatten wir unsere Gipfelerstürmung auf drei Etappen verteilt, schon alleine Wegen des etwas längeren anstieg über die oben genante Hütte. Aber wir wollten ja dem Weg der Erstbegehung folgen.
Als wir die obere Stockerscharte erreichten, ist der Blick zum einem auf den Glockner, und zum anderen hinein ins Leitertal frei. Ab hier führt der Weg ohne großen Höhenunterschied, dafür über sanfte Almwiesen hinüber zur Salmhütte, die wir nach ca. 2,5 h erreichen. Murmeltiere pfeifen und verschwinden in Ihren Höhlen. Anscheinend sind Sie an den Anblick von Bergsteigern gewöhnt, denn nur gemächlich laufen Sie zu Ihren Höhlen, als ob Sie alle Zeit der Welt hätten.

Am zweiten Tag folgten wir dem Weg über das Hohenwartkees. Dabei kamen wir auch an einer alpenhistorischen Stätte vorbei. Die „erste Salmhütte“, heute eine Ruine, wurde schon im Jahre 1799 gebaut und ist die älteste Schutzhütte der Ostalpen. Von der Hohenwartscharte ging es weiter über den Hofmannskees zur Erzherzog-Johann-Hütte. Insgesamt brauchten wir für diesen Weg 3,5 h aber wir haben uns auch Zeit gelassen und des Öfteren das atemberaubende Panorama der Bergwelt genossen.
Von der Erzherzog-Johann-Hütte, auch „Adlersruhe“ genannt, ist es wirklich nur ein Katzensprung auf den Gipfel des Großglockner. Die Adlersruhe liegt auf einer Höhe von 3454 m, der Großglockner ist 3798 m hoch.
Auf der Adlersruhe angekommen tranken wir erst mal einen Kaffee, genossen den umwerfenden Blick auf die Bergwelt. Ein ständiges Kommen und Gehen auf der Hütte. Die ersten Seilschaften kamen vom Gipfel, legten eine Pause ein und stiegen dann weiter ab. Andere Seilschaften legten eine Pause auf ihrem Weg den Berg hinauf ein. Aus allen Ländern kamen die Bergsteiger, ich konnte Tschechen, Deutsche, Österreicher, Italiener identifizieren, wirklich lustig.


Von der Adlersruhe führt der Weg über den Firnrücken und den ca 40 Grad steilen Eishang des „Glocknerleitl“ hinauf bis zum Beginn der Felsen. Dann klettert man über den Grat auf den Kleinglockner, hinab in die Glocknerscharte und über steile Platten (II. Schwierigkeitsgrad) hinauf zum Gipfel des Großglockner und zum Gipfelkreuz. Sicherungsmöglichkeiten sind im gesamten Felsbereich an Eisenstangen und Ringhaken gegeben. Es gibt langsame Seilschaften, schnelle Seilschaften, sie kommen einem entgegen oder man will überholen... ständig muss man ausweichen und dabei noch auf die eigene Sicherheit und die der Anderen achten.
Aber der Blick entschädigt für alles. Man kann die gesamten Ostalpen überschauen, ein wirklich einmaliges und unbezahlbares Erlebnis, vor allem bei schönem Wetter und wenn gerade kein Wind geht


Wenn man keine hochalpine Erfahrung hat und sich nicht mit Seil- und Sicherungstechniken auskennt, sollte man sich unbedingt einen Bergführer nehmen. Selbstüberschätzung, bzw. den Großglockner zu unterschätzen ist die Hauptursache für Unfälle am Berg. Nach dem Abstieg bis zur Adlersruh war wieder alles Routine, da inzwischen das Wetter umschlug, fiel uns es nicht schwer noch eine Nacht in der noch recht urigen Salmhütte zu Verbrinngen, außer uns waren noch 3 Personen in der Unterkunpft. Ich muss sagen, dass der Weg über diese Hütte allemal lohnender ist als das Rudelgehen über Lucknerhaus bzw. Stüdelhütte.


Insgesamt kann mann sagen, dass diese Tour, die wir zu dritt führten, mehr als gelungen war.


Im Namen von Ernst Staudacher und Stephan Moser, die mit mir die Führung Übernamen, bedank ich mich bei den überaus tollen Teilnehmer, die mit Ihrer Disziplin für einen reibungslose Tour auf den Glockner beitrugen.


Arnold Jäger
Tipp: Unser AV Büro ist gerne behilflich, einen Bergführer für den Glockner zu vermitteln.

 
 
 

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