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Hochtour Strahlhorn (4190m) (Hochtour Strahlhorn (4190m))

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Hochtour Strahlhorn (4190m)

Strahlhorn

Die Besteigung eines 4000ers ist für viele Bergfreunde ein Traum, und für ein paar ging er dieses Wochenende in Erfüllung.

In Europa sieht man sich am besten in der Schweiz nach einem geeigneten Reiseziel um. Dort hat man am häufigsten die Chance, über die magische 4000-Meter-Grenze zu stoßen. Im Land von Käse, Schokolade und den berühmten Schweizer Uhren gibt es 48 Gipfel, die über 4000 Meter hoch sind. Nimmt man alle Einzelgipfel zusammen, sind es sogar 73. Wir nahmen uns die Mitte vor, das Strahlhorn ist der 25höchste dieser Gipfel.


Halb verschlafen trafen wir uns um 5 Uhr morgens zur Abfahrt in Richtung Schweiz. Nach 100erten von Km, unzähligen Kurven und Pässen erreichten wir Saas Fee bei schönstem Bergwetter. Der Ort erinnerte mich sofort an Zermatt: das Auto muss draußen vor Ort bleiben und man legt die letzten Meter auf Schusters Rappen zurück zur Bahn.
Wir waren früher als geplant an der Britanniahütte, und so blieb mir ausreichend Zeit um den Weg über das erste Gletscherfeld und in folge den besten Zustieg des Hohlaubgrat zu erkunden. Wenn man das Essen auf der Hütte vergleicht mit dem der Österreichischen Hütten, so könnte man sagen „cibus noster est“.

Um 2:50 Uhr nach einer fast schlaflosen Nacht hieß es aufstehen. Denn wir wollten auf keinen Fall die letzte Talfahrt versäumen. Und da wir am Vortag mehrere Seilschaften befragten, wie lange sie für den Aufstieg gebraucht hätten, waren alle bei 6 Stunden und mehr, sodass sich eine gewisse Unruhe breitmachte, was die Tourenzeit anging. Um halb vier marschierten wir im Lichtkegel unserer Stirnlampen los. Ohne große Mühe querten wir den Hochlaubgletscher und kamen nach Übersteigen des Hochlaubgrates auf den Allalingletscher, und hier kamen die Dimensionen gegenüber den Ostalpen schon recht gut zur Geltung.
Wir waren gut unterwegs, und das Fortbewegen über dieses riesige Gletscherfeld mit seinen unzähligen Spalten, auf denen man wie ein Seiltänzer balancieren muss, und das im Schein der Lampen, war ein gewisser Reiz. Bei Sonnenaufgang hatten wir einen großen Teil dieses Gletschers hinter uns, aber auch noch einen schier endlosen Weg vor uns.
Vorbei am Rimpfischhorn erreichten wir den Adlerpass, wo die Sicht auf die Signallkuppe, Liskamm, Castor, Breithorn und natürlich das alles überstrahlende Matterhorn frei wurde um nur einige zu nenen.


Wir gingen nicht die Spur der anderen, sondern stiegen gerade zum Schneegrat auf. Mir wurde klar warum man diesen schönen Grat umging, man musste nochmals eine Spalte meistern, aber mit der Frontzacken Technik konnte man sie doch relativ leicht überwinden. Jetzt trennte uns nur noch ein langer Spaziergang von einem der Schönsten Aussichtsgipfel über die 4000er der Alpen, den wir nach 5,5h erreichten. Fertig aber glücklich wurde das Berg Heil ausgetauscht. Nun konnten wir die Rundumsicht genießen, die weit bis ins französische reingeht. Sogar der Mont Blanc war zu sehn.
Beim Abstieg mussten wir noch einen Spaltensturz mitverfolgen, da aber bereits eine zweite Seilschaft mit einem Bergführer zur Hilfe geeilt war, verfolgten wir gebannt die Rettungsaktion. Das ein Sturz nicht lustig ist, wurde meinen Begleitern klar, als sie den Verwundeten sahen.
Um 14 Uhr waren wir wieder bei der Hütte. Wir entschieden uns sofort zum Lift zu gehen und runter zu fahren, den wenn man einmal sitzt kommt man nur mehr schwer auf, und es ist von der Hütte zur Bahn doch noch fast eine Stunde zu gehen. Den beiden 4000er Aspiranten, Sabine und Lea gratuliere ich recht herzlich zu dieser Leistung, denn es war ein weiter und beschwerlicher weg.


Ganz herzlichst bedanke ich mich bei Helga, Sabine, Lea und Franz, für das Essen zum Abschluss.

Arnold Jäger

 
 
 

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